Generalisierte Angststörung: Symptome und Therapien

Kinder haben Angst vor Dunkelheit. Erwachsene fürchten Gewitter. Im Alter wächst die Angst vor Krankheiten, Einsamkeit und Tod. Angst ist ein unvermeidlicher, aber auch notwendiger Bestandteil menschlichen Daseins. Zur Krankheit wird Angst erst, wenn sie unangemessen stark ist, zu oft und zu lange auftritt, mit Kontrollverlusten (zum Beispiel Blamage in der Öffentlichkeit) oder Zwangshandlungen (zum Beispiel Waschzwang) verbunden ist, starkes Leid verursacht und dazu führt, dass man den Auslösern aus dem Weg geht.

angststörung
Entspannungstechniken helfen, eine Angststörung zu überwinden.
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Angst hat viele Gesichter und viele Namen. Am weitesten verbreitet sind Phobien, vor Hunden, Spinnen (Arachnophobie), freien Plätzen (Agoraphobie), engen Räumen (Klaustrophobie), Menschen (soziale Phobie), der Angst vorm Fliegen, Zwangserkrankungen sowie Panikstörungen.

Eine Form der Angststörungen, die generalisierte Angsterkrankung (GAE), auch generalisierte Angststörung oder generaliertes Angstsyndrom (GAS) genannt, ist selbst unter Medizinern erst seit wenigen Jahren bekannt. Nicht, weil sie so selten wäre, sondern weil neue neurobiologische und psychologische Forschungserkenntnisse sowie eindeutige und spezifische Diagnosekriterien (International Classification of Diseases, ICD-10; Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, DSM IV) eine genauere Unterteilung der Angsterkrankungen zugelassen haben. Dennoch ist die GAE die in Deutschland bisher am wenigsten erforschte Angststörung.

Es handelt sich um ein eigenständiges Krankheitsbild, das sich von anderen Angsterkrankungen wie den Phobien oder Panikstörungen unterscheidet. Dagegen fällt die Abgrenzung zu depressiven Störungen oft schwer. Zum einen ist mittlerweile bekannt, dass hinter vielen depressiven Symptomen ursprünglich nicht erkannte und nicht behandelte Angststörungen stehen. Zum anderen ist Angst ein zentrales Merkmal einer Depression. Eine gravierende Unterscheidung gibt es dennoch.

Dieses Hauptsymptom verrät eine generalisierte Angststörung

Das Kernsymptom der GAE sind unrealistische Befürchtungen über vielfältige Alltagsaspekte. Deshalb der Begriff "generalisiert". Die Angst ist nicht nur an bestimmte Umgebungsbedingungen oder eine Situation gebunden, sie äußert sich vielmehr in der Sorge um alles und jeden. So könnte der Partner auf dem Weg zur Arbeit oder das Kind in der Schule einen Unfall erlitten haben. Oder es könnten schon bald finanzielle Einbußen drohen. Auf den ersten Blick mögen diese Befürchtungen nicht krankhaft erscheinen, sie beherrschen die Betroffenen jedoch tage-, wochen-, monatelang und behindern ihr tägliches Leben.

Das Leitsymptom der generalisierten Angsterkrankung (GAE) ist das stets wiederkehrende Gefühl von nahender Katastrophe, nach dem Motto: "Ich weiß, dass die Welt voller Gefahren steckt."

Die sich daraus entwickelnden Begleitsymptome betreffen die Seele und den Körper in vielfältigen Variationen, zum Beispiel in Form von Nervosität, Zittern, Atemnot, Muskelverspannungen, Schwindelgefühlen oder Oberbauchbeschwerden. Der erste Weg führt diese Patienten daher auch meist zum Hausarzt. Die Suche nach einer körperlichen Erkrankung endet in der Regel erfolglos, die Kranken werden mit Beruhigungsmitteln behandelt.

Aufklärung und Informationen sind daher von großer Wichtigkeit. Beides trägt auch dazu bei, dem Stigma entgegenzuwirken, das psychischen Erkrankungen anhaftet und das viele Angstpatienten daran hindert, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Anzeichen der Angststörung im Überblick

Die Angst kommt schleichend und ist gekennzeichnet durch unrealistische Sorgen um alles und jeden. Diese unheilvollen Gefühle und Gedanken nagen an der Seele und am Körper und weisen auf eine generalisierte Angsterkrankung (GAE) hin.

