Brühe, Baden, Blütentee

Hausmittel gegen Erkältung: Schnupfen, Husten und Halsschmerzen lindern

Ist man einmal erkältet, kann sich der Körper nur selbst heilen. Lediglich die unangenehmen Symptome lassen sich lindern. Hier haben sich viele Hausmittel bewährt, indem sie die Beschwerden einer Erkältung erträglicher machen und den Organismus im Kampf gegen die Erreger des grippalen Infekts unterstützen.

Hausmittel gegen erkältung
Wer mit einer Erkältung zum Arzt geht, bekommt oft ein Antibiotikum verschrieben, das gegen Viren gar nicht wirken kann. Die Symptome können Hausmittel oder Medikamente lindern, die die Wirkstoffe aus Hausmitteln in optimaler Kombination enthalten.
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Gegen Erkältung gibt es weder Heilmittel noch Impfung. Diese sind auch gar nicht nötig, denn der Körper kommt in der Regel gut allein zurecht. Dass er die Erkältungsviren aktiv bekämpft, zeigt sich an den typischen Symptomen eines grippalen Infekts: Bei erhöhter Körpertemperatur wird es für Krankheitserreger ungemütlich; Schnupfen und Husten befördern Keime aus dem Körper. Daher sollte man nicht gleich versuchen, Erkältungsbeschwerden auszuschalten. Hausmittel können aber helfen, sie erträglicher zu machen und unterstützen die Abwehrkräfte außerdem dabei, die Krankheit schneller zu überwinden.

Zur Infografik springen: Hausmittel gegen Erkältung auf einen Blick

 

Wichtigstes Hausmittel gegen Erkältung: Ruhe und Schlaf

Oberstes Gebot bei einer starken Erkältung: viel Schlaf! Das Bedürfnis nach Ruhe drückt unser Körper durch typische Symptome wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit aus. Körperliche Anstrengung, aber auch Stresssituationen generell sollten jetzt vermieden werden. Ist die Erkältung richtig ausgebrochen, sollten Sie sich bei der Arbeit krankmelden und zu Hause bleiben. So kann der Organismus seine Energie auf die Bekämpfung der Krankheitserreger fokussieren.

Die besten Hausmittel gegen Erkältung

Wer sich jetzt schont, hat das Schlimmste nach drei bis fünf Tagen überstanden. Anderenfalls riskiert man eine deutlich längere Genesungszeit und sogar gefährliche Folgeerkrankungen wie Herzmuskel- oder Lungenentzündung.

Trinken, Trinken, Trinken!

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ein simples, aber effektives Hausmittel zur Behandlung einer Erkältung. Erstens schwitzt man während eines grippalen Infekts oft mehr, zum Beispiel durch erhöhte Körpertemperatur. Zweitens müssen die Schleimhäute, die eine wichtige Abwehrfunktion erfüllen, feucht gehalten werden – das funktioniert nur, wenn man genug trinkt. Wasser ist dafür immer geeignet.

Zusätzliche positive Wirkungen haben Heißgetränke: Die Wärme regt die Durchblutung an, eine erhöhte Temperatur unterstützt den Körper im Kampf gegen die Erkältungsviren. Beliebte Hausmittel sind heiße Zitrone mit Ingwer und Tees aus Lindenblüte, Salbei, Thymian, Kamille, Spitzwegerich oder weißem Holunder. Da Kamille etwas austrocknend wirkt, sollte man bei trockenem Husten besser auf andere Inhaltsstoffe ausweichen.

Verschiedene Rezepte für Erkältungstees haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengestellt.

Auch Hühnerbrühe ist jetzt zu empfehlen: Sie spendet Wärme, enthält viele Mineralien (zum Beispiel Zink) und versorgt den Körper mit reichlich Flüssigkeit.

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Frische Luft: Gratis-Hausmittel aus der Natur

Regelmäßiges Stoßlüften reduziert die Virendichte und damit die Ansteckungsgefahr für unsere Mitmenschen und beugt einem trockenen Raumklima – dem Feind unserer feuchtigkeitsliebenden Schleimhäute – vor. Die Luftfeuchtigkeit eines Zimmers lässt sich darüber hinaus auf einfache Weise erhöhen, indem dort nasse Wäsche aufgehängt wird. Das ist zugleich ein bewährtes Hausmittel gegen trockenen Husten.

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Sind die Erkältungssymptome nicht mehr ganz so heftig, versorgt man sich zusätzlich durch kleine Spaziergänge mit Frischluft. Moderate Bewegung wirkt sich zudem positiv auf den Kreislauf aus.

Inhalieren, Wickel, Vitamine: Weitere wirksame Hausmittel gegen Erkältung im Überblick

Der Heilungsverlauf einer Erkältung lässt sich mit vielen weiteren Hausmitteln unterstützen:

  • Inhalieren für feuchte Schleimhäute, gegen verstopfte Nase und Husten: Dazu gibt man ätherische Öle oder alternativ ein bis zwei Messerspitzen Tigerbalsam in heißes Wasser und atmet die Dämpfe ein. Wirkungsvoll ist auch die Inhalation von Salzwasserdämpfen. Rezepte und Tipps rund ums Inhalieren finden Sie hier. Doch Vorsicht: Die Zusätze nicht überdosieren! Sonst werden die ohnehin gereizten Atemwege zusätzlich belastet, Husten eher gefördert statt gelindert.

