Nierenbeckenentzündung

(Pyelonephritis)

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Bei einer akuten Nierenbeckenentzündung muss der Patient viel trinken.
(c) Stockbyte

Die entzündliche Erkrankung von Nierenbeckensystem (Pyelon = Nierenbecken) und Nierengewebe (Nephritis = Nierenentzündung) wird als Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) bezeichnet.

Die Nierenbeckenentzündung oder Pyelonephritis - so lautet der medizinische Fachbegriff - ist eine in der Regel einseitig auftretende, eitrige Entzündung des Nierengewebes.

Eine alleinige Nierenbeckenentzündung gibt es nicht. Die wesentlichen krankhaften Veränderungen, die Entstehung der Symptome und mögliche Folgen und Komplikationen spielen sich immer im Nierengewebe ab.

Das Nierengewebe umgibt das Nierenbecken nach außen – hier produzieren die Nierenkörperchen den Urin und leiten ihn ins Nierenbecken. Das Nierenbecken im inneren Teil der Niere bildet den ersten Teil des harnableitenden Systems und leitet den Urin über den angeschlossenen Harnleiter in die Harnblase.

Nierengewebe in erster Linie betroffen

Es muss noch einmal unterstrichen werden, dass die akute Pyelonephritis in erster Linie eine eitrige Entzündung des Nierengewebes ist. Durch die enge Verbindung des Nierengewebes mit dem Nierenbecken kommt es jedoch regelmäßig zur Mitbeteiligung des Nierenbeckens. Der im Volksmund übliche Begriff der Nierenbeckenentzündung entspricht zwar vom Krankheitsbild der Pyelonephritis, berücksichtigt aber nicht, dass es sich immer um eine Entzündung von Nierenbecken und Nierengewebe handelt.

Als plötzlich auftretende (akute) Entzündung des Nierengewebes geht die Pyelonephritis mit Fieber und Symptomen von Abgeschlagenheit und Flankenschmerzen einher.

Die länger andauernde (chronische) Entzündung ist symptomarm bis symptomlos und birgt deshalb die Gefahr, nicht richtig erkannt und behandelt zu werden.

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 27. September 2011

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