Von einem generalisierten Angstsyndrom, einer generalisierten Angsterkrankung (GAE) oder generalisierten Angststörung sollte dann gesprochen werden, wenn die Angstanfälle ganz bestimmte Merkmale aufweisen. Diese sind in zwei internationalen statistischen Systemen zur Klassifikation der Krankheiten festgelegt: In der International Classification of Diseases (ICD) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) der American Psychiatric Association (APA). Natürlich sind derartige Festlegungen immer nur Ausdruck von Konventionen, die ihrer Natur nach veränderlich sind. Dennoch erlauben Systeme wie diese eine zuverlässige Abgrenzung zu anderen Angststörungen. Seit der erstmaligen Festlegung der Kriterien für eine GAE ergaben sich in verschiedenen Revisionen einige Änderungen. Die Definition der Erkrankung ist in ihrem Kern jedoch gleich geblieben.

Übermäßige, anhaltende und kaum zu kontrollierende Ängste und Vorahnungen, die aber nicht auf bestimmte Situationen in der Umgebung beschränkt oder darin nur besonders betont sind. Häufig werden Befürchtungen geäußert, der Patient selbst oder ein Angehöriger könnten demnächst erkranken oder verunglücken. Diese Sorgen werden von einer Reihe psychischer und körperlicher Symptome begleitet, wobei letztere im Vordergrund stehen können.

Eine generalisierte Angsterkrankung (GAE) kann nicht nur auf das Leben der Patienten verheerende Auswirkungen haben, sondern auch auf das ihrer Familie und Freunde. Zwar sind von den typischen Symptomen zunächst die Patienten selbst betroffen, da sie ihre unheilvollen Ahnungen im Allgemeinen für sich behalten. Doch die Fülle der begleitenden Beschwerden können auch den Alltag der Mitmenschen aus dem Lot bringen. Die sich zunehmend vermindernde Fähigkeit der Betroffenen, die eigene soziale Rolle zu erfüllen und am beruflichen wie gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, kann weit reichende Komplikationen haben:

  • Depressionen
  • Verlust der Produktivität am Arbeitsplatz
  • Arbeits- und Beziehungsunfähigkeit
  • kompletter Rückzug
  • Alkohol- und Medikamentenmissbrauch
  • Suizidgefahr

Damit lassen sich Studienergebnisse nachvollziehen, in denen sich die GAE als eine der schwerwiegendsten Formen der Angsterkrankungen (ähnlich der Panikstörung) erwies.

Bei 49 Prozent aller in Studien untersuchten Fälle konnten gravierende berufliche, zwischenmenschliche oder andere soziale Komplikationen festgestellt werden.

Ein Krankheitsverlauf, der letztlich zu verschiedenen psychischen Störungen führt, wird in der Fachsprache als Komorbidität bezeichnet. Gerade für das Verständnis von Sucht ist aus psychiatrischer Sicht das häufige Zusammentreffen mit den so weit verbreiteten Angsterkrankungen und Depressionen sehr wichtig.

Damit sich nun aus dem Mosaikbild der Beschwerden die GAE-spezifischen heraus finden lassen, stehen dem Arzt die Kriterien der ICD-10 und des DSM IV zur Verfügung, die nachfolgend vorgestellt werden. Ein Vergleich beider Systeme ergibt Unterschiede, die hier aber unkommentiert bleiben.

Angststörung: Krankheitszeichen nach ICD-10

Der Patient muss während mindestens sechs Monaten mindestens vier bestimmte Symptome aufweisen, damit eine generalisierte Angsterkrankung (GAE) diagnostiziert wird.

A. Ein Zeitraum von mindestens sechs Monaten mit vorherrschender Anspannung, Besorgnis und Befürchtungen in Bezug auf alltägliche Ereignisse und Probleme.

B. Mindestens vier Symptome der unten angegebenen Liste, davon eins von den Symptomen 1 bis 4 müssen bestehen:

Vegetative Symptome:

1. Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz

2. Schweißausbrüche

3. Fein- oder grobschlägiger Tremor

4. Mundtrockenheit (nicht infolge Medikation oder Exsikkose)

Symptome, die Thorax und Bauch betreffen:

5. Atembeschwerden

6. Beklemmungsgefühl

7. Thoraxschmerzen und -missempfindungen

8. Übelkeit oder Missempfindungen im Bauch (zum Beispiel Kribbeln im Magen)

Psychische Symptome:

9. Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche und Benommenheit

10. Gefühl, die Objekte sind unwirklich (Derealisation) oder man selbst ist weit entfernt oder "nicht wirklich hier" (Depersonalisation)

11. Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder auszuflippen

12. Angst zu sterben

Allgemeine Symptome:

13. Hitzewallungen oder Kälteschauer

14. Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle

Symptome der Anspannung:

15. Muskelverspannung, akute und chronische Schmerzen

16. Ruhelosigkeit und Unfähigkeit zum Entspannen

17. Gefühle von Aufgedrehtsein, Nervosität und psychischer Anspannung

18. Kloßgefühl im Hals oder Schluckbeschwerden

Andere unspezifische Symptome:

19. Übertriebene Reaktionen auf kleine Überraschungen oder Erschrecktwerden

20. Konzentrationsschwierigkeiten, Leeregefühl im Kopf wegen Sorgen oder Angst

21. Anhaltende Reizbarkeit

22. Einschlafstörungen wegen der Besorgnis

C. Die Störung erfüllt nicht die Kriterien für eine Panikstörung, eine phobische Störung, eine Zwangsstörung oder eine hypochondrische Störung.

