Wenn Mageninhalt in die Speiseröhre gelangt

Reflux

Hauptsymptom eines Reflux: häufiges und heftiges Sodbrennen

Als Reflux wird ein krankhaft erhöhter Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre bezeichnet. Dadurch wird die Magenschleimhaut gereizt. Diese Reizung macht sich als Sodbrennen bemerkbar, das Hauptsymptom von Reflux.

Sodbrennen
Hauptsymptom eines Reflux: häufiges und heftiges Sodbrennen.
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Um was es bei einem Reflux geht, ist mit der medizinischen Bezeichnung gastroösophageale Refluxerkrankung bereits beschrieben: Reflux kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Rückfluss, Ösophagus ist die Speiseröhre, und der Begriff gaster kommt aus dem Griechischen und steht für Magen. Die gastroösophageale Refluxerkrankung, kurz GERD (gastroesophageal reflux disease) bezeichnet einen krankhaft erhöhten Rückfluss von Mageninhalt und Gasen in die Speiseröhre.

Beim Reflux ist die Funktion des unteren Speiseröhrenschließmuskels gestört

Auslöser ist meist eine Funktionsstörung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre. Dieser untere ösophageale Schließmuskel, im Medizinerjargon Ösophagussphinkter, entspannt sich, wenn Nahrung oder Flüssigkeit aus der Speiseröhre in den Magen geschoben werden soll. Danach wird die Pasasage in den Magen direkt wieder verschlossen, um einen Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre zu verhindern. Allerdings entspannt sich der untere Schließmuskel der Speiseröhre bei gesunden Menschen auch außerhalb des Schluckvorgangs mehrmals am Tag, sodass immer wieder kleinere Mengen an Mageninhalt kurzzeitig in die Speiseröhre zurückfließen. Dies ist jedoch ein natürlicher Vorgang ohne gesundheitliche Folgen. Erst bei länger andauerndem und häufigem  Rückfluss ist von einer Funktionsstörung des unteren Speiseröhrenschließmuskels auszugehen, der Grundlage des Reflux. Dann kommt es zu Reizungen der Schleimhaut in der Speiseröhre, die dann zu Sodbrennen führen, neben Aufstoßen Hauptsymptom eines Reflux.

Sodbrennen mindestens einmal pro Woche

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    Sodbrennen heißt saures Aufstoßen und brennende Schmerzen hinter dem Brustbein. Besonders häufig treten diese Beschwerden nach einem üppigen Essen auf - doch auch andere Auslöser können schuld sein

Nicht jedes Sodbrennen oder Aufstoßen ist ein Hinweis auf die Refluxkrankheit. Wenn Sie bei sich die tyoischen Symptome mindestens einmal pro Woche feststellen und Sie sich dadurch in Ihrer Lebensqualität eingeschränkt sehen, liegt der Verdacht auf eine GERD nahe.

Die Erkrankung ist insbesondere in den westlichen Industrienationen häufig, wobei die Angaben zu Erkrankungsraten schwanken. Das liegt unter anderem daran, dass viele Menschen, die an einem Reflux leiden, diese nicht durch einen Arzt behandeln lassen. Schätzungen gehen von einer Häufigkeit von zehn bis 20 Prozent aus.

Formen von Reflux

Bei einem Reflux wird grundsätzlich die nicht entzündliche Form von der entzündlichen unterschieden.

  • Eine nichtentzündliche Refluxkrankheit liegt vor, wenn die Erkrankung ohne eine Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) einhergeht. Sie wird auch als nicht erosive Refluxkrankheit, kurz NERD (non erosive reflux disease) bezeichnet. Von einer NERD sind Frauen und Männer gleichermaßen häufig betroffen.
  • Bei der entzündlichen Form, der erosiven Refluxkrankheit (erosive reflux disease, ERD), hat die Reizung der Speiseröhrenschleimhaut durch den Reflux eine eine Speiseröhrenentzündung ausgelöst. Die ERD ist deutlich seltener als die NERD, bis zu zwei von drei Patienten mit der Refluxkrankheit haben keine entzündlichen Veränderungen der Speiseröhre. Männer sind jedoch von ERD häufiger betroffen als Frauen.

