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Sehstörungen

Wegen Sehstörung verschwommen sehen
Verschwommenes Sehen ist nur eine von vielen Varianten, in denen Sehstörungen auftreten können.
Getty Images/F1online RF

Als Sehstörungen werden z. B. verschwommenes Sehen und die Wahrnehmung von Schlieren, schwarzen Punkten oder Lichtblitzen bezeichnet.

Sehstörungen: Definition

Unter dem Begriff „Sehstörungen“ werden umgangssprachlich eine ganze Reihe von Beeinträchtigungen des Sehens zusammengefasst, die unterschiedliche Ursachen haben können. Die Betroffenen sehen unscharf oder verschwommen, nehmen Schlieren, Schatten, schwarze oder farbige Punkte, Lichtblitze, oder „Sternchen“  im Sichtfeld wahr. Auch Doppelbilder oder ein plötzlichen Verlust der Sehkraft können auftreten. Bei manchen Krankheitsbildern treten zusätzlich auch Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf.

Bestimmte Sehstörungen sind in der Regel harmlos und verschwinden von alleine wieder. Das trifft zum Beispiel auf die „Sternchen“ zu, die insbesondere Menschen mit niedrigem Blutdruck sehen, wenn sie zu schnell aufstehen. Sehstörungen können aber auch auf eine ernste Erkrankung der Augen wie beispielsweise Grüner Star (Glaukom) oder Netzhautablösung hinweisen oder auf eine andere körperliche Ursache zurückgehen. Um bleibende Schäden oder einen Verlust der Sehkraft zu vermeiden, sollte bei plötzlich auftretenden oder ungewöhnlichen Sehstörungen immer ein Arzt aufgesucht werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Vorsorge und sind vor allem bei älteren und familiär vorbelasteten Menschen und bei Diabetes mellitus sehr wichtig.

Aufbau des Auges

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Das Auge ist ein wichtiges Sinnesorgan. Die optischen Reize, die das Auge aufnimmt, werden im Sehzentrum des Gehirns verarbeitet und dort zu Bildern „zusammengesetzt“. Dieser komplizierte Sehprozess reagiert sehr empfindlich auf Störungen im fein justierten Zusammenspiel zwischen den anatomischen Bestandteilen des Auges und der Verarbeitung im Gehirn.

In der knöchernen Augenhöhle (Orbita) liegen das Auge, der Sehnerv und die Muskeln, die die Augenbewegungen ermöglichen. In der Frontalansicht des Auges ist das Augenweiß (Lederhaut, Sklera) und die Iris (Regenbogenhaut) als farbiger Bereich der Augen sichtbar. Die Pupille liegt als schwarzes „Sehloch“ in der Mitte der Iris. Lichtreize werden über die Pupille ins Auge aufgenommen. Die Iris wirkt dabei wie eine Blende bei einer Fotokamera: Bei starkem Lichteinfall zieht sie sich zusammen, wodurch sich die Pupille verkleinert und die Menge des einfallenden Lichts reduziert wird.  Hinter der Pupille befindet sich die Augenlinse, die ähnlich wie ein Kamera-Objetiv funktioniert und das Gesehene „scharfstellen“ kann.

Die Hornhaut (Kornea) liegt wie eine kleine Scheibe im Augenweiß und dient als  „Fenster“ des Augapfels: Sie nimmt das einfallende Licht auf und ist für einen Großteil der Lichtbrechung verantwortlich. Liegt eine Hornhautentzündung vor, spricht der Arzt auch von einer Keratitis.

Die Bindehaut (Konjunktiva) ist die Schleimhaut, die die innere Seite der Augenlider und den weißen Teil des Auges überzieht. Eine  Entzündung der Bindehaut wird in der medizinischen Fachsprache als Konjunktivitis bezeichnet und beispielsweise durch Infektionen oder durch ausgelöst.

Der Glaskörper (Corpus vitreum) besteht aus einer geleeartigen Masse und füllt den überwiegenden Teil der Augenhöhle aus. Verändert sich die Zusammensetzung oder die Form des Glaskörpers (zum Beispiel durch Alterungsprozesse), werden vom Betroffenen schwarze, bewegliche Punkte (auch „fliegende Mücken“) wahrgenommen.

Der Glaskörper ist von einer Hülle umgeben, die aus drei Schichten besteht:

  • Die Lederhaut (Sklera) bildet die äußerste Hülle des Glaskörpers und schützt das Auge. Sie wird im sichtbaren, vorderen Teil des Auges von der Hornhaut (Kornea) unterbrochen.
  • Die Netzhaut (Retina) bildet die mittlere Schicht der Hülle und enthält lichtempfindliche Zellen, die das Nacht- oder Dämmerungssehen und das Farbsehen ermöglichen. Die Funktion der Netzhaut kann z. B. durch Alterungsprozesse (alterungsbedingte Makuladegeneration, ADM) oder durch die Folgen eines Diabetes mellitus (Diabetische Retinopathie) beeinträchtigt werden. Diese Erkrankungen der Netzhaut zählen zu den häufigsten Ursachen für eine Erblindung.
  • Die Aderhaut (Choroidea) liegt zwischen Lederhaut und Netzhaut. Sie enthält viele Blutgefäße und dient der Versorgung der Netzhaut.
Gesunde Augen mit Genuss

Autor: Lifeline Redaktion
Letzte Aktualisierung: 22. November 2011
Quellen: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen. 2. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2006, 2008. http://www.elsevier.de/plusimweb/dataerrata/Onlinetabellen_Dahlmann.pdf

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