Grundlagenwissen

Die oberen Luftwege im Überblick

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Luftwege im Überblick
(c) Photodisc

Die Atemwege unterteilen sich in die die oberen Luftwege (Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen) und die unteren Luftwege (Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lungen). Die Erkältung ist eine Infektion der oberen Luftwege, die sich durch Schnupfen Husten und Halsschmerzen bemerkbar macht.

Zu den sichtbaren äußeren Teilen der oberen Luftwege der Nase gehören neben den Nasenflügeln, die Nasenlöcher, der Nasenrücken und die Nasenwurzel. Dem äußeren Anschein entgegen, ist der innere Bereich der Nase deutlich größer. Die große Nasenhöhle wird durch die Nasenscheidewand in eine linke und rechte Hälfte getrennt. Jede dieser Hälften besteht aus einem Nasenvorhof und einer Nasenhaupthöhle. Drei dünne Knochenplatten, die Nasenmuscheln, ragen in die Nasenhöhle.

Hinter den Nasenmuscheln liegen die Einmündungen der Nasengänge, die eine Verbindung zu den Nasennebenhöhlen schaffen. In den unteren Nasengang mündet der Tränennasengang, über den die Tränenflüssigkeit aus dem inneren Auge in die Nasenhöhle abfließt – das ist auch der Grund, weshalb man beim Weinen oft sehr bald die Nase putzen muss. Der hintere Ausgang der Nase ist der Rachenraum. Beim Einatmen strömt die Luft über die Nasenlöcher und den Nasenvorhof in die Nasenhaupthöhle und gelangt über die hinteren Nasenöffnungen in den Rachenraum und von dort aus von den oberen Luftwegen in die unteren Atemwege.

Die Natur hat die Nasennebenhöhlen entwickelt, um bei annähernd gleicher Stabilität das Gewicht des knöchernen Schädels zu reduzieren. Außerdem gehören diese Aushöhlungen zum System der Stimmresonanzräume, die den Klang der Stimme formen. Die paarig angeordneten Nasennebenhöhlen bestehen aus den Stirn-, Kiefer- und Keilbeinhöhlen sowie den vorderen, mittleren und hinteren Siebbeinzellen.

Anatomisch bedingt, vererbt oder durch einen Unfall erworben, können die Nasenmuscheln zu eng sein. Mögliche Folgen sind: schlechter Geruchssinn, Schnarchen, Abgeschlagenheit und hoher Blutdruck. Einigen Betroffenen wird in diesem Fall ein operativer Eingriff empfohlen, um den engen Nasenraum zu erweitern.

Funktion der Nase

Ebenfalls zu den oberen Luftwegen gehört die Nase. Sie hat im Wesentlichen drei Funktionen: Erwärmung und Vorreinigung der Atemluft, Beherbergung des Riechorgans und Resonanzraum der Stimme. Die Erwärmung der Atemluft erfolgt durch ein Geflecht von kleinen Blutgefäßen in der Nasenschleimhaut. Auf diese Weise kann die Atemluft noch in der Nase auf eine Temperatur von etwa 34 Grad Celsius erwärmt werden. Der obere Teil des Nasengangs und die gesamte Nasenhöhle sind mit Schleimhaut überzogen und mit kleinen Flimmerhärchen besetzt.

Die Schleimhäute produzieren Flüssigkeit. Damit kann die eingeatmete Luft in einem ersten Schritt gereinigt und befeuchtet werden. Die Härchen bilden eine Sperre gegen Staub- und Schmutzpartikel. Durch ihre Bewegung transportieren sie Schmutz und Schleim in den Rachenraum. Schadstoffe und Krankheitserreger gelangen nicht in die unteren Atemwege, sondern werden verschluckt. In der Kuppel der Nasenhöhle befindet sich die Riechschleimhaut mit den Riechzellen. Die Riechzellen sind Teil des Riechnervs, der mit vielen kleinen Fasern in die vordere Schädelgrube aufsteigt und Gerüche an das Riechhirn meldet. Die Verbindung zwischen Geruchssinn und zentralem Nervensystem könnte auch die Wirksamkeit von Pflanzenextrakten aus ätherischen Ölen erklären.

Schnupfen

Erkältungsinfekte können die Funktionsfähigkeit der oberen Luftwege erheblich beeinträchtigen. Normalerweise reguliert das System der Nasenmuscheln die Nasenatmung, befeuchtet, erwärmt und reinigt die eingeatmete Luft. Durch die Entzündung schwellen die Schleimhäute in diesem Bereich nun jedoch an: Die Nase verstopft und beginnt zu tropfen. Schwillt die Nase zu, stört dies auch den Geruchssinn. Umgekehrt ist über diesen Sinn wiederum eine Unterstützung der Heilung von Erkältungserscheinungen möglich, zum Beispiel über die Inhalation von ätherischen Ölen.

Tipps für eine starke Abwehr
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    Schwitzen für die Gesundheit

    Für alle, die etwas für´s Immunsystem tun wollen, sollte der regelmäßige Saunagang zur Gewohnheit werden. Denn hier wird die Durchblutung angeregt und gleichzeitig der Wechsel zwischen unterschiedlichen Temperaturen trainiert. Wenn wir also mal wieder vom überheizten Wohnzimmer raus in den kalten Novembernebel gehen, bleibt die böse Überraschung in Form einer Erkältung eher aus.

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    Aktiv werden

    Wer regelmäßig Sport treibt, der bringt sein Immunsystem auf Trab. Am besten 3 Mal wöchentlich für 30 Minuten Sport treiben. Suchen Sie sich idealer Weise ein Hobby, das Ihnen so richtig Spaß macht. So bleiben Sie auf jeden Fall dabei. Tanzen, Tennis, Schwimmen – erlaubt ist, was gefällt! Hauptsache, die Ausdauer kommt nicht zu kurz.

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    Statt Fast-Food & Co.: Her mit den Vitaminen!

    Wer sich fettreich und zuckerhaltig ernährt, der muss sich über eine schwache Abwehr nicht wundern. Denn die braucht Unterstützung in Form von Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem Vitamin C, aber auch Zink (z.B. in Kartoffeln oder Innereien, Fleisch) greifen dem Immunsystem unter die Arme.

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    Schlaf – wichtig für ein intaktes Immunsystem

    Wenn wir schlafen, tankt unser Immunsystem neue Energie. Es regeneriert sich und bereitet sich auf neue Abwehr-Aufgaben am nächsten Tag vor. Deswegen gilt: Vermeiden Sie Schlafmangel und versuchen Sie, 6-8 Stunden täglich zu schlafen. Am Wochenende also ruhig mal länger in den Federn bleiben und den Wecker, Wecker sein lassen.

Mund und Nase

Üblicherweise atmet der Mensch entweder durch die Nase oder durch den Mund. Kommt man aus der Puste, wäre es natürlich praktisch wenn man durch Mund und Nase gleichzeitig Luft holen könnte. Und das geht auch. Zumindest bei manchen.

Autor: Verena Horsthemke
Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2012
Quellen: Menche N (2007): Biologie, Anatomie, Physiologie. 6. Auflage. Urban & Fischer Verlag, München.

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