Tinnitus

Ohrensausen

Tinnitus bedeutet, Ohrgeräusche wahrzunehmen, die meist nur der Betroffene hört. Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann - von Stress über Zähneknirschen bis zu Arteriosklerose.

Es klingelt, dröhnt oder summt: Ohrensausen, medizinisch Tinnitus, tritt in den unterschiedlichsten Variationen auf. Der Begriff Tinnitus ist ein Sammelbegriff für diese Ohrgeräusche, die meist ohne eine äußere Schallquelle auftreten. Es leitet sich ab von dem lateinischen Wort „tinnire“, das „klingen“ bedeutet. Tinnitus selbst ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das viele verschiedene Ursachen haben kann.

Tinnitus oder auch Ohrensausen gibt es in vielen Ausprägungen

In den allermeisten Fällen werden die quälenden Ohrgeräusche nur vom Betroffenen selbst wahrgenommen (subjektiver Tinnitus). Nur 0,01 Prozent aller betroffenen Patienten haben einen so genannten objektiven Tinnitus, bei dem die Ohrgeräusche auch von einem Arzt gehört werden können. Von einem akuten Tinnitus spricht man, wenn die Ohrgeräusche höchstens drei Monaten anhalten. Zwischen drei und zwölf Monaten wird Tinnitus als subakut bezeichnet. Bleiben die Ohrgeräusche länger als ein Jahr, handelt es sich um chronischen Tinnitus. Zusätzlich lässt sich die Krankheit danach einteilen, ob es gleichzeitig zu einem Hörverlust kommt oder nicht.

Tinnitus wird je nach Schwere in vier Kategorien eingeteilt:

Grad I: stört nicht

Grad II: tritt hauptsächlich in Stille auf. Unter Stress und psychischen Belastungen stört er.

Grad III: stört ständig. Dabei treten auch emotionale und körperliche Schäden sowie kognitive Störungen auf. Wahrnehmung, Erinnerungsvermögen und Lernen können betroffen sein. Die Seele leidet.

Grad IV: stört ständig, beeinträchtigt den privaten Bereich massiv und führt bis zur Berufsunfähigkeit.

Grad I und II werden als kompensierter Tinnitus bezeichnet, das heißt, die Ohrgeräusche führen nicht zu psychischen Störungen. Sind geistige Beeinträchtigungen die Folge von Ohrgeräuschen, spricht man von einem dekompensierten Tinnitus (Grad III und IV).

Ohrgeräusche nach Hörsturz

Tinnitus stellt sich häufig nach einem Hörsturz ein. Das Taubheitsgefühl und der verübergehende Hörverlust beim Hörsturz bilden sich zurück, etwa durch eine Kortison-Behandlung und Infusionen. Danach bleibt jedoch ein Ohrgeräusch bestehen. Häufig ist Tinnitus jedoch die Folge von einer Überlastung des Ohrs. Nach einem lauten Konzert, ständigen Bedröhnen über den Kopfhörer, also zu starkem Lärm oder Dauerbeschallung können sich Ohrgeräusche bilden.

Tinnitus und Schwerhörigkeit hängen oft zusammen

In Deutschland haben etwa 25 Prozent der Männer und Frauen schon einmal Ohrgeräusche wahrgenommen, 13 Prozent über einen längeren Zeitraum. Bei 3,6 Prozent der Menschen besteht Behandlungsbedarf und zwei Prozent sind durch die Ohrgeräusche erheblich belastet. Jährlich gibt es einen Zuwachs von etwa 340.000 Personen mit Tinnitus.

Bei 53 Prozent der betroffenen Patienten ist gleichzeitig das Hörvermögen vermindert, 44 Prozent haben eine erhöhte Lärmempfindlichkeit (Hyperakusis).

Weitere Informationen zum Thema Hören finden Sie im Lifeline-Special Schwerhörigkeit.

