Risiken ärztlich abklären

Fasten - Pro und Contra Nahrungsverzicht

fettarm_fasten_Hamburger_Diät
Fasten hat viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Manche Menschen dürfen nicht völlig auf Nahrung verzichten.
Getty Images/iStockphoto

Fastenstart ist traditionell am Aschermittwoch, viele Menschen legen aber auch zwischendurch immer mal wieder Nulldiät-Phasen ein. Der völlige Nahrungsverzicht kann gesundheitsfördernde, aber auch negative Auswirkungen haben.

Grundsätzlich sollten Fastenkuren nur nach Absprache mit dem Arzt und im Rahmen medizinischer Betreuung innerhalb einer Fastenklinik erfolgen. Auch beim Fasten als Frühjahrskur für Gesunde, welches in der Regel fünf Tage dauert, sollten Unerfahrene vorher ihren Arzt informieren.

Vorteile hat das Fasten, wenn...

  • die Ernährung anschließend vollwertig umgestellt werden soll.
  • man sich von Abhängigkeiten zum Beispiel von Alkohol oder Zigaretten befreien möchte.
  • man seinen Organismus durch das Fasten entlasten möchte durch den Abbau von Fettdepots.
  • man bestimmten Erkrankungen wie beispielsweise Rheuma, Asthma, Haut- und Darmerkrankungen entgegenwirken möchte.
  • man insgesamt zu einer gesundheitsbewussteren Lebensweise und mehr Körpergefühl gelangen möchte, ist das Fasten ein guter Einstieg.

Die Risiken des Fastens:

  • Gichtanfall durch erhöhte Harnsäurewerte.
  • Nierensteine bis hin zu Nierenversagen.
  • Herzrhythmusstörungen beim Fasten bis hin zu Herzinfarkt durch hohe Proteinverluste (Herzmuskelabbau).
  • Durch die Schwächung des Immunsystems, einer vermehrten Ketogenese (Ketoazidose) sowie durch den Fettabbau und frei werdende Schadstoffe können weitere Erkrankungen ausgelöst werden. Fasten kann zum Beispiel entzündliche Prozesse durch Viren, Allergien, Karzinombildung und Diabetes mellitus fördern.
  • Es kann zu Vergiftungserscheinungen kommen, die bei einer Schwangerschaft auch den Fötus gefährden. Schwangere sollten daher gar nicht fasten.
  • Auch Depressionsschübe und starke Schwankungen des allgemeinen Befindens sind bekannte Nebenerscheinungen des Fastens.
Statt Fasten: Zwölf Wege, nachhaltig abzunehmen
1 von 12
  • bg_nachschlag.JPG
    Nachschlag freundlich ablehnen

    Wer satt ist, sollte mit dem Essen aufhören - egal, wie nett die Runde ist. Übereifrige Gastgeber freundlich in ihre Schranken weisen: „Bitte nicht so viel, sonst schaffe ich das Dessert nicht.“

    Thinkstock

  • bg_brunch.JPG
    Mahlzeiten zusammenlegen

    Nach üppigen Festen hilft es, Mahlzeiten zusammenzufassen, etwa in einem ausgiebigen Brunch. So lässt einen das Kuchenbuffet am Nachmittag kalt und man braucht nur ein leichtes Abendessen.

    Thinkstock

  • bg_süßes.JPG
    Süßigkeiten verschenken

    Pro Tag sind rund 200 Kilokalorien aus Süßigkeiten erlaubt. Wer seiner Figur Gutes tun möchte, verschenkt Leckereien am besten weiter. An Süßkram satt essen sollte man sich nie.

    Thinkstock

  • bg_fisch.JPG
    Eiweißreich essen

    Eiweißhaltiges macht lange satt. Auf den Tisch kommt am besten Fisch. Und wenn es doch Fleisch sein soll: Lieber fettarmes Huhn oder Roastbeef als Ente und Schwein.

    Thinkstock

  • bg_obst-gemüse.JPG
    Gemüse und Obst

    Gemüse versorgt den Körper mit wichtigen Ballaststoffen, auch Obst sättigt mit wenigen Kalorien. Zu jeder Mahlzeit sollte daher viel Grün auf dem Teller liegen.

    Thinkstock

  • bg_säfte.JPG
    Heimliche Kalorien meiden

    Leere Energie verbirgt sich dagegen in flüssigen Dickmachern wie Alkohol, aber auch in Fruchtsäften. Setzen Sie stattdessen auf Schorlen.

    Thinkstock

  • bg_motivation1.JPG
    Klare Ziele motivieren

    Ohne Ziele keine Motivation, das ist sicher. Klären Sie zwei Punkte: Was will ich erreichen und bis wann? Zwölf Wochen sind ein guter Zeitraum, um schon etwas zu bewirken.

    Thinkstock

  • bg_ehrgeiz.JPG
    Kein falscher Ehrgeiz

    So wichtig Ziele sind, so wichtig ist es auch, sie nicht zu hoch zu stecken. So schafft man sich zu Beginn Erfolgserlebnisse und hält die Motivation hoch.

    Thinkstock

  • bg_muskeln.JPG
    Moderater Muskelaufbau

    Wer den Stoffwechsel auf Trab bringt, sorgt dafür, dass der Körper in Ruhe mehr Energie verbrennt. Auch moderater Muskelaufbau hilft: Ein Kilo Muskelmasse verbrennt pro Tag rund 75 kcal, die gleiche Menge Fettgewebe nur etwa vier.

    Thinkstock

  • bg_crash-diät.JPG
    Diäten

    Eine Crash-Diät ist kurzfristig vielleicht eine Möglichkeit, wieder ins Cocktailkleid zu passen. Langfristig aber schaden sie dem Körper, der Jojo-Effekt droht. Sie entgehen ihm durch behutsame Ernährungsumstellung.

    Thinkstock

  • bg_umzug.JPG
    Bewegung im Alltag

    Ob Holzhacken oder beim Umzug helfen: Sportmuffel tun ihrem Körper mit mehr Bewegung im Alltag Gutes. Auch mit einem Hund muss man einfach raus – und merkt vielleicht, wie viel Spaß Bewegung macht.

    Thinkstock

  • bg_ausdauer.JPG
    Regelmäßiger Ausdauersport

    Zur Arbeit radeln oder zwei Mal pro Woche walken: Auch ein bisschen Sport tut gut.

    Thinkstock

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 05. März 2014

comments powered by Disqus
Beitrag zum Thema aus der Community
Kalorienrechner

Wie viele Kalorien brauchen Sie am Tag? Die Antwort liefert der kostenlose Rechner.

mehr...
Rubrikenteaser Diät Expertenrat

Sie haben Fragen zu Diät und Abnehmen? Fragen Sie die Ernährungsexperten.

Zum Expertenrat
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Neueste Fragen aus der Community

Zum Seitenanfang