Krebs der Verdauungsorgane

Magenkrebs

Magenkarzinom

Obst und Gemüse gegen Krebs – was ist dran?_82153553.jpg
Viel frisches Obst und Gemüse ist die beste Vorbeugung vor Magenkrebs.
Getty Images/Goodshoot RF

Magenkrebs, auch Magenkarzinom genannt, entwickelt sich aus den Zellen der Magenschleimhaut, die den Magen von innen auskleiden.

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Bei Frauen ist Magenkrebs die neunthäufigste Krebserkrankung, bei Männern die siebthäufigste. 2010 erkrankten in Deutschland knapp 9.100 Männer und 6.700 Frauen an Magenkrebs. Damit macht die Krankheit hierzulande rund vier beziehungsweise fünf Prozent aller Krebserkrankungen und rund fünf Prozent aller krebsbedingten Todesfälle bei beiden Geschlechtern aus. Das mittlere Erkrankungsalter beträgt bei Frauen 75 Jahre, Männer erhalten die Diagnose Magenkrebs im Schnitt mit 71 Jahren.

Magenkrebs bleibt schwer behandelbar

Seit mehr als 30 Jahren sind die Erkrankungs- und Sterbezahlen rückläufig. Dennoch ist Magenkrebs im fortgeschrittenen Stadium nach wie vor schwierig zu behandeln und fordert viele Todesopfer.

Häufigster Typ des Magenkrebses ist das Adenokarzinom, das vom Drüsengewebe der Schleimhaut ausgeht. Deutlich seltener sind die vom lymphatischen Gewebe ausgehenden („Mukosa-assoziierten“) MALT-Lymphome, die zu den niedrig malignen Non-Hodgkin-Lymphomen gerechnet werden, sowie Weichteiltumoren, die gastrointestinale Stromatumoren (GIST) genannt werden.

Krankheitsstadien bei Magenkrebs

  • Frühes Magenkarzinom (early gastric cancer): Als frühes Magenkarzinom (early gastric cancer) werden Adenokarzinome des Magens bezeichnet, die auf die Schleimhaut (Mukosa) und die darunter liegende Schicht, die Submukosa, beschränkt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob Lymphknoten befallen sind oder nicht.

  • TNM-Klassifikation: Die Stadieneinteilung erfolgt mithilfe der sogenannten TNM-Klassifikation nach Größe und Ausbreitungsgrad des Tumors: T = Tumor, N = Befall von organnahen Lymphknoten (Nodi lymphatici), M = Metastasen (Tochtergeschwülste) in anderen Organen.

Klassifikation Merkmale
T1

Befall der Magenschleimhaut (Mukosa) und der darunter liegenden Submukosa

T2 Befall der unter der Schleimhaut liegenden Muskelschicht
T3

Befall der Tunica serosa, der äußersten Gewebsschicht

T4 Befall umliegender Strukturen
N1 1- 6 Lymphknoten befallen
N2 7-15 Lymphknoten befallen
N3 >15 Lymphknoten befallen
M1 Befall anderer Organe

 

Die häufigsten Krebsarten in Deutschland

Autor: Kathrin Sommer
Letzte Aktualisierung: 21. Oktober 2014
Durch: es
Quellen: Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Hrsg.): Krebs in Deutschland 2009/2010 9. Ausgabe Berlin, Dezember 2013 Allum, W.H. et al.: Guidelines for the management of oesophageal and gastric cancer. In: Gut 50(Suppl V), (2002), S.v1–v23 The GASTRIC (Global Advanced/Adjuvant Stomach Tumor Research International Collaboration) Group: Benefit of Adjuvant Chemotherapy for Resectable Gastric Cancer. A Meta-analysis. In: JAMA 303(17), (2010), S.1729-1737 Fukase, K. et al.: Effect of eradication of Helicobacter pylori on incidence of metachronous gastric carcinoma after endoscopic resection of early gastric cancer: an open-label, randomised controlled trial. In: The Lancet 372(9636), (2008), S.392-397 Lagergren, J. et al.: The risk of esophageal adenocarcinoma after antireflux surgery. In: Gastroenterology 138(4), (2010), S.1297-1301 Steevens, J. et al.: Alcohol consumption, cigarette smoking and risk of subtypes of oesophageal and gastric cancer: a prospective cohort study. In: Gut 59, (2010), S.39-48 Van Cutsem, E. et al.: Trastuzumab added to standard chemotherapy (CT) as first-line treatment in human epidermal growth factor receptor 2 (HER2)-positive advanced gastric cancer (GC): efficacy and safety results from the Phase III ToGA trial. In: European Journal of Cancer Supplements 7(3), (2009), S.7; ECCO/ESMO 2009, Abstract 7BA Key, T.J. et al.: Cancer incidence in British vegetarians. In: British Journal of Cancer 101, (2009), S.192-197 Caldas, C. et al.: Familial gastric cancer: overview and guidelines for management. In: Journal of Medical Genetics 36, (1999), S.873-880 Graziano, F. et al.: The role of the E-cadherin gene (CDH1) in diffuse gastric cancer susceptibility: from the laboratory to clinical practice. In: Annals of Oncology 14, (2003), S.1705-1713 Deutsche Krebsgesellschaft e.V., http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_magenkrebs_uebersicht,134799.html (Stand: 17.08.2010)

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