D. Häufigste Ausschlusskriterien: Die Störung ist nicht zurückzuführen auf eine organische Krankheit wie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), eine organische psychische Störung oder auf eine Störung, die zum Beispiel durch eine exzessive Verwendung von amphetaminähnlichen Substanzen oder Benzodiazepinentzug bedingt ist.

Symptome nach dem DSM IV

Der Patient muss während mindestens sechs Monaten mindestens drei bestimmte Symptome aufweisen, damit eine generalisierte Angsterkrankung (GAE) diagnostiziert wird.

A. Übermäßige Angst und Sorge (furchtsame Erwartung) bezüglich mehrerer Ereignisse oder Tätigkeiten (wie etwa der Arbeit oder Schulleistungen), die während mindestens sechs Monaten an den meisten Tagen auftraten.

B. Die Person hat Schwierigkeiten, die Sorgen zu kontrollieren.

C. Die Angst und die Sorge sind mit mindestens drei der folgenden sechs Symptome verbunden (wobei zumindest einige der Symptome in den vergangenen sechs Monaten an den meisten Tagen vorlagen)

Bei Kindern genügt ein Symptom.

  1. Ruhelosigkeit oder ständiges "Auf dem Sprung sein"
  2. Leichte Ermüdbarkeit
  3. Konzentrationsschwierigkeiten oder Leere im Kopf
  4. Reizbarkeit
  5. Muskelspannung
  6. Schlafstörungen (Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten oder unruhiger, nicht erholsamer Schlaf)

D. Die Angst und Sorgen sind nicht auf Merkmale einer Achse-I-Störung beschränkt (Anmerkung der Redaktion: Die Klassifizierung von psychischen Störungen nach dem DSM-IV wird anhand von fünf verschiedenen Achsen vorgenommen). Das heißt, die Angst und Sorgen beziehen sich nicht darauf, eine Panikattacke zu haben (wie bei Panikstörungen), sich in der Öffentlichkeit zu blamieren (wie bei sozialer Phobie), verunreinigt zu werden (wie bei Zwangsstörungen), von zu Hause oder engen Angehörigen weit entfernt zu sein (wie bei Störung mit Trennungsangst), an Gewicht zuzunehmen (wie bei Anorexia nervosa), viele körperliche Beschwerden zu haben (wie bei Somatisierungsstörung) oder eine ernsthafte Krankheit zu haben (wie bei Hypochondrie). Außerdem treten die Angst und Sorgen nicht ausschließlich im Verlauf einer Posttraumatischen Belastungsstörung auf.

E. Die Angst, Sorge oder körperlichen Symptome verursachen in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.

F. Das Störungsbild geht nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer Substanz (zum Beispiel Droge, Medikament) oder eines medizinischen Krankheitsfaktors (zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion) zurück und tritt nicht ausschließlich im Verlauf einer affektiven Störung (zum Beispiel Manie), einer Psychotischen Störung (zum Beispiel Schizophrenie) oder einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung auf.

Krankheitszeichen bei Kindern

Kinder und Jugendliche klagen meist weniger über die für eine generalisierte Angsterkrankung (GAE) typischen Beschwerden. Auch vegetative Begleitsymptome stehen oft nicht stark im Vordergrund. Für diese Betroffenen können folgende alternative Kriterien verwendet werden:

A. Intensive Ängste und Sorgen (ängstliche Erwartung) über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten an mindestens der Hälfte der Tage. Die Ängste und Sorgen beziehen sich auf mindestens einige Ereignisse und Aktivitäten (wie Arbeits- oder Schulpflichten).

B. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, die Sorgen zu kontrollieren.

C. Die Ängste und Sorgen sind mit mindestens drei der folgenden Symptome verbunden (mindestens zwei Symptome an mindestens der Hälfte der Tage):

  1.  Ruhelosigkeit; Gefühl überdreht, nervös zu sein (deutlich zum Beispiel durch das Gefühl geistiger Anstrengung zusammen mit der Schwierigkeit, sich zu entspannen)
  2. Gefühl von Müdigkeit, Erschöpfung oder einfach Anstrengung durch die Ängste und Sorgen
  3. Konzentrationsschwierigkeiten oder Gefühl, der Kopf sei leer
  4. Reizbarkeit
  5. Muskelverspannung
  6. Schlafstörung (Ein- und Durchschlafstörungen, unruhiger oder schlechter Schlaf wegen der Ängste und Sorgen)

D. Die vielfältigen Ängste und Befürchtungen treten in mindestens zwei Situationen, Zusammenhängen oder Umständen auf. Die generalisierte Angststörung tritt nicht in einzelnen Episoden (wie eine Panikstörung) auf, die Hauptsorgen beziehen sich auch nicht auf ein einzelnes Hauptthema (wie bei der Störung mit Trennungsangst oder der phobischen Störung des Kindesalters).