Männer anfälliger fürs Barrett-Syndrom

Bei Schätzungsweise fünf von hundert Patienten mit Refluxkrankheit kommt es im Laufe der Zeit zu dauerhaften Veränderungen der Schleimhaut am unteren Ende der Speiseröhre. Dabei werden Schleimhautzellen der Speiseröhre durch solche ersetzt, die in der säureresistenten Magenschleimhaut vorkommen. Diese Entwicklung wird als Barrett-Syndrom oder Barrett-Ösophagus bezeichnet. Das Barett-Syndrom ist bei Männern zehn mal häufiger als bei Frauen.

Mit dem Barrett-Syndrom ist eine Erhöhung des Risikos verbunden, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken: Im Verlauf von zehn Jahren entwickeln durchschnittlich zehn von tausend Patienten mit Barrett-Syndrom diese Krebsform gegenüber einem von tausend bei nicht am Barrett-Syndrom Erkrankten.

Reflux: Das sind die Symptome

Typisches Symptom der gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) ist Sodbrennen, ein brennendes Gefühl, das sich vom Oberbauch bis zum Hals hinauf bemerkbar macht. Aufstoßen des sauren Mageninhalts ist ebenfalls ein häufiges Symptom. Damit verbunden können weitere Beschwerden auftreten wie schlechter Geschmack im Mund, Brennen im Rachenbereich und Brechreiz.

Dieses Beschwerdebild tritt bei den einzelnen Patienten unterschiedlich häufig und intensiv auf - sowohl bei der nicht entzündlichen wie auch der entzündlichen Form der Refluxkrankheit. Starke Beschwerden bedeuten also nicht unbedingt, dass eine Speiseröhrenentzündung vorliegt.

Chronischer Husten durch Reflux

Weitere mögliche Symptome in Zusammenhang mit der Refluxkrankheit lassen sich auf Schädigungen durch die aufsteigende Magensäure zurückführen. Im Mund kann der Zahnschmelz angegriffen werden, was Zahnschädigungen nach sich zieht. Auch Schädigungen der Atemwege durch die Säure mit entsprechenden Symptomen sind möglich. So ist die Refluxkrankheit  eine der drei häufigsten Ursachen für chronischen Husten. Heiserkeit, wiederkehrende Lungenenzündung, Schluckbeschwerden, Räusperzwang und Kehlkopfentzündungen sind weitere Symptome, die zwar nicht typisch für die Refluxkrankheit, aber möglicherweise auf sie zurückzuführen sind.

Reflux kann Lebensqualität stark beeinträchtigen

Je nach Häufigkeit und Schwere führen die  Symptome der Refluxkrankheit zu einer teils erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Experten gehen davon aus, dass  bei 23 bis 33 Prozent der Betroffenen mit einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen ist.

Ursachen und Risikofaktoren von Reflux

In seltenen Fällen kann eine Störung der Speiseröhrenbeweglichkeit oder eine gestörte Magenentleerung Auslöser eines Reflux sein. Meist steckt jedoch eine Funktionsstörung des unteren Speiseröhrenschließmuskels hinter der gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD), so die medizinisch korrekte Bezeichnung des Volksleidens. Dieser Schließmuskel mit der Bezeichnung unterer Ösophagussphinkter sorgt bei gesunden Menschen dafür, dass kein Mageninhalt in die Speiseröhre, den Ösophagus, gelangt. Wie es zu einer Funktionsstörung des Speiseröhrenschließmuskels kommen kann, ist nicht völlig geklärt. Nahe liegt, dass ein Zwerchfellbruch, im Medizinerjargon Hiatushernie, eine häufige mögliche Ursache darstellt.

