Bösartige Hautveränderung

Malignes Melanom: Schwarzen Hautkrebs erkennen

Ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) entsteht durch Entartung der pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) von Haut und Schleimhäuten. Schwarzer Hautkrebs ist extrem vielfältig, was Form und Farbe angeht – es gibt sogar farblose Varianten. Helle Melanome sind dabei nicht weniger gefährlich als dunkle. Auf welche Symptome Sie achten sollten und wie man schwarzem Hautkrebs vorbeugt.

hautkrebs malignes melanom
Knapp 16.000 Menschen erkranken jährlich an schwarzem Hautkrebs.
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Es handelt sich beim schwarzen Hautkrebs um einen bösartigen Tumor (Geschwulst) der äußeren Haut beziehungsweise der Schleimhäute. Die normalen pigmentbildenden Zellen werden Melanozyten genannt.

Dem Begriff schwarzer Hautkrebs oder Melanom bezeichnet nur eine spezielle Art von bösartigem Tumors der Hautzellen. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 16.000 Menschen daran – mit steigender Tendenz.

Unter Hautkrebs verstehen Fachleute aber alle bösartigen Tumore der Hautzellen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland fast 200.000 Menschen neu an Hautkrebs, die meisten am weißen Basalzell- oder Stachelzellkrebs. Der Volksmund verwendet den Begriff Hautkrebs jedoch vereinfachend für den selteneren, aber deutlich gefährlicheren schwarzen Hautkrebs, das maligne (bösartige) Melanom.

Wie sieht schwarzer Hautkrebs aus? Symptome

Am häufigsten treten maligne Melanome im Bereich von Rücken, Brust beziehungsweise Gliedmaßen auf. Bei Männern ist der Rumpf bevorzugt betroffen, bei Frauen die Unterschenkel.

95 Prozent aller malignen Melanome können einem von vier Typen zugeordnet werden, die bei der körperlichen wie auch bei der feingeweblichen Untersuchung (unter dem Mikroskop) voneinander unterschieden werden können. Zwischen den vier Typen bestehen keine Unterschiede in der Behandlung.

Allgemeines Erscheinungsbild des malignen Melanoms

Das äußere Bild eines Melanoms kann sehr vielfältig sein, es kommen sogar farblose Formen vor.

Ein malignes Melanom kann sich als braun bis blauschwarzer, pigmentierter, flacher oder knotig erhabener Tumor bemerkbar machen. Gelegentlich zeigen zentrale (in der Mitte liegende) Anteile eines malignen Melanoms Rückbildungstendenzen; in diesen Fällen können pigmentfreie Areale auftreten. Auch völlig pigmentfreie Melanome können – wenn auch sehr selten – vorkommen. Man spricht dann von amelanotischen malignen Melanomen. Diese sind im Allgemeinen nicht minder gefährlich als dunkel pigmentierte Melanome; häufig werden sie erst in fortgeschrittenen Krankheitsstadien erkannt.

Schwarzer Hautkrebs oder Muttermal? Diese Bilder helfen beim Erkennen!

 

Superfiziell spreitendes malignes Melanom (SSM)

Das superfiziell spreitende maligne Melanom hat seinen Namen daher erhalten, dass die Tumorzellen sich relativ lange an der Hautoberfläche zur Seite hin ausbreiten (superfiziell spreiten), bevor der Tumor in die Tiefe wächst.

Das superfiziell spreitende maligne Melanom ist in Mitteleuropa mit etwa 60 Prozent der Fälle der häufigste Typ maligner Melanome. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 50 Jahren. Am häufigsten tritt das superfiziell spreitende maligne Melanom an Rücken, Brust beziehungsweise Gliedmaßen auf. An der Haut erkennt man in der Regel einen flachen, nur geringfügig über das Hautniveau erhabenen Tumor, der bei längerem Wachstum auch zusätzlich knotige Anteile entwickeln kann. Superfiziell spreitende maligne Melanome zeigen im Allgemeinen eine scharfe, aber unregelmäßige (zumeist bogige) Begrenzung. Die Farbe dieser Tumoren kann zwischen dunkelbraun und blauschwarz variieren.

