Honigbiene in der Homöopathie

Apis mellifica: Globuli gegen Schwellungen und Entzündungen

Harnwegsinfekte, Insektenstiche, Hautentzündungen, Schwellungen – das alles sind Einsatzgebiete für die Honigbiene, die für die Herstellung der Globuli Apis mellifica verwendet wird. Das enthaltene Gift der Biene wirkt gegen Beschwerden, die den Symptomen eines Insektenstichs ähneln.

apis mellifica
Globuli mit dem Wirkstoff Apis mellifica enthalten sowohl das Gift als auch alle anderen Bestandteile der Honigbiene.
© iStock.com/erierika

Apis mellifera ist die lateinische Bezeichnung für die Honigbiene, die für die Herstellung des homöopathischen Präparats Apis mellifica verwendet wird. Eingesetzt werden die Globuli vor allem zur Behandlung von Insektenstichen und Beschwerden, die mit ähnlichen Symptomen einhergehen – zum Beispiel Entzündungen der Harnwege, der Haut und Schleimhäute, Allergien und Gelenkschmerzen.

Apis mellifica und das Ähnlichkeitsprinzip

Das Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie besagt, dass der eingesetzte Wirkstoff unverdünnt bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome auslöst wie der homöopathisch verdünnte (potenzierte) Wirkstoff beim Patienten heilen soll. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte angeregt.

Stiche von Wespen, Bienen oder anderen Insekten empfinden wir meist als stechend oder brennend; die betroffenen Körperstellen schwellen an. Apis mellifica ist daher ein gutes Beispiel für das Ähnlichkeitsprinzip in der Homöopathie. Denn dieser Wirkstoff wird genau bei solchen Beschwerden eingesetzt, aber auch in anderen Situationen, die eine Schwellung der Haut und stechende, brennende Schmerzen mit sich bringen.

Bei einem Insektenstich lindert Kälte die Beschwerden. So ist auch das ein typisches Anzeichen für Apis, wenn durch kühlende Umschläge oder Kompressen die Schmerzen verbessert werden.

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Typische Potenzen und Dosierung von Apis mellifica

Für die Selbstbehandlung wird vom Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte die Potenz C12 empfohlen. Die Gabe von zwei bis drei Globuli kann bis zu viermal täglich wiederholt werden. Jedoch sollte die Wirkung der Kügelchen immer abgewartet werden, bevor die nächste Dosis angewandt wird.

Mindestens 15 Minuten vor und nach der Einnahme sollte auf Essen und Trinken, Rauchen und Zähneputzen verzichtet werden, um eine optimale Wirkung zu gewährleisten.

Für andere Dosierungen und Potenzierungen sind homöopathisch ausgebildete Apotheker oder Ärzte die passenden Ansprechpartner.

Leitsymptome homöopathischer Mittel mit Honigbiene

Folgende Leitsymptome sprechen für die Anwendung von Apis mellifica:

  • die Schmerzen sind brennend, stechend oder beißend
  • eine brennende Hitze ist spürbar
  • Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen
  • meist kommt es zu blassen oder blassroten Schwellungen oder zu einer allgemeinen Aufgedunsenheit
  • Schwellungen im Gesicht treten auf (vor allem im Bereich der Augen)
  • (oft) plötzliches und heftiges Einsetzen der Beschwerden
  • ein Verlangen nach Abkühlung (der betroffenen Stellen) besteht
  • Zähneknirschen
  • mangelndes Durstgefühl
  • brennender Harndrang, Urinproduktion verringert

Verschlechterung der Symptome:

  • durch Hitze/Wärme: warme Räume, Bettwärme, warme Auflagen, warmes Wetter
  • durch Berühren der betroffenen Stellen
  • bei Druck auf die entzündliche Region

Verbesserung der Symptome durch:

  • Kälte: kühle Luft, kalte Kompressen, kühle Wickel, kaltes Bad
  • langsame Bewegung
Homöopathische Mittel für die Hausapotheke

Anwendungsgebiete von Apis mellifica

  • akute Entzündungszustände (der Haut oder Schleimhaut) mit Schwellung (Ödem)
  • Insektenstiche
  • Harnwegsinfekte
  • Halsbeschwerden mit brennenden, stechenden Schmerzen und Schwellungen
  • betroffene Stellen sind geschwollen und rötlich verfärbt
  • allergische Reaktionen mit Schwellung und stechenden, juckenden Schmerzen
  • Gelenkentzündungen

Ähnlich wirkende homöopathische Mittel mit vergleichbaren Leitsymptomen

Belladonna

Ähnlichkeit:

  • akute Entzündung von Haut oder Schleimhaut mit brennender Hitze
  • Empfindlichkeit auf Berührungen
  • Verschlechterung durch Wärme

Unterschied:

  • leuchtend rote Entzündungen ohne Schwellung
  • kein Juckreiz

Phosphorus

Ähnlichkeit:

  • brennende Schmerzen
  • hellrote Verfärbung
  • Verbesserung durch kalte Anwendungen

Unterschied:

  • großer Durst
  • Verbesserung durch Reiben und Massieren

Pulsatilla

Ähnlichkeit:

  • Durstlosigkeit
  • Verschlechterung durch Wärme, Verbesserung durch Kälte und sanfte Bewegung

Unterschied:

  • veränderliche und wechselhafte Beschwerden
  • Schleimhautabsonderung
  • beim Husten besteht das Bedürfnis, sich aufzusetzen
  • Frösteln, aber dennoch Abneigung gegen warme Räume
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