Geschädigtes Daumensattelgelenk

Rhizarthrose: Schmerzen im Daumengelenk

Bei der Rhizarthorse handelt es sich um einen Gelenkverschleiß (Arthrose) des Daumensattelgelenks. Was typische Symptome sind, wer betroffen ist und welche Therapie gegen die Schmerzen hilft.

Frau knetet Hände
Erster Hinweis auf eine Rhizarthrose oder Daumensattelgelenksarthrose sind Schmerzen im Daumen.
© iStock.com/DKart

Der Gelenkverschleiß betrifft bei der Rhizarthrose das Daumensattelgelenk, das die Verbindung zur Handwurzel an der Daumenbasis herstellt. Es besteht aus dem ersten Mittelhandknochen und dem großen Vieleckbein (Os trapezium). Letzteres sieht optisch wie ein Sattel aus und verleiht dem Gelenk seinen Namen. Das Daumensattelgelenk sorgt dafür, dass der Daumen in alle Richtungen im Raum beweglich ist: Menschen können ihn beugen, strecken, abspreizen, drehen und ihn zum Greifen von Dingen anderen Fingern gegenüberstellen.

Schmerzen lindern bei Arthrose

Rhizarthrose ist Frauensache

Mediziner bezeichnen die Arthrose des Daumensattelgelenks auch als Rhizarthrose. Weitere Namen sind

  • Sattelgelenksarthrose,
  • Daumenbasisarthrose,
  • Daumenarthrose oder
  • Carpometacarpalarthrose.

Dabei handelt es sich um eine der häufigsten Verschleißerscheinungen der Hand. Frauen betrifft die Rhizarthrose etwa zehnmal öfter als Männer. Mediziner diskutieren deshalb neben der Überlastung des Gelenks auch hormonelle Einflüsse, etwa von Östrogen, als Ursache. Bei Frauen sinkt die Produktion dieser Geschlechtshormone in den Wechseljahren. Insgesamt sind von der Arthrose der Fingergelenke in rund 90 Prozent der Fälle Frauen betroffen. Meist entwickeln sich die Abbauprozesse in mittlerem und höherem Lebensalter, die meisten Betroffenen sind älter als 50 Jahre.

Der schützende Gelenkknorpel, der die freien Knochenenden umhüllt, nutzt sich bei Arthrose immer mehr ab. Normalerweise sorgt er dafür, dass reibungs- und schmerzarme Bewegungen möglich sind. Ist der Knorpel aber zu dünn geworden, reibt Knochen auf Knochen, was Schmerzen verursacht. Im Grunde ist der Gelenkverschleiß ein normaler Alterungsprozess, den aber verschiedene Faktoren beschleunigen. Die Abbauprozesse am Gelenkknorpel betreffen oft beide Daumensattelgelenke. Im Vergleich zu den großen Hüft- und Kniegelenken, die zeitlebens großen Belastungen standhalten müssen, ist die Arthrose der Hand- und Fingergelenke aber viel seltener.

Symptome: Rhizarthrose verursacht Schmerzen beim Greifen

Typische Rhizarthrose-Symptome sind belastungsabhängige Schmerzen, meist im Bereich des Daumenballens, und Morgensteifigkeit. Je nach Ausprägung der Sattelgelenksarthrose treten sie bei bestimmten Tätigkeiten auf. So tut es Betroffenen weh, wenn sie Gegenstände greifen und zupacken, zum Beispiel eine gefüllte Wasserflasche anheben. Viele lassen wegen der einschießenden Schmerzen den jeweiligen Gegenstand plötzlich fallen. So leidet zunehmend die motorische Geschicklichkeit und Sensibilität der Hände.

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    Verschleißerscheinungen an den Gelenken, die mit Schmerzen einhergehen, bezeichnet man als Arthrose. Besteht bei Ihnen die Gefahr? Testen Sie sich!

Auch Drehbewegungen, die Kraft erfordern, sind nicht mehr ohne Beschwerden möglich. Patienten mit Rhizarthrose haben Probleme, den Deckel eines Glases aufzuschrauben, ein Tuch auszuwringen oder den Schlüssel im Schloss umzudrehen. Der Daumen-Zeigefinger-Griff (Spitzen beider Finger berühren sich) verstärkt die Schmerzen. Mit fortschreitender Erkrankung ist jede Bewegung und Belastung des Gelenks unangenehm. Aufgrund der Deformation und Fehlstellung des Daumensattelgelenks beschreiben Betroffene ihr Gelenk oft als instabil und "wackelig". Manchmal zeigt das Röntgenbild eine Rhizarthrose, obwohl die Patienten keine Schmerzen haben. Ärzte vermuten, dass nicht jeder Verschleiß des Daumensattelgelenks sofort schmerzhaft sein muss.