Tinnitus: Symptome

Tinnitus hat die unterschiedlichsten Ausprägungen und Formen. Oft fällt ein anhaltendes Zirpen im Ohr anfangs gar nicht auf, sondern erst mit der Zeit.  Das Ohrensausen können jedoch in jeder Tonlage und Intensität auftreten: Brummen, Summen, Zischen, Dröhnen, Hämmern, Rauschen und vieles mehr. Zusätzlich treten bei einigen Betroffenen starker Schwindel auf, Übelkeit und Erbrechen, Schwerhörigkeit, plötzlicher Hörverlust, Druck im Ohr und Kopfschmerzen.

Intensität von Ohrensausen oder Tinnitus unterschiedlich

Das Ohrensausen kommt bei dem einen ganz plötzlich und anfallsartig, beim anderen fast unmerklich. Der Tinnitus kann einseitig sein, in einem Ohr stärker wahrgenommen werden oder beide Ohren gleichermaßen betreffen. Die Intensität, mit der die Geräusche auftreten, kann generell von "kaum wahrzunehmen" bis "extrem laut" variieren.

Symptome von Tinnitus auch durch verklebte Schleimhäute

Manche Betroffene nehmen den Tinnitus unabhängig vom Herzrhythmus wahr, andere hingegen pulssynchron, was meist auf blutgefäßbedingte Ursachen hinweist. Klick- oder Schmatzgeräusche entstehen häufig beim Öffnen der Verbindung vom Ohr zum Rachen und sind oft die Folge von verklebten Schleimhäuten. Allerdings ist das nicht immer krankhaft. Die Symptome von Tinnitus geben also manchmal bereits Hinweise auf die mögliche Ursache der quälenden Ohrgeräusche.

Tinnitus: Ursachen

Geht es um die Ursache, warum sich Ohrensausen bildet, sollte man zwischen dem objektiven und subjektiven Tinnitus unterscheiden - selbst wenn der objektive relativ selten vorkommt. Beim objektiven Tinnitus werden körpereigene Schallquellen, die sich in der Nähe des Innenohrs befinden, wahrgenommen, während beim subjektiven Tinnitus eine fehlerhafte Informationsverarbeitung im Hörsystem vorliegt.

Ursachen für den subjektiven Tinnitus

Dabei kommen die unterschiedlichsten Möglichkeiten in Frage, die von seelischen Belastungen bis zu ernsthaften Krankheiten wie einem Tumor reichen :

  • Hohe Lärmbelastung
  • Psychischer Druck, Stress, Trauer, Angst
  • Hörsturz
  • Orthopädische Probleme in den Kiefergelenken oder der Nackenwirbelsäule
  • Entzündungen des äußeren Ohrs (Otitis externa)
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • Innenohrentzündung (Otitis interna, Labyrinthitis)
  • Erkrankung des Knochens, der das Innenohr umgibt (Otosklerose)
  • Morbus Menière
  • Hirntumor
  • Tumor im Ohr (Akustikusneurinome)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Stoffwechselerkrankungen wie Nierenerkrankungen oder Diabetes mellitus
  • Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Colitis ulcerosa
  • Altersschwerhörigkeit
  • Virale oder bakterielle Infektionen wie Herpes zoster (Gürtelrose), Borreliose oder Mumps
  • Bestimmte Medikamente, unter anderem Azetylsalizylsäure oder Betablocker
  • Genuss- und Rauschmittel wie Nikotin, Alkohol, Cannabis, Morphium, Heroin
  • Ohrenschmalz und Ohrpfropf

Ursachen für objektiven Tinnitus

Der objektive Tinnitus, der relativ selten auftritt, hat als Ursache eine tatsächliche Schallquelle im Ohr oder der Ohrnähe in Kopf und Hals:

  • Direkte Verbindungen zwischen Arterien und Venen, durch die das Blut mit hoher Geschwindigkeit strömt (Arteriovenöse Fisteln)
  • Verengungen der Halsschlagadern mit hoher Blutflussgeschwindigkeit (Karotisstenose)
  • Muskelzuckungen (Myoklonien) der Gaumensegel oder Mittelohrmuskulatur
  • Meist gutartige Tumoren in der Venenwand (Glomustumoren)
  • Erweiterungen von Arterien innerhalb des Kopfs (Arterielles intrakranielles Aneurysma)
  • Blutarmut (Anämie)
  • Öffnen der Verbindung vom Ohr zum Rachen (Tubenöffnung; Vorgang, der beispielsweise für den Druckausgleich unter Wasser wichtig ist)

Bei der Suche nach der Ursache für Tinnitus muss der Arzt meist echte detektische Arbeit leisten - gerade weil die Auslöser für das Ohrensausen so unterschiedlich und weit gestreut sind.