  • Wickel sind Tausendsassa unter den Hausmitteln: Sie können kalt oder warm, gegen Fieber, Hals-, Ohren- und Gliederschmerzen angewendet werden.

  • Ein Erkältungsbad ist vor allem bei ersten Anzeichen einer Erkältung sinnvoll: Womöglich lässt sich ein Ausbruch der Krankheit damit verhindern. Zusätze lassen sich sogar ganz einfach selbst machen. Ist der grippale Infekt erst im Gang, verzichtet man besser aufs Erkältungsbad: Die starke Hitze macht dem geschwächten Körper zusätzlich zu schaffen.

  • Auch ein Fußbad kann sich anbahnende Erkältungen verhindern. Anleitungen für ein warmes Senfmehlfußbad oder auch ein ansteigendes Fußbad gegen grippale Infekte finden Sie hier. Danach sollte man sich möglichst für 30 Minuten hinlegen und Körper und Füße warm halten.

  • Tigerbalsam und Minzöl haben eine besondere Stärke: Der enthaltene Wirkstoff Menthol lindert Kopfschmerzen, die bei grippalem Infekt häufig auftreten.

  • Nasenspülung: Schnupfen ist ein sinnvolles Erkältungssymptom. Mit dem abfließenden Schleim werden kranke Zellen aus dem Körper befördert. Diesen Prozess kann man durch Nasenspülungen oder einem salzhaltigen Nasenspray unterstützen. Bekämpfen sollte man eine laufende Nase dagegen nicht. Ist sie komplett verstopft, kann man versuchen, die Nebenhöhlen mit Inhalieren freizubekommen.
    Bei hartnäckigem Schnupfen und vor allem verstopfter Nase ist an eine erholsame Nachtruhe kaum zu denken. Medikamente wie abschwellende Nasensprays sind zu empfehlen, wenn man nachts schlecht Luft bekommt und der Schlaf leidet. Sie sollten aber nicht länger als eine Woche angewendet werden. Es kann auch schon helfen, den Kopf nachts möglichst hoch zu lagern.

  • Gesund essen: Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit allen Nährstoffen, die er jetzt besonders dringend braucht.

  • Ob als Säckchen gegen Ohrenschmerzen oder Wickel gegen Halsweh – die Zwiebel gilt als Allround-Talent unter den Hausmitteln gegen Erkältung. Gegen Husten wird gerne ihr Saft verwendet: dazu eine Zwiebel auspressen und mit etwas Honig vermengt in kleinen Schlucken trinken.

  • Ölziehen: Bei der Ölkur werden Keime gebunden und aus dem Körper befördert. Bakterien werden so daran gehindert, sich in den Atemwegen anzusiedeln – die Wahrscheinlichkeit für eine zusätzliche bakterielle Infektion (Superinfektion) sinkt. So gehts: Morgens vor dem Zähneputzen einen Esslöffel Öl mit mildem, angenehmem Eigengeschmack (zum Beispiel Sonnenblumen-, Raps- oder Kokosöl) in den Mund nehmen, dort hin- und herbewegen und durch die Zahnzwischenräume ziehen. Das Öl darf dabei nicht geschluckt werden! Führen Sie die Prozedur 15 bis 20 Minuten lang durch. Danach wird das Öl, das nun eine weißliche Farbe angenommen hat, ausgespuckt – bitte nicht ins Waschbecken, sondern am besten auf ein Küchentuch, das im Restmüll entsorgt wird.

  • Auf Alkohol und Nikotin sollten Sie jetzt verzichten. Genussgifte belasten das geschwächte Immunsystem zusätzlich und verlängern mitunter die Dauer der Erkältung.

Leider kursieren auch angebliche Hausmittel gegen Erkältung, von denen abzuraten ist: Saunabesuche sind zwar zur Vorbeugung von Infekten sinnvoll, strapazieren den Organismus während eines grippalen Infekts aber unnötig. Auch warmes Bier ist aufgrund des Alkoholgehalts nicht zu empfehlen. Weitere berühmte Irrtümer rund um Erkältungen und ihre Behandlung können Sie hier nachlesen.

Hausmittel haben ihre Grenzen

Erkältungen verlaufen meist mild und lassen sich mithilfe von Hausmitteln oder rezeptfreien Arzneien aus der Apotheke problemlos auskurieren. Wenn jedoch hohes Fieber auftritt und die Symptome sich zusehends verschlechtern, statt nach dem dritten bis fünften Tag besser zu werden, ist ein Gang zum Arzt angesagt: Es kann sich dabei unter anderem um eine Superinfektion handeln, die mit einem Antibiotikum behandelt werden muss.

Infografik: Wichtige Hausmittel gegen Erkältung auf einen Blick

Infografik: Hausmittel gegen Erkältung

 

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