Atemwegsinfekte

Der grippale Infekt

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Meist beginnt der grippale Infekt mit einem unangenehmen Kratzen im Hals und Halsweh.

Der grippale Infekt - im Volksmund auch als Erkältung bezeichnet - ist genau genommen eine Infektion der oberen Atemwege, die in der Regel durch Viren ausgelöst wird. Kinder machen pro Jahr bis zu zehn dieser Atemwegsinfekte durch, bei Erwachsenen sind es im Schnitt vier Erkältungen pro Jahr.

Der Grund: Bei Kindern ist das Immunsystem noch nicht komplett ausgebildet, erst etwa ab dem 10. Lebensjahr sind sie – zumindest in dieser Hinsicht – mit den Erwachsenen auf Augenhöhe.

Die Übeltäter: Erkältungsviren

Auch wenn Erkältungen besonders im Herbst und Winter sehr häufig sind, ist es an sich nicht die Kälte, die für eine Erkältung verantwortlich ist. Vielmehr sind es bis zu 200 verschiedene Erkältungsviren, die eine Erkältung auslösen können. Allen voran die Rhino- und die Adenoviren. Allerdings erhöht sich das Ansteckungsrisiko in der kalten Jahreszeit tatsächlich, da wir uns dann vermehrt in geheizten Räumen aufhalten und unsere Schleimhäute durch die Heizungsluft ausgetrocknet werden, was sie anfälliger für Viren macht.

Denn nur wenn die Schleimhäute ausreichend feucht sind, können sie uns zuverlässig vor Krankheitserregern schützen. Insofern besteht also ein indirekter Zusammenhang zwischen der Kälte und einer Erkältung.

Die Übertragung der Erkältungsviren

Bei der Art und Weise, wie die ganze „Armee“ an Erkältungsviren übertragen wird, sprechen Experten von einer sogenannten Tröpfchen-Infektion. Das heißt, die Viren geraten beim Niesen, Sprechen oder beim Husten in die Luft und werden dann von einem anderen Menschen - dem nächsten „Erkältungs-Opfer“ – eingeatmet. Die Viren befallen dann die Schleimhäute der Atemwege und vermehren sich dort.

Gut zu wissen: Auch die Übertragung über die Hand spielt eine zentrale Rolle bei der Ansteckung mit Erkältungsviren. Denn niesen oder husten wir, dann geschieht dies in der Regel mit vorgehaltener Hand. Der Griff zur Fernbedienung, das Drücken der Türklinke, das Berühren des Fenstergriffs – bei jedem dieser Handgriffe geraten die Viren dann von der Hand auch auf die berührten Gegenstände. Auch hier lauert also Gefahr! Dasselbe gilt übrigens auch für Obst und Gemüse im Supermarkt, das hier in der Regel ebenfalls durch viele Hände geht. Wer sich also vor Ansteckung schützen will, der sollte unbedingt die Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich abwaschen.

 

Symptome einer Erkältung

Die Symptome eines grippalen Infekts kennen wir alle leider viel zu gut. Meist beginnt es mit einem unangenehmen Kratzen im Hals und Halsschmerzen. Nach und nach bahnen sich weitere Symptome ihren Weg: Schnupfen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Husten, Fieber oder auch erhöhte Temperatur sind typisch. Auch Müdigkeit und Abgeschlagenheit können auftreten, wobei diese nicht so stark ausgeprägt sind, wie bei einer echten Grippe (Influenza). Auch das Fieber hält sich bei einer Erkältung meist im Rahmen.

Entsprechend gilt: Sollte das Fieber sehr hoch steigen und sind die Halsschmerzen oder auch Ohrenschmerzen ungewöhnlich stark, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dasselbe gilt, wenn Sie sehr ausgeprägte Muskel- und Gliederschmerzen verspüren.

Wenn die Grippe kommt

Eine echte Grippe kann unter Umständen einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen, anders als die normale Erkältung.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Bei einem grippalen Infekt gibt es heute viele Möglichkeiten,  die lästigen Symptome auch ohne den sofortigen Gang zum Arzt effektiv zu behandeln. So gibt es ein breites Spektrum an rezeptfreien Arzneimitteln, die ganz gezielt die Behandlung einzelner Erkältungssymptome wie zum Beispiel Schnupfen oder Halsschmerzen möglich machen. Darüber hinaus werden Präparate angeboten, die sehr umfassend gegen den grippalen Infekt wirken. Sie können nicht nur zur akuten Behandlung einer Erkältung genutzt werden, sondern können einem grippalen Infekt sogar vorbeugen, etwa in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr (z.B. Contramutan® N Saft). Zahlreiche dieser Arzneimittel basieren auf pflanzlichen Inhaltsstoffen und bieten damit die Möglichkeit der natürlichen Behandlung von grippalen Infekten. Der Vorteil vieler pflanzlicher Erkältungsmittel: Sie wirken sanft, sind gut verträglich und dennoch effektiv.