Knotiges malignes Melanom (noduläres Melanom, NM)

Unter einem knotigen oder auch primär knotigen malignen Melanom versteht man ein Melanom, das von Anfang an in Form eines deutlich erhabenen Knotens wächst. Dies steht im Gegensatz zum superfiziell spreitenden malignen Melanom, das sich zunächst zu den Seiten hin ausbreitet und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlich knotige Strukturen ausbildet.

Etwa 20 Prozent aller in Mitteleuropa auftretenden malignen Melanome gehören dem Typ des knotigen malignen Melanoms an. Der Tumor tritt zumeist an Rücken, Brust beziehungsweise Gliedmaßen auf. Das durchschnittliche Alter der Betroffenen beträgt 55 Jahre. An der Haut ist zumeist ein dunkelbraun bis blauschwarz pigmentierter Knoten zu erkennen. Die Oberfläche des Knotens kann glatt und von Oberhaut überzogen sein, aber auch nässen oder gar aufbrechen und gelegentlich bluten. Im Anschluss an eine Blutung ist der Knoten mit roten bis schwärzlichen Krusten belegt. Im Vergleich zum superfiziell spreitenden malignen Melanom wächst das noduläre maligne Melanom im Allgemeinen sehr rasch in tiefere Hautschichten ein.

Lentigo-maligna-Melanom (LMM)

Das Lentigo-maligna-Melanom entwickelt sich aus einer bestimmten Krebsvorstufe, welche Lentigo maligna (Lentigo = linsenförmiger Fleck, maligna = bösartig) genannt wird.

Etwa 10 Prozent aller in Deutschland auftretenden malignen Melanome sind Lentigo-maligna-Melanome. Die meisten Patienten mit einem Lentigo-maligna-Melanom sind älter als 60 Jahre. Das Lentigo-maligna-Melanom beziehungsweise die Lentigo-maligna als Melanomvorstufe tritt bevorzugt an Hautstellen auf, die in besonderem Maße der ultravioletten Strahlung der Sonne ausgesetzt sind. Die Lentigo-maligna stellt sich in der Regel als unscharf und unregelmäßig begrenzter, graubrauner bis schwarzer, im Hautniveau liegender Fleck dar.

Akrolentiginöses malignes Melanom (ALM)

Das akrolentiginöse maligne Melanom (Akren = Spitzen, Lentigo = linsenförmiger Fleck) ist eine besondere Form des malignen Melanoms, die an Händen, Füßen beziehungsweise an den Schleimhäuten auftritt.

Betroffen sind vor allem Finger, Zehen (insbesondere im Bereich des Finger- beziehungsweise Zehennagels) sowie Handinnenflächen und Fußsohlen, aber auch Schleimhäute wie Mund-, Genital-, Anal- beziehungsweise Darmschleimhaut. Man sieht in der Regel einen im Niveau der Haut beziehungsweise der Schleimhaut liegenden, gelegentlich unscharf begrenzten Fleck, dessen Farbe von hellbraun bis blauschwarz variieren kann. Im Laufe des weiteren Tumorwachstums können knotige Anteile hinzukommen, die unter Umständen bluten können. Ein akrolentiginöses malignes Melanom im Bereich des Nagelbetts eines Finger- oder Zehennagels kann sich als braune bis schwarze beziehungsweise bläuliche Verfärbung unterhalb der Nagelplatte bemerkbar machen.

Bei Mitteleuropäern macht das akrolentiginöse maligne Melanom nur etwa 5 Prozent aller malignen Melanome aus. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 65 Jahren.

Sonnenbaden ist Hauptursache des Melanoms

Als Hauptursache für die Zunahme der Erkrankungshäufigkeit in den letzten Jahrzehnten wird das ausgedehnte Sonnenbaden und die zahlreichen Urlaubsreisen in südliche Länder angesehen. Weitere mögliche Bedingungen für die Melanomentstehung sind auffällige Muttermale, Krebsvorstufen wie die so genannte Lentigo maligna und eine Häufung in bestimmten Familien.

Zum einen hat aufgrund des Dünnerwerdens der schützenden Ozonschicht die Intensität der UV-Strahlung im Bereich der Erdoberfläche zugenommen; zum anderen hat sich das Freizeitverhalten der Menschen verändert: die Mitteleuropäer halten sich in ihrer Freizeit und im Urlaub mehr an der prallen Sonne auf als noch vor 65 Jahren. Als besonders gefährlich gelten Sonnenbrände in Hautarealen wie Rücken beziehungsweise Waden, die sonst nicht der UV-Strahlung ausgesetzt sind.