E. Beginn in der Kindheit oder in der Adoleszenz (vor dem 18. Lebensjahr).

F. Die Ängste, Sorgen oder körperlichen Symptome verursachen klinisch deutliches Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen und in anderen wichtigen Lebens- und Funktionsbereichen.

G. Die Störung ist keine direkte Folge einer Substanzaufnahme (zum Beispiel Drogen, Medikamente) oder einer organischen Krankheit (zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion) und tritt auch nicht ausschließlich im Rahmen einer affektiven Störung oder psychotischen Störung oder einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung auf.

Es sollte stets berücksichtigt werden, dass Ängste vor bestimmten Situationen oder Objekten (zum Beispiel Trennungsängste, Angst vor Fremden, vor der Schule) zu den normalen Entwicklungsstufen eines Kindes gehören. Langzeitängste können deshalb auch als eine (durch Umfeld und biologische Aspekte beeinflusste) Verzögerung in der Entwicklung verstanden werden.

Auslöser der Angst: Welche Ursachen stecken hinter der Störung?

Heute weiß man, dass viele psychiatrische Erkrankungen ein ähnliches Erklärungsmodell haben: Es kommen biologische, biografische und psychosoziale Faktoren zu verschiedenen Zeitpunkten eines Lebens unterschiedlich stark zum Tragen. Erst in ihrem Zusammenspiel jedoch wird die Psyche anfällig für Belastungen, und eine generalisierte Angsterkrankung (GAE) kann entstehen.

Eine generalisierte Angsterkrankung (GAE) kann nicht auf eine einzelne, eindeutige Ursache zurückgeführt werden. Es wirken verschiedene Faktoren zusammen. Dennoch ist über die Entstehungsgeschichte der Erkrankung wenig bekannt, da sie weder an regelhafte Auslöser (wie bei den Phobien) gebunden noch durch dominierende überfallartige Panikattacken (wie bei der Panikstörung) charakterisiert ist. So vielfältige Faktoren wie erbliche Veranlagung, erlernte Verhaltensmuster und Lebenssituationen scheinen eine Rolle zu spielen. Jene internationalen Forschergruppen, die sich um Präzisierung bemühen, tun dies auf der Grundlage eines aktuellen Erklärungsmodells, dass für viele psychiatrische Erkrankungen und deren Verlauf ähnlich ist.

Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell

Man weiß heute, dass genetische beziehungsweise biologische Faktoren einerseits sowie biographische Krisen andererseits zu verschiedenen Zeitpunkten eines Lebens verschiedene Hirnareale unterschiedlich stark beeinflussen und sie verändern. Erst in ihrem Zusammenwirken jedoch wird die Psyche verletzbar - vulnerabel - gegenüber belastenden Einflüssen, also Stress. Entsprechend spricht man vom Vulnerabilitäts-Stress-Modell.

Die Vulnerabilität für ein generalisiertes Angstsyndrom ist nach Ansicht einiger Forscher im Wesentlichen durch eine Störung in der Stressverarbeitung gekennzeichnet. Das Alarmsystem des Körpers entgleist gewissermaßen, wenn innere Faktoren (wie Veränderungen in der Konzentration bestimmter Botenstoffe im Gehirn) oder äußere Belastungen (wie eine Lebenskrise) die Toleranzgrenze bei Menschen mit einer bestimmten Persönlichkeitsstruktur überschreiten. Andere Forscher halten die generalisierte Angsterkrankung (GAE) für eine Denkstörung – für eine Verzerrung des kognitiven Systems, das auf das Erleben von Angst ausgerichtet ist. Grundlage dafür ist eine erhöhte Angstbereitschaft.

Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell integriert verschiedene Theorien und Aspekte über Ursachenfaktoren, die bei jeder Angststörung wichtig sind.