Daumensattelgelenk gerät aus der Form

Mit zunehmender Rhizarthrose verformt sich das Daumensattelgelenk immer stärker. Der Daumen gerät in eine Fehlstellung, weil die Gelenkkapsel verknöchert. An den Gelenken bilden sich neue Knochenauswüchse (Osteophyten), um das Gelenk wieder zu stabilisieren. Diese lassen sich auch tasten, wenn die Rhizarthrose fortgeschritten ist.

Wegen der Schmerzen verlieren die Patienten die Kraft in den Händen. Normale Alltagstätigkeiten sind oft nur schwer oder nicht mehr möglich. Im Spätstadium der Rhizarthrose ist das Daumensattelgelenk so weit zerstört, dass sich der Daumen nicht mehr zentriert im Gelenk befindet und die Hand immer weniger belastbar ist. Die Schmerzen treten dann nicht nur bei Belastung, sondern auch in Ruhe auf.

Zehn Tipps gegen Gelenkschmerzen

Ursachen: Verschleiß und Veranlagung

Im gesunden Zustand sorgt der Gelenkknorpel mit der Gelenkflüssigkeit für reibungslose Bewegungsabläufe. Bei Arthrose wird der Knorpel immer dünner und kann seine Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen: Das Gewebe schwillt an und entzündet sich. Oft bilden sich knöcherne Auswüchse, die Osteophyten, um das Gelenk wieder besser zu stabilisieren. Diese schränken aber die Beweglichkeit erheblich ein. Bei fortgeschrittener Arthrose ist der Knorpel soweit abgetragen, dass schließlich Knochen auf Knochen reibt – und das ist äußerst schmerzhaft.

Rhizarthrose durch mechanische Überlastung

Die Arthrose betrifft meist Gelenke, die besonders beansprucht sind und größere Belastungen aushalten müssen. Dazu gehören zum Beispiel die Hüft- und Kniegelenke, die das Körpergewicht tragen. Aber auch die Gelenke der Hände sind mechanisch erheblich gefordert. Der Daumen besitzt einen sehr großen Bewegungsradius, aber das Daumensattelgelenk ist verhältnismäßig klein und im Lauf des Lebens wirken erhebliche Kräfte auf dieses Gelenk ein. Die Sattelform des Gelenks bedingt, dass diese nur punktuell übertragen werden, was einen Gelenkverschleiß begünstigt. Eine mechanische Überlastung dieses Gelenks gilt als Ursache für die Rhizarthrose.

Gefährdet sind Menschen, die häufig belastende Handbewegungen ausführen. So bringen Ärzte eine häufige Smartphone-Nutzung mittlerweile mit der Daumengelenksarthrose in Verbindung. Wer ständig auf seinem Smartphone herumwischt und SMS tippt, riskiert einen "Handydaumen". Das Daumensattelgelenk nimmt Schaden, wenn Sie dauerhaft stereotype Bewegungen ausführen.

Gene und Hormone als Verursacher

Daneben diskutieren Experten auch genetische Faktoren, weil die Rhizarthrose in manchen Familien gehäuft auftritt. Auch hormonelle Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen, denn die Rhizarthrose betrifft Frauen viel häufiger als Männer. Vor allem nach den Wechseljahren entwickelt sich die Sattelgelenksarthrose oft, wenn der Östrogenspiegel beim weiblichen Geschlecht sinkt. Progesteron und Östrogene halten normalerweise das Gewebe elastisch. Der Mangel an Geschlechtshormonen, so vermuten Mediziner, schwächt die Gelenkkapselbänder und den gesamten Bandapparat am Daumensattelgelenk. Ihre Elastizität und Straffheit nehmen ab, was wiederum das Daumensattelgelenk übermäßig belastet.

Ärzte kennen auch bestimmte Erkrankungen, die Arthrose fördern. Dazu gehören zum Beispiel Gicht, Diabetes mellitus, Infektionen oder rheumatoide Arthritis (im Volksmund oft "Rheuma" genannt). Seltener entsteht die Rhizarthrose infolge einer Verletzung, zum Beispiel einige Jahre nach einem Knochenbruch oder einem feinen Haarriss im Knochen. Auch ein Riss oder Anriss der Gelenkkapsel sowie eine Stauchung oder Zerrung des Sehnen- und Gelenkapparates begünstigt die Daumenarthrose.