Die Haut dieser Partien ist normalerweise durch Kleidung vor der UV-Strahlung geschützt. Sie ist also nicht an eine Exposition gegenüber UV-Licht gewöhnt und wird, zum Beispiel im Urlaub in südlichen Ländern, unvorbereitet einer intensiven Strahlung ausgesetzt. Insbesondere hellhäutige Menschen mit lichtempfindlicher, heller Haut sind gefährdet, Jahre bis Jahrzehnte nach einem schweren Sonnenbrand an einem malignen Melanom zu erkranken. Extrem lichtempfindlich ist auch die Haut von Kindern. Die Exposition gegenüber UV-A-Strahlung im Solarium führt zwar nicht zum Sonnenbrand, kann jedoch ebenfalls das Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken, erhöhen.

Nävuszellnävi (Muttermale) und maligne Melanome

In etwa 60 Prozent der Fälle entsteht ein Melanom im Bereich eines bereits lange Zeit (Jahre beziehungsweise Jahrzehnte) bestehenden Nävuszellnävus. Unter einem Nävuszellnävus versteht man ein Pigmentmal (Muttermal, Leberfleck), das sich feingeweblich aus rundlichen pigmentbildenden Zellen (so genannten Nävuszellen) zusammensetzt. Nävuszellnävi können bei Betrachtung mit bloßem Auge recht unterschiedlich aussehen. Es kommen sowohl im Hautniveau liegende Flecken als auch erhabene Knötchen vor. Die sichtbaren Hautveränderungen können punktförmig bis großflächig sein.

Die Farbpalette reicht von Hautfarben über Rötlich-Hellbraun beziehungsweise Mittelbraun bis zu tiefem Schwarzbraun beziehungsweise Schwarz. Nävuszellnävi sind in der Regel harmlos und nicht als Krebsvorstufe anzusehen. Allerdings können sie sich unter Umständen zu so genannten dysplastischen Nävuszellnävi weiterentwickeln. Dysplastische Nävuszellnävi sind Pigmentmale mit auffälliger Struktur, die bei der körperlichen oder der feingeblichen Untersuchung durch den Arzt erkannt werden können und bei denen ein erhöhtes Risiko einer Entartung zu einem malignen Melanom besteht.

Familiäre Häufung

Etwa zehn Prozent aller malignen Melanome treten familiär gehäuft auf, das heißt bei nahen Verwandten von Patienten mit einem malignen Melanom. Dies weist darauf hin, dass manche Menschen aufgrund einer erblichen Veranlagung ein erhöhtes Risiko haben, an einem malignen Melanom zu erkranken. Häufig haben die Betroffenen beziehungsweise ihre Verwandten zahlreiche Pigmentmale mit erhöhter Entartungsgefahr, die so genannten dysplastischen Nävuszellnävi.

Die Zahl der dysplastischen Nävuszellnävi kann in der Größenordnung von 20 bis über 50 Hautveränderungen liegen. Diese genetisch bedingte Störung mit Entwicklung zahlreicher dysplastischer Nävuszellnävi im Erwachsenenalter und mit einem gegenüber der Durchschnittsbevölkerung deutlich erhöhten Melanom-Risiko wird auch Syndrom der dysplastischen Nävuszellnävi genannt.

Entstehung aus einer Krebsvorstufe

Eine weitere Hautveränderung, aus der sich im Laufe von Jahren beziehungsweise Jahrzehnten ein malignes Melanom entwickeln kann, ist die so genannte Lentigo maligna (Lentigo = Linsen- oder Leberfleck, maligna=bösartig). Diese Krebsvorstufe kann etwa ab dem 50. Lebensjahr auftreten und macht sich in der Regel als bräunlicher Fleck im Bereich des Gesichts bemerkbar. Ungefähr zehn Prozent aller malignen Melanome entstehen aus einer Lentigo maligna. Etwa 20 Prozent aller malignen Melanome dagegen treten auf vorher unveränderter Haut auf.

Diagnose des schwarzen Hautkrebses

An erster Stelle steht bei einem Melanomverdacht die körperliche Untersuchung des Hautarztes. Mit der so genannten Auflichtmikroskopie kann der Arzt den auffälligen Befund mit einer Lupe anschauen.

