Komplikationen seltener

Sterberate nach Hüft-OP halbiert

Vielen Patienten ist vor ihrer Hüft-Operation mulmig zumute. Verständlich, schließlich handelt es sich um einen großen Eingriff. Britische Forscher und ihre neuen Daten ermutigen aber dazu, nicht zu lange zu warten, wenn eine Prothese nötig wird.

Behandlungsfehler
Eine Hüftoperation birgt Risiken. Die Sterberate nach dem Eingriff ist aber glücklicherweise kräftig gesunken.
© iStock.com/xmee

Die Sterblichkeit nach dem Einsetzen einer künstlichen Hüfte war nie besonders hoch – allerdings ist jeder Todesfall im Zuge einer Arthrosebehandlung einer zu viel. Die gute Nachricht: Zwischen 2003 und 2011 halbierte sich die Sterblichkeit nach der Hüft-OP in beinahe – zumindest in England und Wales. Sie fiel von knapp 0,56 Prozent (etwa einer von 180 Patienten) auf 0,29 Prozent. Das fanden Forscher der Universitäten in Bristol, Exeter und East Anglia heraus.

Mehr Hüftoperationen, aber anteilig weniger Komplikationen

Sie beschäftigten sich jeweils damit, wie viele Hüftpatienten innerhalb von 90 Tagen nach dem Eingriff verstarben. 2004 zum Beispiel überlebten von 24.700 Operierten 139 diesen Zeitraum nicht. Im Jahr 2011 führten Chirurgen zwar mit 60.700 viel mehr Hüft-OPs durch, es starben aber relativ gesehen weit weniger Patienten (164).

Am häufigsten traf dieses Schicksal ältere Männer sowie Diabetiker, Herz-, Leber- und Nierenkranke. Die Studie förderte außerdem eine Überraschung zutage: Übergewichtige Hüftpatienten erleiden demnach seltener als andere Komplikationen, die zum Tod führen. Insgesamt analysierten die britischen Experten fast 460.000 Datensätze.  

Operation oft letzte Möglichkeit, Schmerzen und steife Hüfte zu lindern

Den generellen Rückgang der Sterblichkeit nach der Hüft-OP führen die Forscher einerseits darauf zurück, dass sich Narkose- und Operationstechniken verbessert haben, genau wie die Nachsorge. Andererseits seien viele Hüftpatienten heutzutage fitter und „weniger gebrechlich“ als noch vor zehn Jahren und verkrafteten die Hüftoperation daher besser.

Zwar müssten sich längst nicht alle Patienten mit Hüftarthrose unters Messer legen. Für viele sei die künstliche Hüfte aber die einzige Möglichkeit, wieder schmerzfrei laufen zu können. Um Nutzen und Risiken besser abzuwägen, sollten sich Menschen mit Hüftproblemen frühzeitig an einen chirurgischen Orthopäden wenden und die Therapiemöglichkeiten zusammen durchsprechen.

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