Ausführliche Informationen zu Ursachen und Auslösern von Arthrose im Allgemeinen finden Sie hier.

Diagnose Rhizarthrose: Untersuchungen und Tests

Bei Schmerzen im Bereich des Daumens suchen Betroffene am besten zunächst ihren Hausarzt auf, der Sse eventuell an einen Orthopäden weiterleitet. In einem Gespräch befragt er zunächst zu den Beschwerden und der Krankheitsgeschichte (Anamnese). Folgende Fragen sind für den Arzt von Bedeutung:

  • Welche Beschwerden haben Sie? Beispiele sind Schmerzen oder eine eingeschränkte Beweglichkeit der Hand.
  • Seit wann bestehen die Schmerzen?
  • Wie intensiv sind sie?
  • Gibt es Situationen, in denen die Schmerzen besonders stark sind, etwa wenn Sie etwas greifen oder einen Schraubverschluss aufdrehen?
  • Treten die Schmerzen auch nachts in Ruhe auf?
  • Hatten Sie in der Vergangenheit eine Verletzung der Hand?
  • Leiden Sie unter Krankheiten wie Gicht, Diabetes oder Rheuma?
  • Treiben Sie Sportarten wie Skifahren oder Reiten?
  • Üben Sie Tätigkeiten im Alltag oder Beruf aus, die Ihre Hände und Gelenke besonders beanspruchen?
  • Gibt es enge Familienmitglieder, die unter Rhizarthrose leiden?

Die Antworten auf diese und andere Fragen geben dem Arzt schon erste Hinweise darauf, ob eine Rhizarthrose vorliegen könnte. Danach tastet der Arzt die Gelenke ab und untersucht sie auf Schwellungen und neu gebildete Knochenauswüchse. Auch versucht er, die Schmerzpunkte genau zu lokalisieren. Er überprüft, wie gut das Daumensattelgelenk funktioniert, wie beweglich es ist und wie es um die Feinmotorik, Geschicklichkeit und das Gefühlsempfinden in den Händen bestellt ist. Dafür lässt der Arzt zum Beispiel Gegenstände greifen (Adduktionsbewegung) und fragt, ob dabei Schmerzen auftreten. Bei Rhizarthrose verstärken sie sich. Er testet, wie viel Kraft in den Händen vorhanden ist, etwa bei Drehbewegungen. Optisch können Ärzte eine Fehlstellung und veränderte Form des Daumensattelgelenks gut erkennen.

Grind-Test und Röntgenuntersuchung sichern die Diagnose

Der sogenannte Grind-Test gilt als sicheres Mittel zur Rhizarthrose-Diagnose. Der Arzt fixiert die Hand und dreht den Daumen vorsichtig. Bei einer Sattelgelenksarthrose ist diese Prozedur äußerst schmerzhaft und es sind Knirschgeräusche zu hören.

Weitere Hinweise liefert der Glickel-Drucktest: Der Arzt hält den Kopf des ersten Mittelhandknochens in Streckstellung fest, während er gleichzeitig auf die Basis des Knochens drückt. Bei fortgeschrittener Rhizarthrose tut dies den Erkrankten weh.

Eine Röntgenuntersuchung der Hand zeigt, ob und wie weit das Daumensattelgelenk durch die Rhizarthrose deformiert und fehlgestellt ist. Mit fortschreitender Arthrose gerät der Daumen aus seiner normalen Achse und befindet sich nicht mehr im Zentrum des Gelenks. Auch ein schmaler Gelenkspalt aufgrund des Knorpelschadens und knöcherne Ausziehungen, die sich zur besseren Stabilisierung des Daumensattelgelenks bilden, sind auf dem Röntgenbild sichtbar.

Auch versucht der Arzt, andere Ursachen für die Beschwerden und Erkrankungen auszuschließen, zum Beispiel rheumatoide Arthritis oder Gicht. Krankhafte Veränderungen der Sehnen verursachen ebenfalls Schmerzen in der Daumenregion – ähnlich wie bei einer Rhizarthrose. Daneben kann sich nach einem Bruch ein falsches Gelenk bilden (Skaphoidpseudarthrose) oder es entstehen Zysten im Daumensattelgelenk. Auch diese können Gründe für Schmerzen im Daumen sein.