Bei weiter bestehendem Verdacht werden Ultraschalluntersuchungen der Umgebung und der örtlichen Lymphknoten durchgeführt. Neben dem Ausschluss möglicher Absiedelungen ist es unerlässlich, die Hautstelle zu entfernen und feingeweblich zu untersuchen. Erst dann kann eine Aussage zum endgültigen Befund gemacht werden.

Körperliche Untersuchung durch den Hautarzt

In der Diagnostik pigmentierter Hautveränderungen steht die körperliche Untersuchung durch den Hautarzt an erster Stelle. Um einen Eindruck vom Hauttyp des Betroffenen zu bekommen und um keine weiteren behandlungsbedürftigen Hautveränderungen (vor allem malignes Melanom, dysplastischer Nävuszellnävus) zu übersehen, bittet der Hautarzt seinen Patienten in der Regel, sich ganz auszukleiden.

Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie)

Eine zusätzliche Hilfe bei der Beurteilung von Pigmentmalen bietet das Auflichtmikroskop, eine stark vergrößernde Lupe mit eingebauter Lampe, die vom Hautarzt an die Hautoberfläche gehalten wird.

Ultraschalluntersuchung des Hauttumors beziehungsweise der örtlichen Lymphknoten

Wenn der Befund der auflichtmikroskopischen Untersuchung den Verdacht auf das Vorliegen eines malignen Melanoms weiter erhärtet, wird eine Ultraschalluntersuchung der Hautveränderung durchgeführt.

Untersuchungen zum Ausschluss von Metastasen (Absiedlungen)

Um zu klären, ob zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits Absiedlungen in Lymphknoten in der Nähe des Tumors beziehungsweise in entfernten Körperregionen vorliegen, werden je nach geschätzter Tumordicke bereits vor der Operation einige apparative Untersuchungen durchgeführt.

Feingewebliche Untersuchung

Nach der operativen Entfernung des Hauttumors wird das herausgeschnittene Gewebe stets von einem Arzt (einem Pathologen oder einem spezialisierten Hautarzt) unter dem Mikroskop untersucht.

Behandlung des malignen Melanoms

Bei einem malignen Melanom ist die Operation die Methode der ersten Wahl. Es spielen aber ebenfalls die Chemotherapie, die Immuntherapie und die Strahlentherapie eine Rolle.

Unabhängig vom Ausbreitungsstadium wird nicht nur die gesamte äußerlich sichtbare Hautveränderung mit dem Skalpell herausgeschnitten, sondern in der Regel auch ein Saum äußerlich gesunden Gewebes mitentfernt.

Chemotherapie

Eine Chemotherapie in Form von Medikamenten (als Tablette oder Infusion) dient der Abtötung von Tumorzellen.

Die Chemotherapie kann als vorbeugende Behandlungsmaßnahme eingesetzt werden, um nach der Operation möglicherweise verbliebene Krebszellen abzutöten und damit die Chancen bleibender Heilung zu erhöhen. Dieses Vorgehen hat sich unter anderem für diejenigen Patienten als vorteilhaft erwiesen, bei denen bereits Absiedlungen im Bereich von Lymphknoten festgestellt wurden. Eine Chemotherapie bei einem Patienten, der nach erfolgter Operation (zum Beispiel Entfernung von befallenen Lymphknoten) keine sichtbaren Krebszellen mehr hat, wird adjuvante (unterstützende) Chemotherapie genannt. Davon unabhängig kann eine Chemotherapie als möglicherweise lebensverlängernde Maßnahme bei Patienten eingesetzt werden, bei denen Melanom-Absiedlungen nicht vollständig operativ entfernt werden können.

Immuntherapie

Die Immuntherapie versucht, das körpereigene Abwehrsystem zu aktivieren.

Als Immuntherapie bezeichnet man den Versuch, durch Verabreichung von bestimmten Substanzen (Interferon alpha, Interleukine) das körpereigene Abwehrsystem zur Bekämpfung des Tumors anzuregen. Insbesondere Interferon alpha wird häufig adjuvant (unterstützend) eingesetzt, um nach vollständiger chirurgischer Entfernung befallener Lymphknoten, die Chancen bleibender Heilung zu erhöhen.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist neben der Operation eine begleitende Maßnahme zur Verringerung und Beseitigung von Krebszellen in Metastasen. Bei der Strahlentherapie verwendet man Röntgenstrahlen und andere energiereiche Strahlen, um Krebszellen abzutöten beziehungsweise um Absiedlungen zu verkleinern.

