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Herzschmerzen

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Beim Herzinfarkt treten Herzschmerzen ganz plötzlich auf.
Getty Images/BananaStock RF

Herzschmerzen: Definition

Herzschmerz ist ein Symptom, das aufgrund einer Erkrankung des Herzens und der Blutgefäße, die das Herz versorgen (Herzkranzgefäße), ausgelöst werden kann. Herzschmerz kann sich je nach Ursache unterschiedlich äußern. Die Schmerzen können, wie etwa beim Herzinfarkt, ganz plötzlich auftreten und bei den Betroffenen das Gefühl einer lebensbedrohlichen Situation und Panik auslösen.

Beispiel: Herzschmerzen bei Herzinfarkt und Angina pectoris

Leitsymptom des Herzinfarkts ist ein plötzlich auftretender, zumeist starker dumpfer und drückender Schmerz im Brustbereich, der oft mit einem Engegefühl verbunden ist, mehr als 20 Minuten anhält und in Arme, Schultern und Unterkiefer ausstrahlen kann. Oftmals werden die Herzschmerzen bei einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) von Schweißausbrüchen, Übelkeit, evtl. Erbrechen und Schwindel begleitet. Ebenso stellen sich die Schmerzen beim Angina Pectoris dar. Sie verschwinden hier jedoch in der Regel nach wenigen Minuten oder nach Einnahme von Nitroglyzerin, während sie beim Herzinfarkt länger anhalten und zu einem Absterben von Herzgewebe und einer dauerhaften Schädigung des Herzens führen.

Herzschmerzen und Brustschmerzen – ein Unterschied

Doch längst nicht immer steckt hinter den vermeintlichen Herzschmerzen ein Herzproblem bzw. eine kardiale Ursache (kardial = das Herz betreffend). Es gibt viele Ursachen außerhalb des Herzens, die Brustschmerzen hervorrufen und die von Betroffenen mitunter als vermeintliche Herzschmerzen eingestuft werden. Dies können zum Beispiel Erkrankungen der Lunge, des Magens und der Speiseröhre oder des Muskel- und Skelettsystems sein. Mediziner sprechen dann von Brustschmerzen mit extrakardialen Ursachen (extrakardial = außerhalb des Herzens). Manchmal können Herzschmerzen auch psychischen Ursprungs sein. Der Anteil der Ursachen von Brustschmerzen, die tatsächlich vom Herzen ausgehen, liegt Untersuchungen zufolge nur bei bis zu 16 Prozent (aktuelle Leitlinie Brustschmerz).

Auch wenn Brust- bzw. wahrgenommene Herzschmerzen nicht immer vom Herzen ausgehen, können sie mitunter Zeichen einer ernsten Erkrankung oder sogar lebensbedrohlichen Situation sein. Daher sollten sich Betroffene zur Abklärung der Ursache immer an einen Arzt wenden.

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Autor: Claudia Urban für DVGE Verlag für Gesundheit und Ernährung
Letzte Aktualisierung: 11. Oktober 2011
Quellen: Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme. Stuttgart (2010) Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): Leitlinie Nr. 15: „Brustschmerz“. Stand: Januar 2011 http://leitlinien.degam.de/uploads/media/Langfassung_Brustschmerz.pdf (Stand: 19.09.2011) Kurz, K.; Katus, H. A.; Giannitsis, E.: Der akute Thoraxschmerz. In: Der Internist (9) 2005, S. 957-964 Kurz, K.; Giannitsis, E.; Meyer, F. J.: Thoraxschmerz. In: Der Pneumologe (3) 2005, S. 188-197 PatientenLeitlinie: „Chronische Koronare Herzkrankheit KHK“. Begleitinformation für Patienten zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Version 1.2 vom September 2008 basierend auf der Fassung vom März 2007 http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/pdf/nvl_khk_patienten.pdf (Stand: 19.09.2011)

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