Schmerzende Gelenke

Arthrose oder rheumatoide Arthritis?

Gelenkbeschwerden lassen sich nur schwer einer Arthrose oder Arthritis zuordnen. Denn häufig kann ein abgenutztes Gelenk chronische Entzündungen hervorrufen.

Gelenkschmerzen-Arthrose oder rheumatoide Arthritis_
Gelenkbeschwerden sollte man auf den Grund gehen.
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    Verschleißerscheinungen an den Gelenken, die mit Schmerzen einhergehen, bezeichnet man als Arthrose. Besteht bei mir auch die Gefahr? Testen Sie sich!

Dumpfe, stechende oder scharfe Schmerzen in den Gelenken aufgrund einer Arthrose oder einer rheumatoiden Arthritis können jede auch noch so kleine Bewegung zur Marter machen. Mit einer frühzeitigen Behandlung lassen sich die Belastbarkeit und das Wohlbefinden wieder verbessern und Schmerzen verringern. Doch vor der Behandlung steht die Diagnose, und die ist im Falle der Gelenkbeschwerden nicht immer ganz leicht. Denn die Grenzen zwischen einer entzündlichen Arthritis und einer Arthrose sind fließend.

Abnutzungserscheinung Arthrose

Arthrose ist in erster Linie eine Abnutzung von Gelenken, die besonders an den Wirbel-, Hüft-, Knie-, Finger- und Fußgelenken auftritt. Sie entsteht durch einen Defekt in der Gelenkhaut und der direkt darunter liegenden Knorpelschicht. Bei einer rheumatoiden Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung für die Gelenkbeschwerden verantwortlich. Die entzündlichen Veränderungen können neben den Gelenken auch die umgebenden Muskeln, Bänder und Sehnen betreffen.

Aus Arthrose kann Arthritis werden

Wird ein abgenutztes Gelenk stark beansprucht, kann es sich entzünden. Aus der Arthrose wird eine entzündliche Arthritis. Die Bewegungseinschränkung verstärkt sich aufgrund zunehmender Schmerzen und Schwellungen. Auf der anderen Seite kann aus einer rheumatischen Arthritis eine Arthrose werden. Das ist dann der Fall, wenn ein entzündetes Gelenk auf Dauer so geschädigt wird, dass es sich degenerativ verändert.

Art der Schmerzen krankheitstypisch

Ein Anhaltspunkt dafür, ob eine Arthritis oder eine Arthrose vorliegt, liefert der Schmerz. Chronische Schmerzen, die in den Morgenstunden am stärksten sind und sich im Laufe des Tages verringern, weisen auf eine Arthrose hin. Bei einer Arthritis verhält es sich gewissermaßen umgekehrt. Mit jeder Belastung verstärkt sich der Schmerz und erreicht am Abend seinen Höhepunkt.

Trotz Gelenkbeschwerden in Bewegung bleiben

Nicht zuletzt aufgrund des ähnlichen Erscheinungsbildes unterscheidet sich die Behandlung einer Arthrose kaum von der einer Arthritis. Häufig wird den Betroffenen ein Schmerzmittel mit entzündungshemmenden Wirkstoffen verschrieben, damit die Entzündung ausgebremst wird oder erst gar nicht entsteht. Körperliches Training für die Gelenke und das richtige Verhalten im Alltag sind sowohl bei einer Arthrose als auch einer Arthritis Pflicht, um die Einschränkungen im Alltag zu minimieren und Kontrolle über den Schmerz zu erhalten.

Zehn Tipps gegen Gelenkschmerzen

Autor:
Letzte Aktualisierung: 24. März 2016
Durch: es
Quellen: Nach Informationen vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK)

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