Das psychosoziale Modell

Dieses Modell konzentriert sich auf Stressfaktoren und Konflikte. Danach sind Ängste auf situationsbedingte Stressoren (zum Beispiel schmerzliche Trennungen oder Verluste, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit) und/oder psychologische Konflikte (zum Beispiel zermürbende Partnerkrisen) zurückzuführen. In der Vergangenheit galt die Auffassung, dass der Grad des Stresses die Schwere der Angst bestimmt. Ziel der Behandlung war es, die Belastungen auszuschalten. Inzwischen hat sich gezeigt, dass nicht alle Angststörungen in das Schema passen. Bezüglich einer generalisierten Angsterkrankung (GAE) stehen jedoch lang andauernde psychosoziale Belastungen, geringes Selbstwertgefühl sowie ein schlechter Gesundheitszustand im Verdacht, an der Entwicklung beteiligt zu sein. Hausfrauen ohne Berufstätigkeit sowie verwitwete und geschiedene Personen sind besonders anfällig. Generell haben Frauen, Personen über 25 sowie solche mit niedrigem Sozialstatus ein leicht erhöhtes Risiko. Schon in der Kindheit sind Patienten mit einer GAE ängstlich und nervös gewesen.

Das lerntheoretische Modell

Betont wird die klassische Konditionierung: Bislang neutrale Situationen oder Objekte lösen plötzlich Angstreaktionen aus. Am Beispiel der Flugangst bedeutet das: Wer niemals Angst vor dem Fliegen hatte, erlebt bei einem turbulenten Flug die Angst vor dem Absturz. Fliegen ist von nun an mit Schrecken besetzt und wird gemieden. Das Problem wird dadurch aber nicht gelöst, die erworbene Konditionierung nicht außer Kraft gesetzt.

Der Mechanismus ist auch für die Entwicklung einer generalisierten Angsterkrankung (GAE) interessant. Denn das gelernte Muster kann an andere Situationen oder Objekte gekoppelt werden. Es entsteht eine Generalisierung und in der Folge ein Vermeidungsverhalten. Diese Kombination ist durchaus geeignet, einen Teufelskreis in Gang zu setzen. Die Betroffenen wagen sich nicht mehr allein aus dem Haus, geraten in die soziale Isolation, versuchen die Angst mit Tabletten oder Alkohol zu verschleiern und in den Griff zu bekommen. Was nicht selten zusätzlich in der Sucht, schlimmstenfalls im Suizid endet.

Die Rolle der Gene

Die bisher beschriebenen Erklärungen stützen sich auf bestimmte Umweltbedingungen. Nun stellt sich die Frage, warum nicht alle Menschen unter ähnlichen Bedingungen krank werden vor Angst. Das versuchen unter anderem Genetiker und Neurowissenschaftler zu klären, indem sie zunächst postulieren: Es muss zusätzlich eine genetische beziehungsweise biologische Disposition vorliegen. Zum einen scheinen Angstpatienten über ein labiles vegetatives Nervensystem zu verfügen. Das führt dazu, dass sie leicht durch verschiedene Reize erregt und Angstsymptome schnell ausgebildet werden können. Das Vegetativum steuert alle unwillkürlich ablaufenden Funktionen wie Atmung, Verdauung, Blutdruck, Schwitzen. Dessen Labilität scheint angeboren zu sein.

Genetische Faktoren werden für psychiatrische Erkrankungen bisher nur ansatzweise verstanden. Heute bezeichnet man die Merkmale und Krankheiten als "genetisch komplex", die mit einer gewissen Familiarität auftreten, sich jedoch nicht mit einem einfachen Erbgang nach Mendel erklären lassen. Bisher lagen die größten Erfolge in der Humangenetik bei den monogenen Merkmalen und Krankheiten. Die Entwicklung der molekularen Humangenetik, vor allem das Humangenomprojekt, und die Weiterentwicklung spezieller (biometrisch-genetischer) Analysemethoden hat nun auch die Zerlegung genetisch komplexer Krankheiten in den Bereich des Möglichen gerückt. Da gerade für psychische Krankheiten ein besseres Ursachenverständnis entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung neuer Therapieverfahren und Präventionsstrategien darstellt, hat genetische Forschung für sie – und dazu zählt auch die generalisierte Angsterkrankung (GAE) – eine große Bedeutung.

Das biologische Modell

Weitere neurowissenschaftliche Befunde zeigen, dass bei Angstpatienten Besonderheiten in der Aktivität bestimmter Hirnregionen und der zugehörigen Botenstoffe bestehen. Die Mechanismen sind im Abschnitt Anatomie: Botenstoffe dargestellt. Der Hintergrund hier ist, dass manche Ängste mit spezifischen Störungen in Neurotransmittersystemen zusammenhängen. Bei der generalisierten Angsterkrankung (GAE) werden dem Serotonin- und Nordadrenalin-System eine wesentliche Rolle zugeschrieben. Unklar ist generell noch, inwieweit Neurotransmitter-Störungen zum eigentlichen Ausbruch der Erkrankung führen oder ob sie selbst lediglich Symptom eines Prozesses sind.