Zwerchfellbruch legt unteren Ösophagussphinkter lahm

Das Zwerchfell ist eine dünne Muskelschicht zwischen Brust- und Bauchraum, es umgibt die Stelle, an der die Speiseröhre in den Magen übergeht und unterstützt damit den unteren Ösophagussphinkter. Bei einem Zwerchfellbruch ist die Lücke am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen vergrößert. Dadurch kann ein Teil des Magens sich in den Brustraum verlagern, wodurch der Schließmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen zunehmend beeinträchtigt wird und Mageninhalt in die Speiseröhre fließen kann.

Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass bestimmte weitere Faktoren zur Entstehung beziehungsweise Verschlimmerung der Refluxkrankheit beitragen können. Dazu gehören bestimmte Nahrungs- und Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten, Kaffee, Tee, Cola, Schokolade und Pfefferminz sowie allgemein fettiges Essen, weil sie die Säureproduktion im Magen anregen und / oder denn Druck des unteren Speiseröhrenschließmuskels herabsetzen.

Risikofaktor für Reflux: Übergewicht

Übergewicht und Schwangerschaft sollen durch den damit verbundenen erhöhten Bauchdruck ebenfalls zu den Risikofaktoren für die Refluxkrankheit gehören.

Ist die Schleimhaut der Speiseröhre bereits durch die Refluxkrankheit angegriffen, können bestimmte Medikamente wie so genannte Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) diese Verletzungen weiter verschlimmern.

Stress als Auslöser der Refluxsymptome

Stress ist ein weiterer Faktor, der möglicherweise die Symptome dsr Reflux auslöst oder verstärkt. Diese Vermutung ist nicht neu. Das belegt eine Redewendung für Situationen, in denen etwas für Ärger gesorgt hat: "Das stößt ihr / ihm sauer auf".

Diagnose: Was der Arzt bei Reflux untersucht

Die Anamnese, die Befragung durch den Arzt, ist wichtiger Bestandteil der Diagnose einer gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD). Art und Häufigkeit der Beschwerden sind Kriterien für das Vorliegen einer Refluxkrankheit. Sich vor dem Arztbesuch entsprechende Notizen zu machen, ist deshalb sinnvoll.

Säurereduktion auf Probe: Der PPI-Test

Bei Verdacht auf Refluxkrankheit wird häufig ein so genannter PPI-Test eingesetzt. Die Abkürzung steht für Protonenpumpenhemmer. Darunter sind Medikamente zu verstehen, die die Bildung von Magensäure hemmen. Der PPI-Test besteht darin, dass der Patienten über etwa zwei Wochen hinweg einen Protonenpumpenhemmer einnimmt. Lassen die Beschwerden in dieser Zeit nach, liegt mit hoher Warscheinlichkeit eine Refluxkrankheit vor.

Endoskopie zum Check der Speiseröhrenschleimhaut

Zur weiteren Diagnose der Refluxkrankheit wird heute standardmäßig eine Endoskopieder Speiseröhre durchgeführt. Dazu wird ein dünner, beweglicher Schlauch mit einer Kamera am Ende durch Nase oder Mund die Speiseröhre hinab bis zum Mageneingang geführt. Die Untersuchung hilft dem Arzt dabei, den Schweregrad der Refluxkrankheit zu bestimmen und eventuelle Schädigungen beziehungsweise Veränderungen der Speiseröhrenschleimhaut zu erkennen. So kann der Arzt beispielsweise eine eventuell vorliegende Speiseröhrenentzündung feststellen. Während der Endokopie können gleichzeitig bei Bedarf kleine Gewebeproben entnommen werden. Die Untersuchung wird ambulant in der Arztpraxis vorgenommen und ist wenig belastend für den Patienten.

Bestimmung der Säurekonzentration durch ph-Metrie

Eine Messung des Säuregehalts in der unteren Speiseröhre ist eine weitere gängige Methode zur weiteren Diagnose der Refluxkrankheit. Für diese als ph-Metrie bezeichnete Untersuchungsmethode wird eine winzige Sonde über die Nase in die Speiseröhre eingeführt. Sobald die Sonde an der richtigen Stelle platziert ist, wird sie mit einem Klebestreifen an der Nase befestigt. Über 24 Stunden hinweg erfasst die Sonde nun die Säurekonzentration in der unteren Speiseröhre. Die Messwerte werden durch ein mit der Sonde verbundenes tragbares Aufzeichnungsgerät festgehalten. Während der ph-Metrie kann wie gewohnt gegessen und getrunken werden.

