Nagelveränderungen als Warnzeichen

Was Nägel über die Gesundheit verraten

test-Wann-man-besser-den-Arzt-zu-Rate-zieht-78532518.jpg
Im Zweifelfall sollte man Veränderungen der Nägel vom Hautarzt begutachten lassen.
Getty Images/Comstock Images

Ob Rillen, Risse, Wölbungen oder Verfärbungen – Finger- und Zehennägel können die unterschiedlichsten Veränderungen aufweisen. Über die häufigsten brauchen Sie sich in der Regel keine Sorgen zu machen, andere sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

Die häufigsten Nagelveränderungen und ihre Ursachen

  • Spröde, brüchige Fingernägel sind meist Folge einer Überbeanspruchung durch Reinigungsmittel oder Chemikalien. In selteneren Fällen können sie aber auch auf einen Mangel an Eisen, Zink oder Kalzium hinweisen.
  • Längsrillen der Nägel sind harmlos und Folge des normalen Alterungsprozesses.
  • Weiße Flecken auf den Nägeln sind harmlose Hohlräume zwischen Hornschicht und Nagelbett. Sie werden durch Verletzungen der Nagelwurzel infolge kleiner Stöße oder Manipulationen am Nagelhäutchen hervorgerufen und wachsen meist von selbst heraus.
  • Querrillen können sich entwickeln, wenn das Wachstum der Nägel behindert wird. Ursache können Verletzungen des Nagelbetts, beispielsweise durch unsachgemäße Maniküre sein. Es kann aber auch ein schwerer grippaler Infekt dahinterstecken oder eine zurückliegende Chemotherapie.
  • Tüpfelnägel, das sind kleine Grübchen in der Nageloberfläche, sind oft Begleiterscheinung einer Psoriasis (Schuppenflechte).
  • Ölnägel, darunter versteht man Nägel mit gelben Flecken, die farblich einem Öltropfen ähneln, begleiten ebenfalls häufig eine Psoriasis (Schuppenflechte).
  • Ein bläulich-schwarzer Fleck rührt meist von einem Bluterguss unter dem Nagel her, der nach einem Stoß oder Schlag auf den Nagel entstehen kann, sich vergrößert und wieder verschwindet.

Hier ist in jedem Fall der Hautarzt gefragt:

  • Dunklen Flecken oder Streifen an den Nägeln, die sich nicht durch einen Bluterguss erklären lassen und bestehen bleiben, kann auch ein schwarzer Hautkrebs (Melanom) zugrunde liegen. Sie sollten unbedingt vom Dermatologen untersucht werden.
  • Eine gelbliche Nagelverfärbung kann Anzeichen für einen Nagelpilz sein, vor allem in Kombination mit brüchigen Nagelspitzen und einer zunehmenden Verdickung der Nagelplatte. Auch hier sollte der Hautarzt konsultiert werden.
  • Uhrglasnägel (gewölbte Fingernägel) können auf chronische Herz- oder Lungenerkrankungen hinweisen. Deshalb sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
  • Löffelnägel mit eingesunkener Nagelmitte und verstärkten Nagelrändern können auf eine Eisenmangelanämie deuten. Auslöser könnte aber auch eine Stoffwechselstörung der Schilddrüse, Diabetes mellitus oder eine chronische Darmerkrankung sein. Auch hier sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden.

 

Generell rät der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) dazu, Wachstumsstörungen an den Nägeln oder auffällige Veränderungen beim Dermatologen abklären zu lassen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Lifeline-Special Nagelpilz.

Nagelpilz erkennen

Autor: rs
Letzte Aktualisierung: 13. Oktober 2011
Quellen: BVDD hautinform, Ausgabe September 2011

Neueste Fragen aus der Community
Aktuelle Top-Themen
Schützt Sex mit vielen Frauen vor Prostatakrebs?
Promiskuität und Krebsrisiko

Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, hängt mit der Anzahl der Sexualpartner zusammen mehr...

Was wirklich gegen Erkältung hilft
Große Schnupfenstudie

Wissenschaftler verraten in großer Analyse, was vor Schnupfen schützt und was dagegen hilft mehr...

Schweizer starten Impfstoff-Tests gegen Ebola
Phase-I-Studie zu Sicherheit und Wirkung

In Lausanne beginnt die erste größere Impfstudie mit einer Ebola-Vakzine mehr...

Hugh Jackman: Der weiße Hautkrebs ist zurück
Dritte Operation in nur einem Jahr

Der Hollywood-Schauspieler musste sich erneut einer Operation unterziehen mehr...

Fragen Sie unser Gesundheitsteam

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...
Ratgeber
  • HaarausfallHaarausfall

    So stoppen Sie hormonell erblich bedingten Haarausfall und stärken Ihr Haar von innen. mehr...

Zum Seitenanfang