Extreme Stimmungsschwankungen

Borderline-Syndrom: Achterbahnfahrt der Gefühle

Das Borderline-Syndrom ist eine ernsthafte psychische Erkrankung. Sie kann das Leben und den Alltag der Betroffenen und auch der Mitmenschen erheblich beeinträchtigen. Typisch sind heftige Gefühlsausbrüche, Stimmungsschwankungen und eine verzerrte Selbstwahrnehmung. Borderline trifft Männer wie Frauen. Meist zeigen sich schon in der Jugend erste Anzeichen für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. Die Gründe können Gewalterfahrungen und traumatische Erlebnisse sein. Eine Psychotherapie hilft Patienten.

svv bei borderline
Wer bin ich: Borderliner stellen ihre Person und ihren Körper infrage, selbstverletzendes Verhalten ist häufig. Vor allem junge Frauen sind betroffen.
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Das Borderline-Syndrom ist eine Persönlichkeitsstörung, die Mediziner als ein sehr schweres psychiatrisches Krankheitsbild einstufen. Menschen mit Borderline fällt es schwer, ihre oft intensiven Gefühle unter Kontrolle zu halten. Sie leiden unter heftigen Gefühlsausbrüchen und Stimmungsschwankungen, die ihren Alltag, das Leben ihrer Mitmenschen sowie sämtliche zwischenmenschlichen Beziehungen erheblich beeinflussen. Die Gefühle und Gedanken von Borderline-Patienten können sich schon beim geringsten Anlass von einer Minute zur nächsten ändern. Typisch für das Borderline-Syndrom sind emotionale Instabilität, Impulsivität, innere Spannungszustände und eine Störung des Selbstbilds.

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Borderline bezeichnen Ärzte auch als Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), Borderline-Störung oder Borderline-Syndrom. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ordnet die psychische Erkrankung den emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen zu. Meist kommen weitere Erkrankungen und Gesundheitsprobleme hinzu, zum Beispiel Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen, Essstörungen oder Drogenkonsum.

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Wer ist von Borderline betroffen?

Der Begriff "Borderline" kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Grenzlinie“. Seinen Ursprung hat der Name darin, dass Borderline-Patienten sowohl Symptome einer Neurose als auch einer Psychose zeigen, also an der Grenze oder im Übergangsbereich zwischen beiden Krankheitsbildern liegen. Ärzte schätzen, dass die Borderline-Störung etwa drei Prozent der Bevölkerung betrifft. Erste Anzeichen entwickeln sich oft schon in jungem Alter. Die meisten Patienten erkranken zwischen 15 und 45 Jahren. Die Borderline-Störung trifft Frauen und Männer vermutlich gleichermaßen. Allerdings vertrauen sich mehr Frauen als Männer einem Arzt an, sodass die Diagnose Borderline häufiger bei Frauen gestellt wird. In der Konsequenz ist auch die Mehrzahl der Patienten, die eine Borderline-Therapie durchlaufen, weiblich.

Ärzte gehen heute davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenspielen, damit eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entsteht. Beteiligt sind genetische Faktoren und Umwelteinflüsse, etwa Gewalterfahrungen und traumatische Erlebnisse wie sexueller Missbrauch.

Borderline kann lebensgefährlich werden

Menschen mit Borderline verspüren heftige Stimmungs- und Gefühlsschwankungen sowie innere Spannungen. Sie sind schnell reizbar und können ihre Emotionen kaum im Zaum halten. Auch das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung sind gestört. Die emotionalen Achterbahnfahrten erleben die meisten Betroffenen als extrem unangenehm. Sie empfinden sich als Opfer ihrer Stimmungen und Gefühle und verspüren einen hohen Leidensdruck. Auch Angehörige und Freunde bekommen die Auswirkungen der Borderline-Störung zu spüren: Die Krankheit beeinträchtigt die zwischenmenschlichen Beziehungen entscheidend.

Um die Anspannung, den inneren Druck und die gefühlte innere Leere zu lindern, greifen Betroffene oft zu drastischen Mitteln wie der Selbstverletzung. Sie schneiden sich mit Rasierklingen und Messern in die Haut oder fügen sich Verbrennungen zu. Auch legen sie selbstgefährdende Verhaltensweisen an den Tag: Sie konsumieren Drogen, balancieren auf Brückengeländern oder preschen mit überhöhter Geschwindigkeit über die Autobahn, um die innere Spannung abzubauen. Bei vielen Borderline-Patienten besteht zudem Suizidgefahr. So haben etwa 60 Prozent der Betroffenen mindestens einen Suizidversuch unternommen. Eine frühzeitige Borderline-Therapie bei einem erfahrenen Therapeuten ist deshalb umso wichtiger.

