Gutartige, Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome

Lymphome

Sie werden in gutartige entzündliche (benigne) und bösartige (maligne) Lymphome unterschieden

Lymphom_Krebs_Lymphknoten
Anzeichen für ein Lymphom: Vor allem am Hals, in den Achselhöhlen und in der Leiste zeigen sich zuerst vergrößerte Lymphknoten.

Lymphome sind vergrößerte Lymphknoten, deren Ursache verschiedene Krankheiten sein können. Man unterscheidet gutartige entzündliche (benigne) und bösartige (maligne) Lymphome, darunter Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome.

Ein typisches Beispiel, wie eine Erkrankung an dem Hodgkin-Lymphom sich zeigen kann, schildert ein 45-jähriger Patient so: "Ich fühlte mich ohne äußeren Anlass häufig schlapp und merkte, dass ich abgenommen habe, ohne zu hungern." Im weiteren Verlauf hatte er immer mal wieder etwas Fieber. "Außerdem merkte ich, dass meine Lymphknoten auf der rechten Seite am Hals angeschwollen waren." Mit Blutuntersuchungen und Computertomografie kamen die Ärzte einem malignem Lymphom auf die Spur. Der befallene Lymphkonten wurde operativ entfernt. Danach schlossen sich Chemotherapie und Strahlenbehandlung an. "Das ist jetzt zwei Jahre her", berichtet der Patient, dem es jetzt gut geht.  Allerdings muss er zu engmaschigen Kontrolluntersuchungen, um ein Rezidiv so früh wie möglich zu entdecken.

Lymphknoten, Lymphom, malignes Lymphom

Um zu verstehen, wie sich Lymphone bilden, muss man etwas ausholen: Die Lymphknoten sind ein Teil des körpereigenen Immunsystems und über den gesamten Körper verteilt. In ihnen bildet sich ein bestimmter Typ weißer Blutkörperchen, die Lymphozyten. Das sind Abwehrzellen, die bei Entzündungen vermehrt entstehen. Dabei schwellen die Lymphknoten in der betroffenen Körperregion an.

Gutartiges Lymphom ist natürliche Körperreaktion

Bei einem geschwollenen Lymphknoten als Abwehrreaktion auf  Krankheiten oder Verletzungen handelt es sich um ein gutartiges Lymphom. Dementsprechend sind geschwollene Lymphknoten in diesem Zusammenhang bei einem Patienten ganz normal und sehr häufig - treten etwa bei jedem Infekt auf.

Bösartige Lymphome sind eher selten

Bösartige Lymphknotenschwellungen entwickeln sich auf Grund von falscher Zellbildung. Sie werden unterteilt in Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphom. Dabei handelt es sich um eine vergleichsweise selten auftretende Krebsart. Die meisten Erkrankungen mit dem Non-Hodgkin-Lymphom treten zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf, beim Hodgkin-Lymphom liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter der Patienten bei etwa 40 Jahren. Durchschnittlich gibt es pro Jahr auf 100.000 Patienten in Deutschland ein bis zwei Neuerkrankungen.

Behandlung und Forschung bei Lymphomen

Die Behandlung von Lymphomen richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Während bei leichten Formen oft abgewartet werden kann, wird das bösartige Lymphom - Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphom  meist mit Strahlen- und Chemotherapie behandelt. Eine neue Form der Behandlung nutzt die Stammzelltherapie. Dieser Behandlungsansatz ist Gegenstand der aktuellen Forschung. Studien zu diesem Thema und einer Weiterentwickung dieser Behandlung laufen teilweise noch.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2014
Quellen: Online-Informationen des Universitätsklinikum Ulm: www.uniklinik-ulm.de / www.krebsinformationsdienst.de / Michl Marlies: Basics Hämatologie, Urban und Fischer Verlag 2010 / Leitlinien Maligne Lymphome der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie

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