So läuft die Diagnose einer Angststörung ab

Vermutlich jeder zehnte Patient in einer allgemeinärztlichen Praxis leidet an einer generalisierten Angsterkrankung (GAE). Der typische Angstpatient kommt zunächst wegen anderer Beschwerden. Gespür und Erfahrung im Umgang mit Angstpatienten helfen dabei, die Symptome rechtzeitig einzuordnen und gezielte Untersuchungen vorzunehmen.

Aus dem Teufelskreis der generalisierten Angsterkrankung (GAE) kann sich der Einzelne meist nicht selbst befreien. Therapeutische Hilfe ist notwendig. Der Weg zum Psychiater, Nervenarzt oder Psychotherapeuten ist für viele Betroffene aus Angst, als verrückt abqualifiziert zu werden, allerdings zunächst unvorstellbar. Hinter dem Gedanken steckt zum einen die Stigmatisierung seelischer Störungen, zum anderen die noch immer bestehenden Vorbehalte und Vorurteile gegen Psychiater. Die weit verbreitete Vorstellung, diese Fachärzte seien für "Geisteskranke" zuständig und würden in "geschlossenen Anstalten" arbeiten, ist falsch. Es ist ebenso wichtig festzustellen, dass es in der Psychiatrie zu einer deutlichen Veränderung in der Arzt-Patienten-Beziehung gekommen ist.

Die übermächtige Haltung des Arztes, der wusste, was für seine Patienten gut ist, hat sich entwickelt zu einer partnerschaftlichen Haltung, bei der der Patient so autonom wie möglich gemeinsam mit dem Therapeuten seine Behandlung gestaltet. Das hat dazu geführt, dass das gegenseitige Vertrauen gewachsen ist.

Vertrauen ist die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Das langjährige bestehende gute Einvernehmen sowie Kenntnisse Ihres sozialen Umfelds und der Lebensstruktur sind beste Voraussetzungen, damit sich der Hausarzt Ihrer annehmen kann. Wenn er darüber hinaus zu jenen niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Internisten gehört, die über große Erfahrung im Umgang mit Angstpatienten verfügen, ist er der richtige Ansprechpartner.

Sofern dies nicht der Fall ist und Sie durch die Beantwortung des Angstfragebogens inzwischen ahnen, dass die Ursache Ihrer Beschwerden in einer generalisierten Angsterkrankung (GAE) zu suchen sein könnte, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen. Folgende Untersuchungsmethoden stehen Haus- und Fachärzten zur Verfügung:

Gespräch (Anamnese)

Das A und O beim Erstgespräch und bei allen weiteren Gesprächen bei einer möglichen generalisierten Angsterkrankung (GAE) ist Zeit. Hier nehmen sich Psychiater, Nervenärzte und Psychotherapeuten naturgemäß viel Zeit. Der Zugang zum Patienten über das Gespräch ist selbstverständlich. Entsprechend dauert das Erstgespräch relativ lang. Viel Raum nimmt die Biografie ein. Der Arzt stellt gezielte Fragen zur familiären und partnerschaftlichen Situation, zu seelischen Erkrankungen in der Familie, und er lässt dem Patienten ausreichend Zeit, sich zu öffnen. Er lässt ihn sprechen, um herauszufinden, was diesem wichtig ist und was er zunächst verschweigt. Ziel der Anamnese ist es, das Wesen und den Grad der Beschwerden möglichst komplett zu erfassen, einzuordnen und zu einer Diagnose zu gelangen.

Erhebung verschiedener Begleitsymptome

Um die Diagnostik einer generalisierten Angsterkrankung (GAE) zu vertiefen, werden verschiedene Begleitsymptome erfasst und mögliche Komplizierungen durch zusätzliche andere psychische Erkrankungen wie Depression, Alkohol- oder Drogenmissbrauch (Komorbiditäten) abgeklärt. Die Erfassung ist wegen des unterschiedlichen Ansprechens auf bestimmte Behandlungsformen von Bedeutung. Die Beurteilung erfolgt anhand der ICD-10- und DSM IV-Diagnosekriterien. Zusätzlich können sogenannte psychometrische Verfahren eingesetzt werden.

Psychometrische Verfahren

Dabei handelt es sich um Tests, mit deren Hilfe die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit untersucht wird. Am Beispiel der Hamilton Angstskala und des State-Trait-Angstinventars bedeutet dies: Der Arzt spricht etwa 30 Minuten mit Ihnen und beurteilt Ihre Aussagen nach derartigen Skalen.