Damit Sie den Durchblick im Medikamenten-Dschungel behalten, finden Sie hier den Medikamenten-Guide bei Erkältungen.

Mehr über bewährte Arzneipflanzen bei Erkältung lesen Sie hier.

Unterstützend sind es natürlich die guten alten Hausmittel, die auch heute noch dazu beitragen können, die Beschwerden zu lindern. Auch wenn Sie eine gezielte medikamentöse Behandlung nicht ersetzen können, so haben Hausmittel dennoch auch heute noch ihre Berechtigung. Das Spektrum reicht von Salbei-Tee bei Halsschmerzen über Inhalationen bei Schnupfen bis hin zu Wadenwickeln bei Fieber.

Sie möchten mehr erfahren?

Hier finden Sie:

Tipps gegen Halsschmerzen

Tipps für eine starke Abwehr

Tipps gegen Schnupfen

Tipps gegen Husten 

Grundsätzlich sollten Sie sich bei einer Erkältung schonen und sich die nötige Ruhe gönnen, die Ihr Körper jetzt braucht. Sport und auch geistige Hochleistungen sollten Sie jetzt besser hinten anstellen. Viel Schlaf und Erholung tun Ihrem Körper hingegen gut! Wichtig ist auch, ausreichend Flüssigkeit z.B. in Form von Kräutertees oder Wasser zu sich zu nehmen. Nikotin ist bei einer Erkältung tabu – aber das versteht sich wohl von selbst.

Verlauf einer Grippe

Kennen Sie den Spruch „Ein Schnupfen kommt drei Tage, bleibt drei Tage, geht drei Tage“? Da ist tatsächlich so einiges dran, auch wenn eine Erkältung sehr unterschiedlich verlaufen kann. Im Durchschnitt kann man sagen, dass die Symptome nach etwa drei bis sieben Tagen nachlassen und nach 14 Tagen spätestens verschwunden sein sollten.

Wichtig: Sollten Sie nach sieben Tagen keinerlei Besserung der Symptome verspüren bzw. sogar merken, dass sich Ihre Beschwerden verschlechtern, ist ein Arzt aufzusuchen. Dasselbe gilt, wenn die Beschwerden nach 14 Tagen noch nicht vollständig abgeklungen sind.

Tipps gegen Halsschmerzen
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    Fruchtsäfte meiden!

    Orangensaft & Co. liefern zwar jede Menge wertvolle Vitamine, enthalten aber auch Säure. Und gerade die kann einem gereizten Rachen ganz schön zusetzen. Insofern bei Halsschmerzen lieber zu warmen Tees als zu Fruchtsäften greifen. Viel Trinken ist aber in jedem Fall bei Halsschmerzen wichtig!

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    Kartoffelwickel: Warm und wohltuend

    Kartoffeln schmecken nicht nur lecker, sie können auch bei Halsschmerzen helfen etwa als Kartoffelwickel für den Hals. Denn Kartoffeln sind ideale Wärmespeicher und geben ihre Wärme langsam an den Körper ab – ideal bei Halsweh. Kochen Sie Kartoffeln, legen Sie sie auf ein Küchenhandtuch und zerdrücken Sie diese mit der Gabel. Sobald die Temperatur nicht mehr zu heiß ist, die Kartoffelmasse in das Tuch einschlagen, um den Hals legen und mit einem Handtuch befestigen. Die Kartoffeln sollten etwa 15 – 20 Minuten an Ort und Stelle bleiben. Gut zu wissen: Bei einer Mandelentzündung ist eher ein kühlender Effekt angenehm. Hier können Sie statt Kartoffeln Quark verwenden.

    (c) Robert Redelowski

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    Den Hals warm halten!

    Achten Sie darauf, dass der Hals und auch der Brustbereich warm bleiben. Also am besten einen dicken Schal umbinden. Auch die Füße sollten Sie jetzt nicht auskühlen lassen, denn Wärme ist wichtig, um die Durchblutung und das Immunsystem in Schwung zu bringen. Also rein in die kuscheligen Wollsocken.

    Robert Redelowski

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    Die Stimme schonen!

    Vor allem, wenn Sie heiser sind, sollten Sie die Stimme schonen. Auch flüstern ist tabu, denn das kann die Beschwerden sogar noch verschlimmern. Genießen Sie doch einfach mal die Gelegenheit, sich nicht zu allem äußern zu müssen.

    Robert Redelowski

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2012

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