Behandlung von Reflux

Welche Therapie bei einer gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) angewendet wird, hängt zunächst einmal davon ab, um welche Form der Erkrankung es sich handelt. Bestehen keine entzündlichen Veränderungen an der Speiseröhrenschleimhaut - Mediziner sprechen in diesen Fall von einer nicht erosive Refluxkrankheit, kurz NERD -, kann zunächst versucht werden, über Änderungen des Lebensstils eine Besserung der Beschwerden zu erreichen.

Bei Reflux heißt es weglassen, was die Säureproduktion anregt

Dabei geht es in erster Linie darum, auf alkoholische Getränke und das Rauchen möglichst zu verzichten. Wer übergewichtig ist, dem wird der Arzt zum Abnehmen raten. Späte Malzeiten sollten gemieden werden, und sich bis zu drei Stunden nach einer nicht hinzulegen, kann ebenfalls die Säurebelastung der Speiseröhre senken. Nahrungs- und Genussmittel, die eine vermehrte Säureproduktion im Magen auslösen oder den Druck des unteren Speiseröhrenschließmuskels senken, sollten vom Speiseplan gestrichen werden. Hier sind zum Beispiel sehr fette oder scharf gewürzte Speisen zu nennen, Kaffee, Fruchtsäfte, Pfefferminz und Schokolade. Das Hochlagern des Körpers beim Schlafen kann ebenfalls helfen, die Beschwerden zu lindern.

Medikamente zur Säurereduktion

Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg oder handelt es sich um eine erosive Refluxkrankheit, die mit einer Speiseröhrenentzündung einhergeht, ist eine medikamentöse Behandlung angezeigt. Ziel ist dabei, die Säureproduktion im Magen herabzusetzen. In erster Linie werden sogenannte Protonenpumpenhemmer eingesetzt. Ihre Wirksamkeit wurde in Studien bestätigt, wenn sie auch nicht bei allen Patienten in gleichemAusmaß erfolgreich sind. Wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen berichtet, können Protonenpumpenhemmer bei 45 von hundert Personen die Beschwerden deutlich verringern.

Weniger wirksam sind H2-Rezeptorblocker (H2R-A), die ebenfalls die Ausschüttung von Magensäure bremsen: Sie verschaffen nur 14 von hundert Patienten eine deutliche Linderung der Symptome.

Weitere Wirkstoffe, die gelegentlich zur Behandlung der Refluxkrankheit eingesetzt werden, aber nicht zum Standard gehören, weil ihre Wirksamkeit nicht bewiesen ist, sind Antazida und Prokinetika. Antazida sollen die Magensäure binden, Prokinetika die Entleerung des Magens fördern und so den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre verhindern.

Operation zur Unterstützung des Speiseröhrenschließmuskels

Eine weitere mögliche Therapiealternative ist eine Operation mit dem Ziel, den unteren Speiseröhrenschließmuskel zu unterstützen. Eine Methode dazu besteht darin, einen Teil des oberen Magens ganz oder teilweise um das untere Ende der Speiseröhre zu legen und dort zu befestigen. Alternativ kann ein flexibles Magnetband um den unteren Speiseröhrenschließmuskel gelegt werden. Éin Großteil der Patienten (über 60 Prozent) benötigt danach zunächst keine Medikamente mehr. Es fehlen jedoch Untersuchungen zur Langzeitwirkung.

Außerdem ist ein chirurgischer Eingriff immer mit gewissen Risiken verbunden, weshalb er die operative Therapie der Refluxkrankheit überwiegend bei jungen Patienten oder bei einem kompletten Versagen anderer Behandlungsmethoden eingesetzt wird. Wer dieses Therapieoption erwägt, sollte sich individuelle Risiken und möglichen Nutzen ausführlich von seinem Arzt erklären lassen.