Körperliche Untersuchungen

Eine körperliche Untersuchung ist selbstverständlich bei Verdacht auf eine generalisierte Angsterkrankung (GAE), um organische Ursachen auszuschließen, ebenso eine orientierende neurologische Untersuchung. Dazu gehören:

  • EKG (Elektrokardiogramm = Herzstrommessung)
  • Abnahme von Blut, das im Labor vor allem auf hormonelle Störungen (wie Schilddrüsenüberfunktion) untersucht wird
  • EEG (Elektroenzephalogramm = Hirnstrommessung) zum Ausschluss von Anfallsleiden. In Zweifelsfällen werden zusätzlich ein cerebrales Computertomogramm oder ein Magnetresonanztomogramm angefertigt
  • CCT (cerebrale Computertomographie): Bild gebendes Verfahren; durch das Rotieren eines dünnen Röntgenstrahls um den Schädel wird der Durchtrittswinkel des Strahls ständig geändert, sodass ein Computer die erhaltenen Daten zu einem mehrdimensionalen Bild zusammensetzen kann
  • MRT (Magnetresonanztomographie; auch Kernspintomographie genannt). Per MRT werden ebenfalls Schnittbilder erstellt, allerdings ohne Röntgenstrahlen einzusetzen. Stattdessen wird der Körper/Kopf einem Magnetfeld ausgesetzt und festgestellt, wie sich die Körpergewebe in diesem Feld verhalten

Aufklärung des Patienten

Ist die Diagnose gestellt und deren Einordnung erfolgt, werden Sie umfassend darüber aufgeklärt, dass Sie an einer häufigen Störung leiden, die sowohl biologische als auch psychische Ursachen hat. Allein mit der Mitteilung des Befundes ist es nicht getan. Danach können Überlegungen zum therapeutischen Vorgehen angestellt werden. Ihr Arzt wird Sie nun in eine psychiatrische Praxis überweisen. Dies geschieht ohnehin, wenn er sich seiner Diagnose nicht sicher ist und wenn Komorbiditäten bestehen. Denn diese erschweren eine Diagnostik. Was sich hinter einem so hochkomplexen System verbirgt, kann nur ein Fachmann herausfiltern.

Behandlungsoptionen: Therapie der Angststörung

In der Therapie der generalisierten Angsterkrankung (GAE) wurden in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielt. Entsprechend den biologischen und psychologischen Ursachenfaktoren stehen differenzierte medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungsansätze zur Verfügung.

Welche Therapie bei einer generalisierten Angsterkrankung (GAE) die größten Aussichten auf Erfolg hat, wird unter Experten intensiv diskutiert. Eine Kombination aus Psycho- und Pharmakotherapie scheint ebenso erfolgreich zu sein wie eine alleinige Behandlung mit Medikamenten. Gerade in den ersten beiden Wochen der Therapie besteht häufig vorrangig die Notwendigkeit, Medikamente einzusetzen, um Sie und den behandelnden Arzt in die Lage zu versetzen, psychische, zwischenmenschliche und soziale Belastungen zu bearbeiten.

Andererseits ist wissenschaftlich belegt, dass vor allem ein ausgeprägter chronischer Verlauf in der Regel mit einer alleinigen Psychotherapie nicht ausreichend behandelt werden kann. Im Rahmen mehrdimensionaler Therapieansätze müssen meist sowohl die Persönlichkeit, die zugrunde liegende neurobiologische Störung, die seelischen Symptome als auch die sozialen Belastungen, die die Erkrankung auslösen und aufrechterhalten können, berücksichtigt werden. Eine besondere Bedeutung erhält dieser Aspekt durch das häufige Zusammentreffen mit einer Depression. Außerdem hat sich ergeben, dass innerhalb einzelner Krankheitsbilder bestimmte Symptome gezielt nur mit bestimmten Verfahren therapierbar sind. Für die Kriterien zur Auswahl derartiger Therapien muss folgendes gelten:

  • Sie versprechen akut und schnell Hilfe.
  • Sie sind unmittelbar verfügbar.
  • Sie greifen in den kausalen Störungsprozess ein.
  • Sie sind durch ausreichende Therapiestudien in kurz- und langfristiger Wirksamkeit belegt.
  • Sie sind nebenwirkungsarm.
  • Die Risiken von Abhängigkeit und Gewöhnung sind für psychopharmakologische wie für psychotherapeutische Ansätze gering.

Medikamentöse Behandlung

Zu jeder Behandlung einer generalisierten Angsterkrankung (GAE) gehört der Einsatz von Angst lösenden Medikamenten. Nur mit ihrer Hilfe lässt sich das Ungleichgewicht der Neurotransmitter im Gehirn korrigieren. Zu diesen Medikamenten gehören die sogenannten Antidepressiva (wirken antriebssteigernd und stimmungsaufhellend) und die Gruppe der Tranquilizer (wirken angstlösend und entspannend).
Eine medikamentöse Therapie erfolgt durch den Arzt und sollte mindestens sechs bis zwölf Monate erfolgen, gegebenenfalls länger.