Tinnitus: Diagnose

Halten Ohrgeräusche länger als 24 Stunden an, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen. Ansprechpartner bei Ohrgeräuschen ist der HNO-Arzt. Er wird zuerst den Patienten ausführlich nach seinen Beschwerden befragen.  Denn das Wichtigste bei der Diagnose von Tinnitus (Ohrgeräusch) ist das ausführliche Gespräch, die Anamnese. Dabei fragt der Arzt, wie lange der Tinnitus schon besteht, ob er durch Umweltgeräusche verdeckt werden kann und ob Sie deshalb schlechter hören. Zusätzlich erkundigt er sich, ob Grunderkrankugen bestehen, etwa Diabetes oder Bluthochdruck.

Anschließend wird der Arzt den Patienten körperlich untersuchen. Er hört mit dem Stethoskop  die Halsgefäße und die Ohrregion ab.  So stellt er fest, ob ein objektiver Tinnitus vorliegt, hervorgerufen etwa durch eine Verengung.

Audiogramm gibt Aufschluss bei Ohrensausen oder Tinnitus

Die wichtigste Untersuchung bei Tinnitus ist die Audiometrie, bei der mithilfe verschiedener Methoden bestimmte Eigenschaften des Gehörs bestimmt werden können. Dabei werden dem Patienten verschiedene Töne in unterschiedlicher Lautstärke vorgespielt.

Tonaudiogramm: Mithilfe des Tonaudiogramms werden zunächst die Hörschwellen bestimmt, das heißt es wird ermittelt, wie gut einzelne Frequenzbereiche wahrgenommen werden können. Nachdem das Tonaudiogramm erstellt wurde, ist die Ermittlung der Tonhöhe und Lautstärke des Tinnitus durch Vorspielen verschiedener Vergleichstöne möglich.

Impedanzmessung: Die Impedanzmessung dient der Untersuchung der Mittelohrfunktion. Dabei wird gemessen, wie viel Widerstand das Mittelohr der Aufnahme von Schallwellen entgegensetzt. Anhand der Ergebnisse können mögliche Veränderungen im Mittelohr festgestellt werden.

Bestimmung der Unbehaglichkeitsschwelle: Die Unbehaglichkeitsschwelle ist die Lautstärke, ab der man Töne als unangenehm empfindet. Dafür werden Töne mit steigender Lautstärke vorgespielt, bis die Toleranzschwelle erreicht ist.

Sprachaudiometrie: Tritt gleichzeitig zum Ohrensausen ein Hörverlust auf, kann durch die Sprachaudiometrie das Hörvermögen ermittelt werden. Dabei werden Reihen mehrsilbiger Zahlen und Testwörter mit steigender Lautstärke vorgespielt.

Weitere Möglichkeiten zur Diagnose bei Tinnitus

Wenn diese Untersuchungen wenig erbracht haben, wird der Arzt zu weiteren Untersuchungen raten. Gibt es etwa Hinweise auf mögliche körperliche Ursachen, kann beispielsweise eine Computertomographie (CT) zeigen, ob die Ursache für den Tinnitus im Kopf liegt, oder ob orthopädische Probleme etwa im Kiefer vorliegen.

Tinnitus: Therapie

DieTherapie von Tinnitus richtet sich danach, um welche Form von Ohrensausen es sich handelt - akut und Objektiv oder subjektiv, oder jedoch bereits chronisch. Wichtig: Die Behandlung sollte so schnell wie nur möglich nach Einsetzen der Ohrgeräusche starten - um so größer sind die Chancen, dass die Therapie gut anschlägt und die Ohrgeräusche wieder verschwinden.

