Hausmittel & Öle

Allroundmittel Minzöl: Eine Übersicht

Minze ist ein wahres Allroundmittel. Als Minzöl hilft sie äußerlich angewendet bei Kopfschmerzen, Erkältungen und Muskelbeschwerden. Mit Wasser eingenommen bekommt Minzöl so manches Magenproblem in den Griff. In der Apotheke findet man eine reichhaltige Auswahl: Japanöl, Tigerbalsam und verschiedene andere Öle. Aber welches Öl ist wann das Richtige?

Allroundmittel Minzöl - Eine Übersicht
Minzöl hilft bei Kopfschmerzen, Erkältung und Muskelbeschwerden.
(c) Getty Images/iStockphoto

Die Auswahl

Japanöl zum Beispiel besteht aus Minzöl und Äthanol, einer Alkoholform. Die Zusammensetzung ist ähnlich wie in Minzölen anderer Hersteller, lediglich die Anteile der Inhaltsstoffe unterscheiden sich. Tigerbalsam ist kein reines Minzöl, er enthält zusätzliche Inhaltsstoffe wie Kampfer und Nelkenöl, die bei Erkältungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden ebenfalls lindernd wirken. In welcher Form die Minze verabreicht werden sollte, richtet sich nach der Art der Beschwerden:

  • Magen und Darm: Bei Verdauungsbeschwerden kann man Minzöl anwenden: Dreimal täglich gibt man ein bis zwei Tropfen in ein Glas lauwarmes Wasser und trinkt es langsam in kleinen Schlucken.
  • Muskelschmerzen: Hier hat der Tigerbalsam einige Zusatzstoffe zu bieten, die dem reinen Minzöl bei Muskelschmerzen den Rang ablaufen. Es gibt weißen und roten Tigerbalsam, beide Salben enthalten zwar dieselben Wirkstoffe, ihre Konzentration ist allerdings verschieden. Für die Muskelbeschwerden benutzt man am besten die rote Variante: Das enthaltene Cajeputöl fördert die Durchblutung, das Pfefferminzöl wirkt kühlend und schmerzlindernd, Kampfer fördert ebenfalls die Durchblutung und lindert Muskelbeschwerden. Nelkenöl und Menthol wirken schmerzlindernd und kühlend.
  • Kopfschmerzen: Vor allem gegen den so genannten Spannungskopfschmerz hilft Minzöl. Spannungskopfschmerz ist meist mit Stress und Verspannungen der Nackenmuskulatur verbunden, viele Menschen leiden gelegentlich darunter. Hartmut Göbel, Professor an der Schmerzklinik Kiel konnte nachweisen, dass ätherisches Pfefferminzöl äußerlich angewendet auf Stirn und Schläfen, die Schmerzen genauso wirksam lindert wie Aspirin oder Paracetamol. Eine gesunde Alternative zu Kopfschmerztabletten also, die auch Kindern hilft. Vorsicht: Säuglinge und Kleinkinder reagieren bereits auf das Einatmen von Minzedämpfen mit asthmaähnlichen Beschwerden. Daher sollte man Minzöl nur bei Kindern ab sechs Jahren anwenden.
  • Erkältung: Bei einer Erkältung kann man Brust und Rücken mit Minzöl einreiben. Hierzu eignet sich auch der weiße Tigerbalsam recht gut. Einige Tropfen Minzöl unter der Nase verteilt und das Durchatmen fällt wieder leicht. Doch Vorsicht: Eine wunde Nase kann empfindlich auf den Kontakt mit der scharfen Minze reagieren. Bei Atemwegserkrankungen hilft auch Inhalieren, wofür man drei bis vier Tropfen in heißes Wasser gibt.

Besser nicht!

Minzöl und Tigerbalsam sollten möglichst nicht auf Schleimhäute oder in die Augen gelangen. Deshalb besser nach der Anwendung die Hände gründlich waschen. Es gibt inzwischen Minzöl-Produkte in der Apotheke, bei denen ein kleiner Roller die Handhabung erleichtert: Das Öl gelangt nicht auf die Hände, sondern man kann es direkt auf Stirn und Schläfen auftragen. Nebenwirkungen hat das Minzöl keine, lediglich wer auf Pfefferminz oder ätherische Öle allergisch reagiert, sollte besser die Finger davon lassen.

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Letzte Aktualisierung: 27. März 2006

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