Psychotherapeutische Behandlung

Aufgrund ihrer wissenschaftlich nachgewiesenen Effekte können bestimmte Verfahren der Kognitiven Verhaltenstherapie als die wirksamste Form bei einer generalisierten Angsterkrankung (GAE) angesehen werden.

  • Hierbei soll der Teufelskreis aus Angst und Vermeidung soll durchbrochen werden.
  • Die Angst soll durch praktische und gedankliche Übungen und Strategien bewältigt werden.

Regeln zum Umgang mit der Angst

Es gibt Merksätze, die sich im Umgang mit Angstsituationen bewährt haben. Sie lassen sich unabhängig von Behandlungsverfahren jederzeit anwenden.
In allen Bereichen unseres Lebens heißt der erfolgreichste Weg zum Erlernen von Neuem: Wir müssen uns der Situation aussetzen. Das gilt auch für die Bewältigung der Angst. Diese Regeln sollen daran erinnern: Sie müssen wiederholt die Erfahrung machen, dass die Angst nicht zur Katastrophe wird.

  1. Angstgefühle und dabei auftretende körperliche Symptome sind verstärkte normale Stressreaktionen.
  2. Angstreaktionen sind nicht schädlich für die Gesundheit.
  3. Verstärken Sie Angstreaktionen nicht durch Furcht erregende Fantasievorstellungen.
  4. Bleiben Sie in der Realität, beobachten und beschreiben Sie innerlich, was um Sie herum wirklich geschieht.
  5. Bleiben Sie in der Situation, bis die Angst vorüber ist.
  6. Beobachten Sie, wie die Angst von allein wieder abnimmt.
  7. Vermeiden Sie keine Angstsituationen!
  8. Setzen Sie sich allen Situationen aus, die Ihnen Angst machen.
  9. Seien Sie stolz auf kleine Erfolge, auch die ganz kleinen!
  10. Nehmen Sie sich in Angstsituationen Zeit.

Sie werden die Erfahrung machen, dass Ihr Selbstwertgefühl steigt, wenn Sie in dieser Weise gegen die Angst arbeiten.

Der generalisierten Angststörung vorbeugen: Kann man sich schützen?

Bei allen psychischen Erkrankungen gelingt eine effektive Rückfall-Prophylaxe meist nur unter der Kombination von Sozio-, Psychopharmaka- und Psychotherapie. Ein kombiniertes Behandlungskonzept trägt bei einer generalisierten Angsterkrankung (GAE) also grundlegend dazu bei, die Lebensqualität der Patienten deutlich zu verbessern.

Die generalisierte Angsterkrankung (GAE) verläuft eher chronisch. Das Risiko, einen Rückfall zu erleiden, ist für den einzelnen Patienten dennoch unterschiedlich. Insofern sind neben der akuten Besserung auch die langfristige Wirksamkeit und Symptomlinderung wichtige Therapieziele. Menschen, die sich einer kognitiven Verhaltenstherapie unterziehen, fühlen sich nach der Beendigung tendenziell besser.

Es gibt in Ihrem Leben jenseits der Stimmungslage jedoch Faktoren, die bisher nicht identifiziert sind, wenn man Ihnen helfen will, dauerhaft gesund zu bleiben. Folglich muss die Therapie sich an den Symptomen orientieren. Die umfangreiche und wissenschaftlich fundierte Information und Aufklärung der Bevölkerung gegenüber Psychotherapie könnte vielen Patienten helfen.

Doch ist eine richtig dosierte Dauermedikation potenziell in der Lage, für eine anhaltende Symptomfreiheit zu sorgen? Und wenn, mit welchen Medikamenten? Immerhin erachtet einer der in Deutschland führenden Forscher auf dem Gebiet der generalisierten Angststörung, Prof. Dr. M. Linden, Berlin, die SSRI zur Therapie für ungeeignet. Begründung: Es handele sich um eine Denkstörung, die nicht neurobiologisch begründet sei. Andererseits zeigen 60 bis 80 Prozent der Patienten innerhalb eines Jahres nach Absetzen der Medikation eine erneute Zunahme der Symptomatik.

Viele Fragen sind offen. Der Bedarf, diese Erkrankung weiter zu erforschen, ist groß. Eines ist jedoch klar: Nach einer erfolgreichen Angsttherapie stehen die Patienten vor der schwierigen Aufgabe, ihr Leben und ihre Beziehungen neu ordnen zu müssen. Hier kann wiederum ein entsprechendes psychotherapeutisches Angebot eine wichtige Hilfestellung sein. Gefragt ist auch die aktive Anteilnahme der Angehörigen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 27. September 2015

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