Rhizarthrose verläuft in verschiedenen Stadien

Orthopäden unterscheiden bei ihrer Diagnose verschiedene Rhizarthrose-Stadien, von denen auch die Behandlung abhängt.

  • Stadium 1: Äußerlich ist das Daumensattelgelenk normal geformt; in der Röntgenuntersuchung ist der Gelenkspalt aufgrund eines Gelenkergusses erweitert.

  • Stadium 2: Der Gelenkspalt zwischen den beiden Gelenkflächen ist im Röntgenbild schmaler als normal, weil sich der Knorpel schon abgenutzt hat; Knochenanbauten (Osteophyten) bis zu zwei Millimeter haben sich im Gelenkspalt gebildet; das Daumengrundgelenk zeigt eine beginnende Deformation.

  • Stadium 3: Das Daumensattelgrundgelenk verknöchert; die Verformung ist jetzt von außen optisch gut sichtbar; der Gelenkspalt ist aufgrund des Knorpelabriebs erheblich verkleinert; die Knochenanbauten betragen mehr als zwei Millimeter; Knochenzysten bilden sich in der Nähe des Gelenks

  • Stadium 4: Die Rhizarthrose hat das Daumensattelgelenk zerstört, optisch ist das Gelenk nun stark verformt; die Gelenkflächen haben direkten Kontakt miteinander, auch benachbarte Gelenke sind beteiligt.

Rhizarthrose: Behandlung mit oder ohne Operation

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um eine Daumensattelgelenksarthrose zu behandeln. Zunächst unterscheiden Ärzte zwischen konservativen Methoden, die ohne chirurgische Eingriffe auskommen, und einer Operation des betroffenen Gelenks. Welche Therapie Ärzte einsetzen, hängt vom Stadium der Rhizarthrose ab. Meist kombinieren Mediziner mehrere Therapien miteinander. Ziel der Behandlung ist es, die Schmerzen zu lindern sowie die Beweglichkeit und Kraft der Hand zu verbessern. Bei der Mehrzahl der Patienten gelingt es, die Sattelgelenksarthrose ohne Operation zu bremsen. Nur ein kleiner Teil kommt um eine Operation nicht herum.

Zu beachten ist bei allen Therapien: Der abgenutzte Gelenkknorpel regeneriert sich nicht und wächst auch nicht nach. Der Gelenkverschleiß ist also nicht rückgängig zu machen. Nur das Fortschreiten der Rhizarthrose lässt sich aufhalten.

Rhizarthrose ohne Operation behandeln

Zu den konservativen Behandlungsmöglichkeiten, welche vor allem die Schmerzlinderung im Blick haben, zählen:

  • Schmerzmittel, meist Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Sie wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Beispiele für häufig eingesetzte Wirkstoffe sind Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Diclofenac; in niedrigen Dosierungen sind NSAR rezeptfrei in der Apotheke oder im Internetversandhandel erhältlich. Schmerzmittel sollten aber nicht langfristig und ohne Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, denn sie schädigen den Magen.

  • lokale Betäubung: Manchmal bringen Ärzte das Schmerzmittel auch direkt lokal in das betroffene Gelenk ein und betäuben es; hilfreich ist dies bei akuten Schmerzen.

  • Kortison oder Hyaluronsäure: Kortison ist ein äußerst wirksamer Entzündungshemmer, aber bei Rhizarthrose injizieren Ärzte das Kortison nur in manchen Fällen begleitend in den schmerzenden Daumen; zur dauerhaften Anwendung eignet sich Kortison nicht, weil es das Gewebe schädigt. Beide Mittel bringen nur kurzfristige Linderung.

  • physikalische Therapien: Wärme hilft eher bei chronischen Schmerzen. Sie können Wärme in unterschiedlicher Form zuführen, zum Beispiel als Schwefel- oder Paraffinbäder. Kälte hilft dagegen bei akuten Entzündungen, lindert die Schmerzen und wirkt Schwellungen entgegen.

  • Daumenschiene (Orthese): Das Daumengrundgelenk lässt sich auch mit einer Schiene aus Kunststoff ruhigstellen. Die Orthese stabilisiert das Handgelenk und den Daumen und lindert so die Schmerzen. Geeignet sind Schienen besonders für die Rhizarthrose in den Stadien 1 und 2. Viele tragen solche Schienen aber nicht gerne, weil sie den Daumen unbeweglich machen und so Alltagstätigkeiten schwerer möglich sind.

