Hepatitis: Diagnose

In der Hepatitis-Diagnostik stehen verschiedene Optionen zus Auswahl. Am gängigsten sind Blutuntersuchungen auf bestimmte Antikörper gegen Hepatitis-Viren

Eine Hepatitis (Leberentzündung) stellt der Arzt in der Regel durch Blutuntersuchungen fest. Dabei werden entweder Virusfragmente direkt oder die vom Körper gegen das Virus gebildeten Antikörper im Blut nachgewiesen.

Blutabnahme beim Arzt
Meist diagnostiziert der Arzt eine Hepatitis, indem er die auslösenden Viren im Blut des Patienten nachweist.
(c) Keith Brofsky/Getty Images

Da die Symptome einer Hepatitishäufig sehr unspezifisch sind oder sogar ausbleiben, kommt es vor, dass die Infektion mit Hepatitis-Viren nur durch Zufall oder sehr spät entdeckt wird. Deshalb ist es ratsam, bei Symptomen wie Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch und Mattigkeit einen Arzt aufzusuchen - vor allem, wenn Sie kürzlich in Risikogebieten im Urlaub waren, Drogen gespritzt oder ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Risikopersonen hatten. Dabei kann die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit bei Hepatitis B, D und C bis zu 180 Tagen, bei Hepatitis A bis 50 und bei Hepatitis E bis zu 60 Tagen betragen.

Ablauf der Hepatitis-Diagnostik

Zunächst wird Sie der Arzt beim Verdacht auf eine Hepatitis nach Ihren Symptomen fragen. Treten typische Hepatitis-Symptome wie eine Gelbfärbung der Haut und Lederhaut des Auges auf, die sogenannte Gelbsucht (Ikterus), könnte eine Hepatitis-Infektion vorliegen. Da ein Ikterus aber auch andere Ursachen haben kann, lässt der Arzt das Blut untersuchen, um diese auszuschließen.

Nachweis der Hepatitis mittels Blutuntersuchungen

Wenn Sie sich mit einem Virus – wie dem Hepatitis-Virus – infizieren, bildet Ihr Immunsystem sogenannte Antikörper gegen das Virus. Für jeden Erreger werden spezifische Antikörper gebildet. Lassen sich beispielsweise Antikörper gegen Hepatitis B-Viren im Blut nachweisen, deutet das auf eine Hepatitis B-Infektion hin. Desweiteren findet sich zum Beispiel im Falle der Hepatitis B ein bestimmtes Eiweiß auf der Oberfläche des Hepatitis B-Virus, das HBsAg (Hepatitis B surface antigen).

Außerdem sind bei einer Hepatitis meist die Leberwerte – bestimmte Enzyme wie Transaminasen, GPT und GOT – erhöht. Weitere spezielle Laboruntersuchungen können die Diagnose einer Hepatitis bekräftigen. Falls der Arzt zusätzliche Informationen über den Zustand der Leber bekommen möchte, kann er zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung vornehmen. Das sichert die Hepatitis-Diagnose zusätzlich.

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2013
Durch: B.Sc. sw
Quellen: Herold G. et al: Innere Medizin. Selbstverlag 2010 Suttorp, N., Mielke, M., Kiehl, W., Stück, B.: Infektionskrankheiten, Thieme-Verlag, Stuttgart 2004 S3-Leitlinie Gastroenterologie: Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Hepatitis-C-Virus (HCV)-Infektion. Leitlinien-Register Nr. 021/12 (Stand: 9/2009) S3-Leitlinie Gastroenterologie: Hepatitis-B-Virus-(HBV)-Infektion. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 021/011 (Stand: 1/2007)

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