Wenn es im Hals kratzt

Halsschmerzen mit Homöopathie behandeln

Viele Betroffene mit Halsschmerzen versuchen die typischen Beschwerden einer Erkältung mit Hausmitteln in den Griff zu bekommen – doch das reicht oft nicht. Wer Halsschmerzen und Probleme beim Schlucken natürlich mit Homöopathie lindern möchte, greift am besten zu Belladonna und anderen Wirkstoffen.

Junge Frau mit Halsschmerzen
Neben Tee und Halsbonbons hilft bei Halsschmerzen Homöopathie.
© iStock.com/seb_ra

Vor allem im Herbst und Winter steht das Immunsystem des Menschen vor Herausforderungen: Das nasse und kalte Wetter, trockene Heizungsluft und zu wenig Bewegung an der frischen Luft setzen den Abwehrkräften zu. Auch die Ernährung ist im Winter oft nicht sehr reich an Vitaminen, Weihnachten und Karneval fördern eine ungesunde Ernährung und vermehrten Alkoholkonsum. Die Folge sind dann eine Erkältung oder ein grippaler Infekt mit Halsschmerzen, Problemen beim Schlucken, Heiserkeit und Husten.

Artikelinhalte auf einen Blick:

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Wirkstoffe: Halsschmerzen durch Homöopathie lindern

Halsschmerzen versuchen Betroffene gerne mit Hausmitteln zu bekämpfen: Viel Kräutertee trinken, warme Umschläge und Halswickel oder Gurgeln mit Salbeizubereitungen. Die Natur hat darüber hinaus noch mehr zu bieten: Viele natürliche Wirkstoffe versprechen Linderung bei Halsschmerzen und kommen in homöopathischen Mitteln zum Einsatz.

Diese homöopathischen Wirkstoffe wirken bei Halsschmerzen:

  • Ammonium bromatum: Bei Kehlkopf- und Rachenentzündung mit Heiserkeit und trockenem Husten wird das Ammoniumsalz eingesetzt. Die Beschwerden im Hals werden nachts schlimmer und bessern sich durch Wärme.

  • Apis mellifica kommt bei stechenden Halsschmerzen mit Problemen mit dem Schlucken zum Einsatz. Der Gaumen ist blassrot, während das Zäpfchen am Rachen stark vergrößert ist.

  • Argentum nitricum: Der heftige Halsschmerz fühlt sich an, als wäre er von einem Splitter im Hals verursacht. Hinzu kommen vermehrte Schleimbildung, Heiserkeit und dass sich Betroffene ständige räuspern müssen.

  • Arum triphyllum: Wenn der Kehlkopf wund ist und brennt, kann Arum triphyllum für Linderung sorgen. Wenn Wärme die Beschwerden verschlechtert und sie an der frischen Luft besser werden, wird dieser Wirkstoff aus dem Wurzelstock des Aronstabs empfohlen.

  • Belladonna: Die Inhaltsstoffe der Tollkirsche werden vor allem bei pochenden Halsschmerzen in Zusammenhang mit stark gerötetem Rachen angewendet. Die Zunge ist dagegen himbeerrot. Meist werden die Halsschmerzen von Fieber begleitet. Betroffene fühlen sich matt oder reagieren gereizt.

  • Capsicum: Aus der Paprika wird der homöopathische Wirkstoff Capsicum hergestellt, der bei brennenden Halsschmerzen und Schluckbeschwerden infrage kommt. Wenn sich die Beschwerden bei Wärme bessern und Zugluft und Kälte verschlechtern, ist dieser Wirkstoff geeignet.

  • Hepar sulfuris kann unterstützend bei einer eitrigen Rachenentzündung sinnvoll sein. Die Schmerzen im Hals sind splitterartig und werden durch Kälte schlimmer. Linderung bringt dagegen Wärme, etwa als Tee oder in Form von Wickeln und Umschlägen.

  • Lachesis: Kommt bei Halsschmerzen zum Einsatz, die nach dem Aufwachen am Morgen besonders schlimm sind. Sie treten meistens nur auf der linken Seite des Halses auf. Dennoch färbt sich der gesamte Hals-Rachen-Raum tiefrot. Durch Wärme und Flüssigkeiten verstärkten sich die Beschwerden.