Betroffene können auch selbst einiges tun, um die Schmerzen in den Händen und im Daumen zu lindern. Hilfreich und angenehm sind vorsichtige und regelmäßige Bewegungsübungen der Finger im Wasser, die auch zuhause durchgeführt werden können. Ihre Hände kräftigen Sie zum Beispiel, indem Sie Fingergymnastik machen oder öfters einen Softball bzw. einen Schwamm zusammendrücken.

Übungen gegen Daumenschmerzen

Liebscher & Bracht / YouTube

Rhizarthrose operieren im fortgeschrittenen Stadium

Ist die Rhizarthrose weiter fortgeschritten, kann eventuell eine Operation helfen. Eine OP wird aber nur durchgeführt, wenn alle anderen konservativen Maßnahmen keine ausreichenden Erfolge gebracht haben. Der Eingriff beim Handchirurgen verbessert die Beweglichkeit und die Einsatzfähigkeit der Hand wieder. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Operation bei Rhizarthrose. Einige Beispiele sind:

  • Versteifung (Arthrodese) des Daumensattelgelenks: Zuverlässige Methode.

  • Kapselplastik: Sie kommt im frühen Stadium der Rhizarthrose in Frage, wenn der Gelenkkapselapparat seine Straffheit eingebüßt hat. Der Chirurg entnimmt ein Stück Sehne aus dem Unterarm und verstärkt mit dieser ein gelockertes Band des Sattelgelenkes. Das Gelenk bleibt bei diesem Eingriff vollständig erhalten. Allerdings ist das Bewegungsausmaß anschließend geringfügig eingeschränkt.

  • Resektionsarthroplastik (Operation nach Epping): Der Chirurg entfernt einen Teil des Daumensattelgelenks und ersetzt es durch ein Sehnenstück. Der Daumen verkürzt sich dadurch leicht, ist aber anschließend wieder schmerzfrei beweglich.

  • Daumensattelgelenksprothese: Ähnlich wie eine Hüftprothese besteht sie aus einem Stiel und einer Pfanne. Das Implantat ermöglicht es Patienten, ihre Hand und den Daumen anschließend schmerzfrei zu bewegen. Die Daumensattelgelenksprothese wird noch nicht häufig durchgeführt, weil der Eingriff einige Komplikationen nach sich ziehen kann: Das Implantat kann sich lockern oder brechen, was eine erneute Operation nötig macht.

Kann man einer Ritzarthrose vorbeugen?

Arthrose ist eine Verschleißerscheinung, die nahezu alle Menschen mit zunehmenden Lebensjahren trifft. Einer Rhizarthrose vorbeugen können Sie also nicht wirklich. Trotzdem können Sie selbst etwas für gesunde Gelenke tun – die besten Tipps:

  • Machen Sie regelmäßig Fingergymnastik zwischendurch. Das gilt vor allem, wenn Sie Ihr Daumengelenk viel belastet haben. Rollen Sie zum Beispiel Ihre Hand häufiger langsam zur Faust ein oder spreizen Sie Ihre Finger bei ausgestreckter Hand und führen diese wieder zusammen. Berühren Sie mit der Daumenspitze abwechselnd die anderen Finger der Hand. Die Daumengymnastik hilft auch, wenn Sie schon eine beginnende Rhizarthrose haben.

  • Lasten richtig tragen: Verteilen Sie schwere Lasten immer auf beide Hände und stemmen Sie sie nicht einseitig. Am besten tragen Sie diese mit einem Griff und nicht mit ausgestreckten Fingern – das schont die Gelenkknorpel.

  • Legen Sie Ihr Smartphone oder Tablet öfters zur Seite, denn das ständige Wischen und Tippen auf dem Display strapaziert das Daumensattelgelenk (sogenannter "Handydaumen").

  • Verzichten Sie möglichst bei Hausarbeiten aufs Auswringen, denn diese Bewegung ist Schwerstarbeit für die Finger und Handgelenke. Heute gibt es Auswringhilfen, die den Alltag erleichtern.

  • Verwenden Sie Wäscheklammern ohne Federn, denn beim Anbringen der Klammern brauchen Sie viel Kraft. Besser sind einfache Aufsteckklammern, die ohne Federspannung auskommen.

  • Verwenden sie Werkzeuge, die möglichst groß sind, damit weniger Kräfte auf die Hände einwirken.

  • Wenn Sie schwer mit den Händen arbeiten, legen Sie ein Tape am Daumen an, um die Beweglichkeit des Daumengelenks einzuschränken – das schützt vor Arthrose.

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