Nachsorgeuntersuchungen

Einem Patienten bei dem ein malignes Melanom entfernt wurde, wird im Allgemeinen zu Nachsorgeuntersuchungen beim Hautarzt beziehungsweise in einer Hautklinik über einen Zeitraum von zehn Jahren geraten.

Schwarzem Hautkrebs kann man vorbeugen

Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme bei einem malignen Melanom ist der umfassende Schutz vor zuviel Sonneneinstrahlung. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei auffälligen Pigmentmalen helfen das Risiko der Melanomentstehung zu verringern.

Um der Entstehung eines malignen Melanoms vorzubeugen, sollte schon in jungen Jahren konsequenter Schutz vor UV-Strahlung betrieben werden. Eltern tragen hierbei eine hohe Verantwortung für ihre Kinder, zumal die Haut von Kindern gegenüber UV-Strahlung besonders empfindlich ist.

Sonnenbrände in der Kindheit gelten als bedeutender Risikofaktor für eine mögliche spätere Erkrankung an einem malignen Melanom. Allgemein ist von ausgiebigem Sonnenbaden abzuraten. Allgemein ist es empfehlenswert, im Badeurlaub und auch Zuhause statt Badehose beziehungsweise Bikini leichte Kleidung zu tragen, die mit langen Ärmeln und Hosenbeinen oder mit einem langen Rock die UV-Strahlung von der Haut abhält.

Die wichtigsten Eigenschaften ultravioletter (UV-)Strahlung

Es gibt drei Formen des UV-Lichtes: UV-A, UV-B und UV-C. Sie kommen in unterschiedlichen Anteilen im Sonnenlicht und in Solarien vor. Wegen der potentiellen Gefährdung für die Haut ist es sinnvoll, ihre Wirkungen zu kennen.

UV-A: energieärmer (langwelliger) als UV-B.

Vorkommen: als Teil der Strahlung der Sonne sowie im Solarium;

Wirkungen:

  • schnelle Bräunung
  • vorzeitige Hautalterung (Falten, Pigmentverschiebungen)
  • erhöht das Risiko, Jahrzehnte später an einem malignen Melanom zu erkranken

UV-B: energiereicher (kurzwelliger) als UV-A.

Vorkommen: als Teil der Strahlung der Sonne

Wirkungen:

  • langsame Bräunung
  • Sonnenbrand
  • erhöht das Risiko, Jahrzehnte später an einem malignen Melanom zu erkranken

UV-C: energiereicher (kurzwelliger) als UV-A und UV-B.

Vorkommen: als Teil der Strahlung der Sonne; gelangt wegen der Filterwirkung der Erdatmosphäre praktisch nicht in die Nähe der Erdoberfläche

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den Hautarzt

Ganz allgemein sollten Muttermale (auch unauffällige Nävuszellnävi) in etwa zwölfmonatigen Abständen vom Hautarzt kontrolliert werden. Damit kann eine mögliche Umwandlung in dysplastische Nävi mit der Gefahr einer späteren Melanom-Entstehung relativ frühzeitig erkannt werden.

Falls der Hauarzt dabei feststellt, dass bei einzelnen Pigmentmalen die Entwicklung zum dysplastischen Nävuszellnävus (Pigmentmal mit auffälliger Struktur) fortschreitet, sollten die betreffenden Hautveränderungen vor der Entstehung eines malignen Melanoms entfernt werden.

Regelmäßige Selbstuntersuchung

Eine vorbeugende Maßnahme, die jeder Mensch durchführen kann, ist die regelmäßige Selbstuntersuchung. Gegebenenfalls können die Eltern (bei Kindern) beziehungsweise der Lebenspartner hierbei helfen. Bei Größenzunahme und Farbveränderung eines vorbestehenden Pigmentmals beziehungweise bei Auftreten von Entzündungszeichen (Rötung, Juckreiz) sollte vorsichtshalber ein Hautarzt aufgesucht werden. Ein besonderes Alarmzeichen ist Nässen und eine Blutung im Bereich des Pigmentmals.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 27. Mai 2014
Durch: sw

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