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Symptome: Wie Sie das Borderline-Syndrom erkennen

Ein Borderline-Syndrom äußert sich in vielfältigen Symptomen, die Betroffene individuell unterschiedlich erleben. Charakteristisch für Borderline sind Impulsivität und emotionale Instabilität. Nicht nur die Erkrankten selbst, sondern auch Angehörige, Freunde und das gesamte soziale Umfeld leiden unter den Stimmungsschwankungen und Gefühlsausbrüchen.

Anzeichen der Persönlichkeitsstörung im Überblick

Die American Psychiatric Association (APA) beschreibt in ihrem "Diagnostischen und statistischen Handbuch psychischer Störungen" (DSM) neun typische Symptome der Borderline-Persönlichkeistsstörung:

  • Angst, allein zu sein: Borderliner versuchen verzweifelt, Trennungen und Einsamkeit zu vermeiden.

  • intensive, aber instabile Beziehungen: Aufgrund der Angst, verlassen zu werden, ist die Beziehung eines Borderline-Patienten zu seinem Partner anfangs meist sehr intensiv (Idealisierung). Die anfängliche Bewunderung kann aber schnell in Abwertung umschlagen (Entwertung). Später gerät die Partnerschaft wegen der starken Gefühlsschwankungen in Gefahr.

  • Störung der Identität: Borderliner stellen sich selbst und ihren Körper in Frage. Ihre Selbstwahrnehmung ist gestört. Sie sind unsicher und verlieren sich in einem Vorgang der Selbstfindung.

  • Impulsivität: Eine starke Impulsivität geht oft mit Rücksichtslosigkeit einher. Menschen mit Borderline sind schnell reizbar und zeigen eine erhöhte Bereitschaft, sich Gefahren auszusetzen.

  • Selbstverletzung und angedrohter Suizid: Selbstverletzungen sind oft der verzweifelte Versuch von Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, den Kontakt zur Realität wiederherzustellen. Auch dient das selbstverletzende Verhalten dazu, die innere Anspannung und den Druck zu lindern. Drohungen mit einem Suizid oder Versuche, sich das Leben zu nehmen, geschehen häufig nach oder bei erwarteten Zurückweisungen.

  • Stimmungsschwankungen: Menschen mit Borderline erleben sowohl positive als auch negative Gefühle sehr intensiv, wobei negative Gefühlszustände meist überwiegen und auch länger andauern.

  • andauerndes Gefühl von Leere: Für Borderliner erscheinen Dinge oft sinnlos und langweilig. Eine innere Leere führt zum Verlust der Identität und lässt sie verzweifeln.

  • Wut: Menschen mit Borderline besitzen oft eine sehr niedrige Reizschwelle. Sie können Wutanfälle schlecht kontrollieren und sind sogar zu körperlichen Auseinandersetzungen bereit.

  • stressabhängiger Realitätsverlust: "Ich bin in einer anderen Welt." Ein Borderline-Patient stuft oft alles und jeden als "böse" ein und glaubt, dass er niemandem vertrauen kann.

Ärzte sprechen von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, wenn bei einem Patienten mindestens fünf dieser Symptome auftreten.

Ursachen und Auslöser der Borderline-Störung

Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung von Borderline. Ärzte gehen heute davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenkommen müssen, damit sich die Krankheit entwickelt. Es ist anzunehmen, dass Gene eine wichtige Rolle spielen: Erbliche Faktoren beeinflussen, ob ein Mensch emotional instabil ist, eine erhöhte Empfindlichkeit besitzt oder das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung gestört sind. Kommen ungünstige Umwelteinflüsse hinzu, etwa Gewalterfahrungen oder traumatische Erlebnisse wie zum Beispiel ein sexueller Missbrauch, kann eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entstehen.

