Vorbeugen und schnell wieder gesund werden

Wie Sie sich vor Grippe schützen können

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Richtiges Niesen schützt vor der Übertragung von Influenza-Viren.
Thinkstock

Die Grippewelle in Deutschland rollt weiter: 2.600 Influenza-Fälle meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) allein in der vergangenen Woche. Wie Sie sich schützen und die Grippe-Erhebung unterstützen können.

Die Grippewelle rollt unaufhaltsam weiter, wie die Influenza-Karte des Robert-Koch-Instituts zeigt: Tiefrot gefärbt sind darauf mittlerweile nicht mehr nur kleine Teile Deutschlands, sondern fast der komplette Osten sowie Westen der Republik. In der siebten Woche des Jahres gingen bisher 2.606 bestätigte Influenzafälle am RKI ein. Die Aktivität der Virus-Erkrankung nennt das Institut in seiner Internetpräsenz „bundesweit weiterhin stark erhöht“.

In Berlin gab es den ersten Grippetoten des Jahres zu beklagen: Im Stadtteil Neukölln starb vor einigen Tagen ein Mann am Influenza-Virus. Er gehörte durch eine Herzerkrankungen zu den sogenannten Risikopatienten, denen einen Impfung dringend angeraten wird.   

Um sich und andere vor der Grippe zu schützen, gibt das Berliner RKI folgende Verhaltensregeln an die Hand:

  • Regelmäßig und gründlich die Hände waschen, und zwar 20 bis 30 Sekunden lang unter fließendem Wasser. Seife dabei auch zwischen den Fingern und auf den Nägeln verreiben.
  • Versuchen Sie gerade in der Grippezeit, die Hände vom Gesicht fernzuhalten.
  • Von Mitmenschen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung möglichst Abstand halten.
  • Drei bis vier Mal täglich zehn Minuten lüften senkt die Virenzahl in geschlossenen Räumen drastisch.

Wen die Grippe schon erwischt hat, der sollte sich zu Hause im Bett mit ausreichend Trinken auskurieren und folgende Tipps beherzigen:

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Verteilung der Aktivität akuter Atemwegserkrankungen in Deutschland von normal (blau) bis stark erhöht (rot). Stand: 19. Februar 2013
Quelle: RKI

 

  • Beim Husten oder Niesen die Armbeuge statt der Hand benutzen.
  • Um Familie und Freunde zu schützen nur Einmaltaschentücher benutzen, diese direkt danach entsorgen und wenn möglich nach jedem Schnäuzen die Hände waschen.
  • Gerade Personen mit Vorerkrankungen empfiehlt das RKI, zeitnah den Hausarzt aufzusuchen.

Die RKI-Arbeitsgemeinschaft Influenza überwacht das Grippe-Geschehen in Deutschland. Teilnehmende Ärzte geben ehrenamtlich Meldungen ab. Auch Bürger können beitragen, indem sie im „GrippeWeb“ jede Woche eintragen, ob sie selbst oder eines ihrer Kinder neu an einer Atemwegserkrankung mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder Fieber leiden. Die Daten gehen dann in die wöchentlichen Grippe-Berichte ein, die das RKI zwischen der 40. und der 15. Kalenderwoche herausgibt.

Grippe-Impfung auch jetzt noch sinnvoll

Die Grippeschutzimpfungen kann auch jetzt noch helfen: „Grippewellen kursieren in der Regel acht bis zehn Wochen lang", sagt Susanne Glasmacher vom RKI. Zwischen Januar und Februar häufe sich zwar die Zahl der Grippeerkrankungen, Infektionen seien aber auch in den Folgemonaten noch möglich. Daher lohne sich der Impftermin beim Arzt auch nach Beginn der Grippesaison. Bis der Schutz greift, dauert es rund zwei Wochen.

Im Winter ist der Grippe-Erreger noch aggressiver als sonst, Kälte und Trockenheit machen Influenzaviren „besonders stabil", sagt Glasmacher. Außerdem seien die Schleimhäute durch trockene Heizungs- und kalte Luft angegriffen. Generell empfiehlt das RKI jeden Herbst, dass sich chronisch Kranke, Menschen über 60, Schwangere und Medizinpersonal unbedingt impfen lassen.

Diese Lebensmittel machen fit gegen Erkältung
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    Sonnenblumenkerne

    Geröstet als Snack, im Müsli, auf dem Salat oder im Brot: Sonnenblumenkerne sind wegen ihres Gehalt an Vitamin E sehr gesund.

    Getty Images/iStockphoto

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    Bohnen

    Egal ob exotische Mungobohnen oder einfache weiße Bohnen - die Hülsenfrüchte enthalten Eiweiß, das der Körper besonders gut verwerten kann, sowie Zink.

    Getty Images/iStockphoto

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    Kürbiskerne

    Geröstet sind Kürbiskerne ein feiner Snack. Aber die Samen sind auch gesund: sehr eiweißreich und wertvoll bei Blasen- und Prostataproblemen.

    Getty Images/Hemera

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    Süßkartoffeln

    Gekocht, gebraten, gebacken: Süßkartoffeln sind vor allem im asiatischen Raum beliebt. Sie enthalten viel Vitamin A.

    Getty Images/iStockphoto

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    Brokkoli

    Der feine Kohl ist Vitamin-C-haltig, verfügt aber auch über Pflanzenstoffe, die vor Krebs schützen sollen.

    Getty Images/iStockphoto

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    Karotten

    Die orange-gelben Rüben sind Klassiker, wenn es um einen hohen Vitamin-A-Gehalt geht.

    Getty Images/iStockphoto

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    Grünkohl

    Auch grüne Gemüse, wie etwa Grünkohl oder Wirsing, sind wertvolle Vitamin-A-Lieferanten.

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    Paprika

    Vor allem die rote Variante ist reich an Vitamin A, aber auch an Vitamin C.

    Getty Images/iStockphoto

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    Fisch

    Das Fleisch von Salz-, aber auch Süßwasserfischen ist sehr eiweißreich.

    Getty Images/Comstock Images

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    Geflügel

    Huhn und Pute liefern jede Menge wertvoller Proteine.

    Getty Images/iStockphoto

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    Walnüsse

    Die Baumnüsse mit ihrem typischen Geschmack schenken viel Vitamin E.

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    Rindfleisch

    Mageres Rindfleisch ist ein guter Zink-Lieferant. Das Spurenelement soll nicht nur die Abwehr stärken, sondern auch die Krankheitsdauer der Erkältung verkürzen.

    Getty Images/iStockphoto

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    Krabben

    Krustentiere enthalten leicht verdauliches Eiweiß, aber auch viel Zink.

    Getty Images/iStockphoto

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    Milch

    Das Multitalent unter den Getränken liefert Eiweiß, Kalzium, viele Vitamine und Zink.

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    Tofu

    Der Soja-Quark lässt sich auf verschiedenste Weise zubereiten. Er ist eiweißreich und enthält jede Menge Zink.

    Getty Images/Hemera

Autor: / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2013
Quellen: Online-Informationen des RKI: http://www.wir-gegen-viren.de/content/index/7 https://grippeweb.rki.de/ http://influenza.rki.de/Wochenberichte/2012_2013/2013-06.pdf http://influenza.rki.de/ dpa

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