Therapie beim akutem subjektiven Tinnitus

Der akute subjektive Tinnitus wird  je nach Ursache unterschiedlich therapiert. Ärzte setzen heute neben durchblutungsfördernden Mitteln verstärkt auch auf Kortison, das sich in vielen Fällen als hilfreich erwiesen hat. Das Hormon wird als Tablette verordnet oder als Infusion gegeben. Tinnitus, der mit chronischer Mittelohrschwerhörigkeit, wie bei einer Mittelohrentzündung oder Otosklerose einhergeht, kann operativ behandelt werden.

Therapien beim akutem objektiven Tinnitus

Die Therapie bei einem akuten objektiven Tinnitus ist abhängig von der Ursache der Ohrgeräusche. Gefäßbedingte Ursachen können mikrochirurgisch durch den künstlichen Verschluss bestimmter Gefäße (Embolisation) sowie durch die Implantation von Stents behandelt werden. Stents sind Implantate, die das Gewebe bestimmter Organe stützen, das Wachstum von bestimmten Zellen gezielt verhindern oder Medikamente freisetzen können. Bei Muskelzuckungen (Myoklonien) kann zum Beispiel die Sehne des Mittelohrmuskels durchtrennt werden. Zuckungen des Gaumensegels werden meist mit Medikamenten behandelt.

Behandlungsmöglichkeiten bei chronischem Tinnitus

Bei einem chronischen Tinnitus (Ohrgeräusch) steht die Beratung und Betreuung der Betroffenen im Vordergrund. Besonders beim dekompensierten Tinnitus wird häufig gänzlich von Therapiemaßnahmen abgesehen, stattdessen sollen die Betroffenen lernen mit dem Tinnitus zu leben und den Alltag mit ihm zu gestalten.

Zur Behandlung des dekompensierten chronischen Tinnitus gibt es verschiedene Ansätze:

Habituationstherapien in Form von Tinnitusbewältigungsgruppen und Entspannungsverfahren wie Autogenes Training können sehr hilfreich dabei sein, die Reaktionen auf den fortdauernden Sinnesreiz zu mindern. Dadurch können Betroffene leichter mit dem Tinnitus leben und die Ohrgeräusche akzeptieren.

• Eine bewährte Methode ist die Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT). Dabei werden Betroffene umfassend über die medizinischen Zusammenhänge der Ohrgeräusche aufgeklärt und lernen Methoden, die den Umgang mit dem Tinnitus erleichtern.

• Wenn der Tinnitus durch bestimmte Geräusche überdeckt werden kann, ist es im Zuge der TRT möglich den Tinnitus durch einen Tinnitus-Masker zu lindern. Bei gleichzeitiger Hörminderung kann er mit einem Hörgerät kombiniert werden.

Zur Therapie bei Ohrensausen gehört auch Selbsthilfe

Selbsthilfegruppen kommt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Tinnitus zu. Sie können dabei helfen zu lernen, mit dem Ohrensausen umzugehen, Stress abzubauen und es zu akzeptieren. Tinnitus kann psychische Ursachen haben, daher können in einigen Fällen psychotherapeutische Ansätze dabei helfen, die Ohrgeräusche zu lindern. Wie die Behandlung konkret erfolgt, muss individuell ermittelt werden. Es gibt eine ganze Reihe von Therapiemöglichkeiten, die gegen Ohrensausen wirken - dazu gehört auch eine Menge Selbstinitiative.

Tinnitus: Verlauf

Eine exakte Prognose für der Verlauf eines Tinnitus ist schwierig. Zu unterschiedlich sind die Formen, wie rasch die Therapie einsetzt und wie der Betroffene individuell mit der psychischen Belastung durch Ohrensausen umgeht. Am besten ist es natürlich, wenn die Ohrgeräusche bereits nach wenigen Tagen wieder verschwinden - was immerhin für einen Großteil zutrifft..

Chronisches Ohrensausen kann depressiv machen

Manchmal wird der Tinnitus jedoch chronisch. Das bedeutet meist eine massive Belastung der Psyche. Dann sollten unbedingt alle Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden. Denn ein lang andauernder Tinnitus, bei dem es dem Betroffenen nicht gelingt, die Ohrgeräusche gelassen zu sehen und einfach zu akzeptieren, kann unabsehbare Folgen haben. Depressionen und im schlimmsten Fall sogar Suizidgedanken können auftreten.

