Nagelveränderungen als Warnzeichen

Was Nägel über die Gesundheit verraten

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Im Zweifelfall sollte man Veränderungen der Nägel vom Hautarzt begutachten lassen.
Getty Images/Comstock Images

Ob Rillen, Risse, Wölbungen oder Verfärbungen – Finger- und Zehennägel können die unterschiedlichsten Veränderungen aufweisen. Über die häufigsten brauchen Sie sich in der Regel keine Sorgen zu machen, andere sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

Die häufigsten Nagelveränderungen und ihre Ursachen

  • Spröde, brüchige Fingernägel sind meist Folge einer Überbeanspruchung durch Reinigungsmittel oder Chemikalien. In selteneren Fällen können sie aber auch auf einen Mangel an Eisen, Zink oder Kalzium hinweisen.
  • Längsrillen der Nägel sind harmlos und Folge des normalen Alterungsprozesses.
  • Weiße Flecken auf den Nägeln sind harmlose Hohlräume zwischen Hornschicht und Nagelbett. Sie werden durch Verletzungen der Nagelwurzel infolge kleiner Stöße oder Manipulationen am Nagelhäutchen hervorgerufen und wachsen meist von selbst heraus.
  • Querrillen können sich entwickeln, wenn das Wachstum der Nägel behindert wird. Ursache können Verletzungen des Nagelbetts, beispielsweise durch unsachgemäße Maniküre sein. Es kann aber auch ein schwerer grippaler Infekt dahinterstecken oder eine zurückliegende Chemotherapie.
  • Tüpfelnägel, das sind kleine Grübchen in der Nageloberfläche, sind oft Begleiterscheinung einer Psoriasis (Schuppenflechte).
  • Ölnägel, darunter versteht man Nägel mit gelben Flecken, die farblich einem Öltropfen ähneln, begleiten ebenfalls häufig eine Psoriasis (Schuppenflechte).
  • Ein bläulich-schwarzer Fleck rührt meist von einem Bluterguss unter dem Nagel her, der nach einem Stoß oder Schlag auf den Nagel entstehen kann, sich vergrößert und wieder verschwindet.

Hier ist in jedem Fall der Hautarzt gefragt:

  • Dunklen Flecken oder Streifen an den Nägeln, die sich nicht durch einen Bluterguss erklären lassen und bestehen bleiben, kann auch ein schwarzer Hautkrebs (Melanom) zugrunde liegen. Sie sollten unbedingt vom Dermatologen untersucht werden.
  • Eine gelbliche Nagelverfärbung kann Anzeichen für einen Nagelpilz sein, vor allem in Kombination mit brüchigen Nagelspitzen und einer zunehmenden Verdickung der Nagelplatte. Auch hier sollte der Hautarzt konsultiert werden.
  • Uhrglasnägel (gewölbte Fingernägel) können auf chronische Herz- oder Lungenerkrankungen hinweisen. Deshalb sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
  • Löffelnägel mit eingesunkener Nagelmitte und verstärkten Nagelrändern können auf eine Eisenmangelanämie deuten. Auslöser könnte aber auch eine Stoffwechselstörung der Schilddrüse, Diabetes mellitus oder eine chronische Darmerkrankung sein. Auch hier sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden.

 

Generell rät der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) dazu, Wachstumsstörungen an den Nägeln oder auffällige Veränderungen beim Dermatologen abklären zu lassen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Lifeline-Special Nagelpilz.

Nagelpilz erkennen

Autor: rs
Letzte Aktualisierung: 13. Oktober 2011
Quellen: BVDD hautinform, Ausgabe September 2011

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