Kindheitserlebnisse als Auslöser von Borderline

Die Wurzeln der Störung können in der Kindheit liegen. So zeigen sich erste Anzeichen des Borderline-Syndroms oft schon im Jugendalter. Mögliche Faktoren, die zur Entwicklung der psychischen Krankheit beitragen, sind:

  • ungeordnete, schwierige Familienverhältnisse
  • sexueller Missbrauch
  • körperliche und seelische Vernachlässigung
  • Gewalterfahrungen
  • psychische Belastungen

Allerdings kann sich eine Störung auch bei Menschen entwickeln, die in intakten Familienverhältnissen aufwachsen. Ein mangelndes Selbstwertgefühl hat ebenfalls eine Bedeutung. Menschen, die in ihrer Kindheit traumatische Erlebnisse hatten, besitzen als Erwachsene oft kaum Selbstbewusstsein. Sie sind generell anfälliger für psychische Erkrankungen.

Diagnose: Diese Fragen verraten ein Borderline-Syndrom

Ein Psychiater, Psychotherapeut oder Arzt kann eine Borderline-Störung durch Gespräche, gezielte Fragen und die Beobachtung von Verhaltensweisen und typischen Persönlichkeitsmerkmalen erkennen. Wichtig für den Experten sind immer die seelischen Probleme, unter denen Sie leiden. Schließlich waren das die Gründe, weshalb Sie ihn überhaupt aufgesucht haben. Der Arzt versucht zunächst, ein genaueres Verständnis für Ihre Nöte, Ängste und Gefühlslage zu entwickeln. Im Gegensatz zu körperlichen Erkrankungen stehen aufwändige Untersuchungen mit Apparaten oder der sofortige Beginn einer Therapie nicht im Vordergrund.

Für die Gespräche zwischen Arzt oder Therapeut und Patient gibt es keinen festgelegten Ablauf. Letzterer erzählt einfach von seinen Problemen, Sorgen und Beschwerden. Wichtig ist, dem Arzt oder Psychotherapeuten ehrlich und ausführlich von sich selbst und dem eigenen Leben zu berichten. Das setzt ein Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt voraus.

Kriterien für die Borderline-Diagnose

Ein Psychiater oder Psychotherapeut stellt zum Beispiel folgende Fragen:

  • Haben Sie Angst, allein zu sein oder verlassen zu werden?

  • Idealisieren oder entwerten Sie nahestehende und geliebte Menschen?

  • Wie nehmen Sie sich selbst wahr?

  • Wie impulsiv sind sie? Wichtige Anhaltspunkte sind zum Beispiel Ihr Kaufverhalten, eine rücksichtslose Fahrweise oder übersteigerte Sexualität.

  • Verletzen sie sich selbst oder haben Sie Suizidgedanken?

  • Verspüren Sie öfters eine innere Leere?

  • Haben Sie häufiger Wutanfälle?

  • Leiden sie in stressigen Situationen unter paranoiden Vorstellungen?

Oft helfen schon Gespräche weiter

Hat sich der Arzt oder Therapeut anhand der Symptome und Krankengeschichte (Anamnese) ein Bild gemacht, wird er gemeinsam mit dem Patienten eine individuelle Therapie beschließen. Damit die Behandlung erfolgreich ist, muss sie gezielt auf Ihre speziellen Probleme und Persönlichkeitsstruktur zugeschnitten sein. Eine Möglichkeit sind Gespräche mit dem Arzt oder Psychotherapeut. Die Therapie kann aber auch Familie und Freunde miteinbeziehen.

Psychotherapie wichtiger Baustein bei Behandlung von Borderline

Patienten mit einer Borderline-Diagnose profitieren in der Regel von einer Psychotherapie. Wie diese genau aussieht, ist individuell verschieden. Es hängt unter anderem von der vermuteten Ursache der Störung ab, etwa ob Traumata in der Kindheit vorliegen, die es aufzuarbeiten gilt.

Auch Familie und Freunde sind wichtige Stützen in der Behandlung. Sie helfen zusätzlich bei der Bewältigung täglicher Probleme und bannen Gefahren, die im selbstverletzenden Verhalten lauern.

Bedenken Sie, dass Ihr Arzt oder Psychotherapeut ein wichtiger Fixpunkt ist, der Ihnen Halt und Stabilität vermitteln kann. Wichtig ist es, dass Sie die Therapie auch durchhalten und nicht plötzlich abbrechen. Aufgrund der emotionalen Unbeständigkeit und der starken Stimmungsschwankungen liegt hierin ein erhöhtes Risiko, das Sie und Ihr Umfeld im Auge behalten sollten.