Schlafstörungen im Verlauf von Tinnitus

Die häufigsten Probleme, die im Verlauf eines chronischen Tinnitus auftreten, sind Schlafstörungen wie Einschlaf- und Durchschlafprobleme. Die Ohrgeräusche zerren an den Nerven, die nötige Entspannung, um in den Schlaf zu gleiten, will sich nicht einstellen. Aber auch Konzentrationsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Auswirkungen der Ohrgeräusche. Deshalb ist professionelle psychische Unterstützung gerade beim chronischen Tinnitus so wichtig. Neben Entspannungsübungen und Verhaltenstherapie kann auch medizinische Hypnose den Verlauf von Tinnitus positiv beeinflussen. Eine einfache, aber wirksame Hilfe sind auch Tinnitus-Masker. Manchmal hilft sogar das Plätschern eines Zimmerbrunnens.

Tinnitus: Vorbeugen

Die Ursachen von Tinnitus und Ohrensausen sind sehr unterschiedlich und vielfältig. Entsprechend ist es schwierig, jeder Form von Tinnitus vorzubeugen. Weil jedoch Stress und Lärmbelastung die beiden wichtigsten Auslöser für die Ohrgeräusche sind, sollte in diesem Bereich auch die Vorbeugung ansetzen.

Das Tinnitus-Risiko senken

Das bedeutet, bei Lärmbelastung am Arbeitsplatz die vorgeschriebenen Lärmschutzmaßnahmen einzuhalten - was bei vielen Arbeitnehmern oft nicht zutrifft. Doch auch in der Freizeit gilt es, Dauerbelastung durch Lärm aus dem Weg zu gehen. Das bedeutet: Regeln Sie die Lautstärke der Kopfhörer auf ein normales Maß. Stellen Sie sich bei Veranstaltungen nicht direkt unter die Lautsprecher. HNO-Ärzte berichten darüber, dass Tinnitus häufig nach dem Besuch von Rockkonzerten auftritt.

Ohrensausen vorbeugen durch Stressabbau

Die zweite Vorbeugemaßnahme gegen Tinnitus heißt: Bleiben Sie gelassen, bauen Sie Stress ab. Hier helfen beispielsweise Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training. Ganz allgemein kann natürlich auch eine gesunde Lebensweise dazu beitragen, das Tinnitus-Risiko zu senken. Also Gewicht abbauen, wenig Fleisch essen, Kaffee und Alkohol reduzieren und vor allem nicht rauchen. Rauchen ist Gefäßgift Nummer eins, begünstigt Ablagerungen und macht die Blutgefäße unflexibel.

Tinnitus: Rat und Hilfe

Nach der Diagnose Tinnitus ist selbstverständlich der Arzt der erste Ansprechpartner. Wichtig ist jedoch auch psychische Unterstützung, vor allem, wenn der Tinnitus länger anhält oder sogar chronisch wird.  Denn oft entstehen dadurch Ängste, eine Fixierung auf die Ohrgeräusche, Depressionen bis zu Suizidgedanken

Streicheleinheiten für die Psyche bei Tinnitus

Psychotherapeuten behandeln deshalb auch Tinnitus-Patienten. Verhaltenstherapie, Lösung der Fixierung, Stressmanagement aber auch der richtige Umgang mit der Angst spielen dabei eine Rolle. Das Gefühl, bei einem erfahrenen Therapeuten einfach loslassen zu können, das Problem Tinnitus zu verbalisieren, ist dann für viele Betroffene bereits eine große Hilfe. Oft sind Freunde und Familie nämlich überfordert, wenn ständig über die Ohrgeräusche geklagt wird.

Mindestens genauso hilfreich kann sich jedoch auch die Selbsthilfegruppe erweisen. Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und das Gefühl, mit seiner Tinnitus-Problematik nicht allein zu sein, vermitteln ein Gefühl der Erleichterung. Oft lässt sich dadurch schon viel einfacher mit der Belastung durch das Ohrensausen umgehen.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2014

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