Bösartige Neubildungen im Bereich der Hoden

Hodenkrebs

Hodenkrebs ist eine bösartige Geschwulst im Hoden, die bevorzugt bei jüngeren Männern auftritt. Die Erkrankung beginnt in einem der beiden Hoden und kann im fortgeschrittenen Stadium auch Nebenhoden und Samenleiter erfassen.

Schematische Darstellung Blase, Penis, Hoden
Hodenkrebs betrifft meist nur einen der beiden Hoden. Vor allem junge Männer sind gefährdet, diese Tumorart zu bekommen.
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Der Hoden besteht aus unterschiedlichen Geweben, aus denen sich auch verschiedene Krebsarten entwickeln können. Über neunzig Prozent der bösartigen Hodentumore entstehen bei erwachsenen Männern aus den Keimzellen. Tumore aus anderen Zellen treten eher selten auf und dann insbesondere bei älteren Männern. Bei Kindern machen diese Tumore hingegen etwa vierzig Prozent aller Hodentumore aus und sind zumeist gutartig. Insgesamt erkranken pro Jahr rund 4.100 Männer in Deutschland an Hodenkrebs.

Woher Hodenschmerzen kommen

Ursache von Hodenkrebs

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Die Ursachen für die Entstehung von Hodenkarzinomen sind noch nicht endgültig entschlüsselt. Der Fakt, dass vorwiegend junge erwachsene Männer erkranken, deutet darauf hin, dass angeborene Veranlagungen oder Einflüsse auf den Hoden in frühester Kindheit eine Rolle bei der Krebsentstehung spielen. Die Basis für diesen Krebs wird neuesten Auffassungen zufolge wahrscheinlich schon im Mutterleib gelegt.

Die Anzeichen von Hodenkrebs

Hodenkrebs wird in den meisten Fällen nur zufällig entdeckt. Daher ist jedem Mann anzuraten, seine Hoden regelmäßig selbst auf Veränderungen abzutasten. Verdächtig ist jede schmerzlos tastbare Vergrößerung. Seltener sind Schmerzen als erste Symptome für einen Hodentumor.

So erkennt der Urologe Hodenkrebs

Wird bei der Selbstuntersuchung im Bereich des Hodens eine Vergrößerung festgestellt, empfiehlt sich das zügige Aufsuchen eines Urologen für die Erstellung einer genauen Diagnose mittels Ultraschall, Computertomografie, Kernspintomografie und Blutuntersuchungen.

Die Therapie von Hodenkrebs

Welche Therapie bei einem Hodentumor zur Anwendung kommt, richtet sich danach, welcher Tumortyp vorliegt und in welchem Stadium sich dieser befindet. Der erste Behandlungsschritt nach der Diagnose ist jedoch fast immer die operative Entfernung des betroffenen Hodens. Während des verhältnismäßig einfachen und gefahrlosen Eingriffs wird zugleich eine kleine Gewebeprobe des anderen Hodens entnommen, um dessen Befall durch den Krebs auszuschließen.

Zeugungsfähig trotz Hodenkrebs

Gegebenenfalls erfolgt nach der Hodenentfernung eine Bestrahlung der Lymphknoten des hinteren Bauchraums oder eine Chemotherapie. Unter Umständen ist bei einem Hodenkarzinom auch eine operative Entfernung der Lymphknotenstationen des hinteren Bauchraums erforderlich. Sofern ein einzelner Hoden entfernt wird, sind Auswirkungen auf die Zeugungsfähigkeit oder die Sexualität nicht zu erwarten. Der andere Hoden bleibt nach der Therapie funktionsfähig und bildet auch weiterhin das Geschlechtshormon Testosteron in ausreichender Menge.

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