Medikamente gegen Borderline

Ob und welche medikamentöse Therapie bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung sinnvoll ist, hängt unter anderem von den Symptomen ab. Bei schweren Angstzuständen oder Aggressionen – besonders gegen sich selbst – sowie bei Depressionen setzen Ärzte zum Beispiel Antidepressiva ein. Diese hellen die Stimmung auf, beruhigen und lösen Angstzustände.

Mit der persönlichen Reife schwindet das Borderline-Syndrom

Wie eine Borderline-Störung verläuft, lässt sich im Einzelfall nicht vorhersagen. Da das Syndrom seine Wurzeln häufig in der Kindheit hat, zeigen sich möglicherweise schon in diesem Alter erste Anzeichen dieser Persönlichkeitsstörung. Sie verstärken sich oft im Lauf der Persönlichkeitsentwicklung bis zum Erwachsenenalter und nehmen dann wieder ab.  Noch unklar ist es, ob sich stattdessen andere Symptome ausprägen, zum Beispiel ein Alkohol- oder Tablettenmissbrauch.

Eine Psychotherapie sowie ein stabiles soziales Umfeld, in dem die Familie und Freunde Sie unterstützen, wirken sich positiv auf den Verlauf der Borderline-Persönlichkeitsstörung aus. In vielen Fällen bessern sich die Symptome oder sie verschwinden völlig. Allerdings ist die Suizidrate bei Menschen mit Borderline erhöht. Umso wichtiger ist es, das Krankheitsbild zu diagnostizieren und zu behandeln.

Kann man einem Borderline-Syndrom vorbeugen?

Einer Borderline-Persönlichkeitsstörung können Sie nicht direkt vorbeugen. Suchen Sie sich frühzeitig Hilfe, wenn Sie seelische Probleme oder starke Gefühls- und Stimmungsschwankungen bei sich feststellen. Wenn Sie in schwierigen Familienverhältnissen aufgewachsen sind oder in Ihrer Kindheit traumatische Erfahrungen gemacht, etwa Gewalt oder sexuellen Missbrauch erlebt haben, sollten Sie sich ärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung suchen. Sprechen Sie am besten auch mit Ihrer Familie, dem Partner und Freunden über psychische Probleme oder Symptome, die auf eine seelische Störung hinweisen könnten.

Vermeiden Sie Stress

Achten Sie darauf, dass Sie sich positive Erlebnisse verschaffen, die Ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl stärken. Nehmen Sie sich Auszeiten und sorgen Sie dafür, dass Sie nicht zu viel Stress in Beruf und Alltag haben. Erlernen Sie am besten eine Entspannungstechnik wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Wer gut entspannen kann, reagiert auch in schwierigen Situationen gelassener und behält einen kühlen Kopf.

Lassen Sie bestehende Erkrankungen behandeln, zum Beispiel ADHS. Denn manche Krankheiten können eine Persönlichkeitsstörung wie Borderline begünstigen.

Entspannungstechniken im Überblick

Hier gibt es Rat und Hilfe für Borderline-Betroffene

Der erste Schritt bei einer Borderline-Störung ist es, sich Angehörigen oder nahestehenden Personen anzuvertrauen. Umgekehrt sollten Familienmitglieder oder Freunde auch selbst die Initiative ergreifen und den Betroffenen ansprechen, wenn sie sein Verhalten auffällig finden. Denn gerade bei einer psychischen Störung ist die Fähigkeit, Probleme bei sich selbst zu erkennen und sich selbst zu helfen, eingeschränkt.

Viele Kliniken und Psychotherapeuten bieten Hilfe bei einer Borderline-Störung an. Ärzte suchen die richtige Therapie für jeden Patienten und stehen sowohl ihm als auch den Angehörigen zur Seite.

Auch im Internet finden Sie Tipps zur (Selbst-)Hilfe bei Borderline:

Portal zum Thema Borderline für Deutschland, Österreich, Schweiz

• Das Borderline-Netzwerk e.V. ist der erste europaweite Selbsthilfeverein zum Thema Borderline

Autor:
Letzte Aktualisierung: 24. März 2017
Durch: sba
Quellen: Bluhm, N. u.a. (2009) STEPPS - Das Trainingsprogramm bei Borderline: Emotionale Krisen bewältigen, Probleme lösen, Alltag gestalten, Beziehungen aufbauen.Trainerhandbuch; Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie: Persönlichkeitsstörungen. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 038/015; Manuela Rösel, Borderline verstehen, starks-sture-Verlag 2012; Neurologen und Psychiater im Netz, www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org (Abruf: 21.03.2017)

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