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Magenschmerzen

Sodbrennen_Krebs_Übelkeit
Bei anhaltenden Magenschmerzen sollten Sie einen Arzt konsultieren, um die Ursache heraus zu finden.
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Als Magenschmerzen (Gastralgie) werden Schmerzen bezeichnet, die vom Magen ausgehen oder vom Magen auszugehen scheinen. Magenschmerzen können vielfältige Ursachen haben.

Dazu gehören beispielsweise die Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Reizmagen oder auch die Refluxkrankheit. Aber auch nicht vom Magen ausgehende Krankheiten wie , Darmerkrankung oder ein Herzinfarkt können mit Magenschmerzen einhergehen. In der Regel sind Magenschmerzen mit weiteren Symptomen verbunden wie z.B. Übelkeit, Sodbrennen oder Appetitlosigkeit.

Der Begriff Magenschmerz wird zumeist für Beschwerden verwendet, die sich im Oberbauch mittig oder links äußern. Der rechte Oberbauch wird hingegen meist den dort befindlichen Organen Leber oder Gallenblase zugeordnet.

Magenschmerzen machen sich in sehr unterschiedlicher Form bemerkbar. Krämpfe, Brennen, Druck, Ziehen, Stechen können ebenso auftreten wie eher unbestimmte Formen des Unwohlseins, Völlegefühl oder eine Behinderung der Atmung, die nur entfernt einem Schmerz ähneln. Die Schmerzen können sich langsam entwickeln oder plötzlich einsetzen, in Schüben verlaufen, anhaltend bestehen oder von der Nahrungszufuhr abhängig sein.

Magenschmerzen betreffen das Zentrum des Rumpfes. Den Betroffenen fällt es daher besonders schwer, sich im Prozess der Schmerzverarbeitung von den Beschwerden zu distanzieren. Magenschmerzen prägen aus diesem Grund oft die gesamte Erscheinung der Betroffenen und stehen ihnen sprichwörtlich „ins Gesicht geschrieben“. Typisch für stärkere Magenschmerzen ist zudem eine gebeugte Körperhaltung, durch die die Bauchmuskulatur entlastet und Druck von den Bauchorganen genommen wird.

Autor: Jan Groh
Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2011
Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung, Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit. Stand: 20.10.2010. URL: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/021-001_S3_Helicobacter_pylori_und_gastroduodenale_Ulkuskrankheit_12-2008_12-2013.pdf; Tutuian R. Update in the Diagnosis of Gastroesophageal Reflux Disease. J Gastrointestin Liver Dis. 2006; 15: 243-7. URL: http://www.jgld.ro/2006/3/6.pdf; Dickerson LM, et al. Evaluation and Management of Nonulcer Dyspepsia. Am Fam Physician. 2004; 70: 107-14. URL: http://www.aafp.org/afp/2004/0701/p107.pdf; KALYANAKRISHNAN R, Salinas RC. Peptic Ulcer Disease. Am Fam Physician. 2007; 76: 1005-12. URL: http://www.aafp.org/afp/2007/1001/p1005.pdf; Siegenthaler W (Hrsg.), et al. Differentialdiagnose innerer Krankheiten. 16. Auflage, Stuttgart, New York 1988.

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