  • Lycopodium: Aus der moosartigen Pflanze Bärlapp wird ein Wirkstoff gewonnen, der unter anderem Halsschmerzen homöopathisch lindert. Die Schmerzen im Hals sind nachmittags am stärksten und befinden sich tendenziell auf der rechten Seite. Sowohl warme als auch kalte Getränke verträgt der Erkrankte schlecht. Häufig kommt es außerdem zu einer verstopften Nase.

  • Mercurius solubilis: Nachts sind die Beschwerden im Hals besonders ausgeprägt und lassen sich oft rechts verorten. Die Mandeln und Lymphknoten sind geschwollen. An der Zunge zeigen sich gelbe oder weiße Beläge. Lauwarmes wird am besten vertragen, während sowohl heiße als auch kalte Getränke den Zustand verschlechtern.

  • Phytolacca: Die Pflanze Kermesbeere wird bei Halsschmerzen und Schluckbeschwerden eingesetzt. Der Rachen ist dunkelrot, die Mandeln auf der rechten Seite angeschwollen. Der Hals brennt, das Gefühl wird durch warme Getränke weiter verschlimmert. Die Schmerzen können sich auf Nacken, Ohr und Schulter ausweiten.

  • Spongia: Neben Kehlkopf-Husten wird der geröstete Schwamm bei Halsschmerzen eingesetzt, bei denen sich der Hals trocken und wund anfühlt. Dadurch kann es auch im Hals kitzeln oder brennen.

Halsschmerzen können mit Homöopathie in Form von Globuli, Tropfen oder Tabletten behandelt werden. Neben homöopathischen Einzelmitteln stehen Betroffenen Komplexmittel zur Verfügung, die mehrere homöopathische Wirkstoffen kombinieren. Zur Selbstbehandlung werden homöopathische Mittel meist in den Potenzen D6 bis D12 empfohlen.

Wer Halsschmerzen mit Homöopathie behandeln möchte, sollte sich von einem erfahrenen Homöopathen oder homöopathisch geschulten Apotheker beraten lassen. Sobald sich die Beschwerden bessern, wird die Dosierung minimiert. Sind die Symptome verschwunden, sollte die Behandlung eingestellt werden.

Halsschmerzen: Homöopathie auch bei Kindern anwenden

Pro Jahr plagen Erwachsene zwei bis drei Erkältungen, bei Kindern ist die Zahl deutlich höher: Bis zu 12 grippale Infekte und Erkältungen im Jahr gelten unter Medizinern als normal. Eltern stecken hier oft in einem Dilemma, denn auf der einen Seite sind viele Arzneimittel gar nicht oder nur für Kinder ab einem bestimmten Alter zugelassen. Auf der anderen Seite wollen sie ihrem Nachwuchs bei Halsschmerzen möglichst natürlich helfen. Dabei kann die Homöopathie eine Möglichkeit zur Behandlung sein. Je nachdem, wie die Halsschmerzen beim Kind ausgeprägt sind und wie sie das Kind beschreibt, kommen die oben aufgeführten Wirkstoffe infrage. Bei Unsicherheiten sollten sich Eltern von einem homöopathisch tätigen Arzt beraten lassen.

Homöopathische Arzneimittel für kleine Patienten

Eitrige Entzündung, heftige Halsschmerzen: Wann zum Arzt?

Der grippale Infekt macht sich meist durch ein Kratzen im Hals bemerkbar, das sich schnell zu starken Halsschmerzen auswachsen kann. Auch eine Grippe, Rachen-, Mandel- oder Kehlkopfentzündung, das Pfeiffersche Drüsenfieber sowie typische Kinderkrankheiten wie Scharlach, Mumps können sich durch Halsschmerzen äußern.

Weil diese teilweise schweren Erkrankungen medizinisch behandelt werden müssen, sollten Betroffene frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Das gilt vor allem dann, wenn

  • es zu sehr starken Schmerzen oder hohem Fieber kommt,
  • die Beschwerden plötzlich und sehr heftig einsetzen,
  • die Mandeln gerötet oder mit weißem Belag überzogen sind,
  • die Lymphknoten am Hals besonders stark anschwellen,
  • neben Halsschmerzen auch Bauchschmerzen und Übelkeit auftreten.

In diesen Fällen kann es dennoch sinnvoll sein, neben einer schulmedizinischen Behandlung unterstützend zu homöopathischen Mitteln zu greifen, um Halsschmerzen zu lindern.

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