Schmerzende Gelenke

Arthrose - der schmerzhafte Gelenkabbau

Gelenkverschleiß und Gelenkschmerzen

Arthrose
Schwimmen belastet die Gelenke kaum und ist daher eine ideale Sportart für Menschen mit Arthrose.
(c) Steve Mason

Unter dem Begriff Arthrose versteht man verschiedene Erkrankungen, bei denen Gelenke aufgrund von Abbauprozessen des Knorpels und des Knochens übermäßig abgenutzt werden und verschleißen. Besonders häufig betroffen sind Hüft- oder Kniegelenk.

Arthrose macht die Gelenke steif und verursacht starke Schmerzen. Sie zählt zu den rheumatischen Erkrankungen. Insgesamt werden mehr als hundert verschiedene Erkrankungen, die zu übermäßigen Abbauprozessen im Gelenk führen, unter dem Sammelbegriff Arthrose zusammengefasst. Im Anfangsstadium ist der Gelenkknorpel betroffen. Im Verlauf der Erkrankung werden auch Knochen und Gelenkflächen in Mitleidenschaft gezogen. Arthrose - der schmerzhafte Gelenkabbau

Knorpel wirkt wie ein Stoßdämpfer

Die Gelenke sind die Verbindungsstelle zwischen zwei benachbarten Knochen. Damit diese nicht aufeinander reiben, sind sie von einer Knorpelschicht umgeben. Diese Schicht wirkt zwischen den Knochen wie ein Stoßdämpfer. Nimmt die Knorpelmasse ab, dann geht auch ihre Gleit- und Pufferfunktion zunehmend verloren.

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung

Arthrose ist eine typische Alterserscheinung und die häufigste Gelenkerkrankung. Frauen leiden häufiger daran als Männer. Man unterscheidet zwischen einer anlagebedingten (primären) und einer erworbenen (sekundären) Arthrose. Die primäre Arthrose kommt weitaus häufiger vor. Bei fast jedem Menschen über 70 Jahre ist sie insbesondere im Hüft- und Kniegelenk feststellbar – aber nicht jeder bemerkt sie. Eine Arthrose muss nicht immer Schmerzen oder eine spürbare Bewegungseinschränkung für den Betroffenen bedeuten. Meistens verursacht sie jedoch diese Beschwerden.

Nicht alle Gelenke sind in gleicher Weise gefährdet. Besonders häufig betroffen sind Hände, Knie (Gonarthrose) und Hüftgelenke.

So schützen Sie Ihre Knie
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    Joggen

    Beim Laufen belasten Sie Ihre Kniegelenke bei jedem Schritt mit dem sieben- bis sogar neunfachen Körpergewicht. Deshalb sind hochwertige Laufschuhe obligatorisch, deren Polsterung harte Stöße dämpft. Besser als Teerstraßen eignet sich für Jogger weiches, nachgiebiges Gelände wie moosige Waldwege sowie Wiesen oder Sandwege.

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    Bergabgehen

    Viele Bergliebhaber fahren aus Bequemlichkeit mit der Seilbahn hinauf und gehen zu Fuß nur hangabwärts. Genau das belastet allerdings die Kniegelenke mit etwa dem Sechsfachen des Körpergewichts. Das Hinaufsteigen ist zwar anstrengender, mutet den Knien aber nur das Vierfache des eigenen Gewichts zu.

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    Treppensteigen

    Denken Sie beim Treppengehen einmal an Ihre Knie: Jeder einzelne Schritt drückt mit dem Vier- bis Fünffachen unseres Körpergewichts auf die Gelenke. Um die Belastung zu verringern, sollte sich Ihr Gewicht in einem gesunden Bereich bewegen. Das gilt umso mehr, wenn Ihre Kniegelenke bereits geschädigt sind.

    (c) Digital Vision.

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    In die Hocke gehen

    Wenn Sie auf dem Boden hocken, drückt die Kniescheibe (Patella) mit gut dem vierfachen Körpergewicht auf das Gelenk. Um einer Überlastung aus dem Weg zu gehen, beugen sie die Knie möglichst nicht stärker als 90 Grad. Wenn Sie häufiger in dieser Position arbeiten, zumal auf hartem Untergrund, gönnen Sie sich am besten Knieschoner sowie ein weiches Polster oder einen Hocker.

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    Walking

    Regelmäßige Bewegung bessert die Gelenkfunktion, stärkt den Knorpel und lindert so Arthroseschmerzen. Allerdings sollten Sie bei der sportlichen Aktivität darauf achten, dass die Knie nicht zu viel Gewicht aushalten müssen. Deshalb eignet sich Walking besser als Joggen.

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    Muskeln kräftigen

    Kräftige Oberschenkelmuskel reduzieren den Druck auf die Kniegelenke um rund ein Drittel, noch dazu geben die Muskeln den Gelenken Halt. Führen Sie regelmäßig Übungen aus, die diese Muskelgruppe trainieren.

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    Aufwärmen

    Bewegung tut gut. Vor dem Sport sollten Sie Ihre Muskulatur aber aufwärmen, lockern und dehnen, um Verletzungen vorzubeugen und den Knorpel im Knie elastischer zu machen.

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Autor: Dipl. Biol. Tanja Rojewski / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 05. November 2013
Durch: Monika Preuk
Quellen: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und des Berufsverbandes der Ärzte für Orthopädie: Gonarthrose. AWMF-Leitlinien-Register Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und des Berufsverbandes der Ärzte für Orthopädie: Koxarthrose. AWMF-Leitlinien-Register; J. Fischer, Das Arthrose-Stopp-Programm, Trias Verlg 2012

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