Reflux: Verlauf

Zum Verlauf der Refluxkrankheit gibt es eine gute und eine weniger gute Nachricht. Die gute Nachricht: Bei den meisten Patienten - in der Fachliteratur ist von 95 Prozent die Rede -  verschlimmert sich das Leiden nicht, und es wird davon ausgegangen, dass eine Refluxkrankheit ohne weitere Komplikationen die Lebenserwartung nicht beeinflusst.

Risiko für Speiseröhrenkrebs geringfügig erhöht

Das Barrett-Syndrom, von dem etwa fünf Prozent der Patienten mit Refluxkrankheit betroffen sind, kann zwar das Risiko erhöhen, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Dieses Risiko wurde aber lange Zeit überschätzt, wie neuere Studien belegen. Demnach erkranken etwa zehn von tausend Patienten mit Barrett-Syndrom innerhalb von zehn Jahren an Speiseröhrenkrebs.

Reflux bleibt dauerhaft bestehen

Allerdings "heilt" die Refluxkrankheit auch nicht von selbst. Die Beschwerden, die je nach Intensität zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität führen können, bleiben unbehandelt in der Regel dauerhaft bestehen - das ist die schlechte Nachricht. Selbst nach einer Operation benötigt ein Teil der Patienten weiterhin Medikamente, um die Symptome zu lindern. Diese treten meist in Schüben auf; nach beschwerdefreien Phasen kommt es also immer wieder zum erneuten Auftreten der typischen Symptome. Wird die Refluxkrankheit medikamentös behandelt, kehren die Beschwerden oft nach Absetzen der Medikamente wieder zurück.

Reflux: Wie kann ich vorbeugen?

Ein gezieltes Vorbeugen der Refluxkrankheit selbst ist nicht möglich. So gilt eine Hiatushernie, besser bekannt unter der Bezeichnung Zwerchfellbruch, als häufigste Ursache der Reflux-Krankheit. Beim Zwerchfellbruch wiederum handelt es sich in den meisten Fällen um eine angeborene Fehlbildung.

Wiederkehrenden der Beschwerden vorbeugen

Allerdings können Betroffene einiges tun, um dem Wiederkehren der typischen Symptome wie Sodbrennen und Aufstoßen vorzubeugen. Dazu gehört in erster Linie, alles zu vermeiden, das die Säureproduktion im Magen verstärkt oder den Speiseröhrenschließmuskel schwächt, der den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre verhindern soll. Auf sehr fette oder stark gewürzte oder saure Speisen und Getränke sollte deshalb verzichtet werden, ebenso auf Alkohol und Zigaretten.

Außerdem fördern Mahlzeiten kurz vor dem Schlafen gehen das Auftreten von Sodbrennen; zwischen einer Mahlzeit und der Nachtruhe sollten indealerweise mindestens drei Stunden liegen. Da Übergewicht Sodbrennen fördert, zählt auch ein Körpergewicht im Normbereich zum Vorbeugen gegen Symptome der Refluxkrankheit.

Sodbrennen

Sodbrennen ist das Hauptsymptom der Refluxkrankheit. Wie es dazu kommt, welche Risikofaktoren es für die Refluxkrankheit gibt und wie man gegen die Beschwerden vorgehen kann, wird im Video anschaulich beschrieben.

ZDF - RatgeberMedizin

Autor:
Letzte Aktualisierung:04. Juli 2014
Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen zur Gastroösophagealen Refluxkrankheit, Stand 11/2008; Refluxkrankheit, Gesundheitsinformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Refluxkrankheit, Stand 13.09.2012; Henry Marc Rübe, Nicht-Standardmedikation bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxerkrankung in der Routineversorgung, Dissertation Medizinischen Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin, 29.01.2010; Flexibles Magnetband lindert gastroösophagealen Reflux, Ärzteblatt online vom 13.02.2013

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