Nutzen von Ernährung und Bewegung erwiesen

Diabetes-Verlauf positiv beeinflussen

Fortschreiten der Krankheit lässt sich aufhalten

Diabetes-Patienten, die sich ausgewogen ernähren und sich regelmäßig sportlich betätigen, können einer Studie zufolge den Krankheitsverlauf heraus zögern.

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Abnehmen, Sport und gesunde Ernährung - das kann den Diabetes-Verlauf positiv beeinflussen.
(c) Photodisc

Die US-Forscher beobachteten über einen Zeitraum von drei Jahren knapp 3000 übergewichtige Menschen, die an einem Diabetes-Präventionsprogramm teilnahmen. Die Probanden wurden in drei Gruppen unterteilt, von denen sich eine an Sport und einer gesunden Ernährung versuchte, während die übrigen beiden Gruppen entweder ein Diabetes-Medikament oder ein Placebo erhielten. In der Fachzeitschrift „The Lancet“ berichten die Forscher, dass die sportliche und gesund ernährte Gruppe am meisten vom Präventionsprogramm profitierte. Im Anschluss an das Programm hatten alle Gruppen Zugang zu einem Coaching, das ihnen zu einem gesünderen Lebensstil verhelfen sollte.

Diabetes-Risiko halbiert

Die Studie hat gezeigt, dass eine Diät, die auf einen Gewichtsverlust von 7 Prozent abzielt, in Kombination mit einer halben Stunde Training an fünf Tagen der Woche das Risiko einer Typ 2 Diabetes im Vergleich zur Placebogruppe um 58 Prozent reduziert. Das Risiko jener Gruppe, die das populäre Diabetes-Medikament Metformin erhalten hat, war um ein knappes Drittel gesunken. In den sieben Jahren nach dem Auslaufen des Programms ernährten sich dank des Coachings auch die Gruppe mit dem Medikament und dem Placebo gesünder und trieben regelmäßig Sport. Der Einsatz wurde mit einem deutlich verringerten Diabetes-Risiko belohnt.

Medikamente auch weiterhin wichtig

In einem Leitartikel beschreibt Diabetesspezialist Dr. Anoop Misra die Prävention der Krankheit als „eine lange und kurvige Straße.“ Er sagt: „Es scheint keine Abkürzung zu geben, und am besten fährt man mit einem dauerhaft gesunden Lebensstil.“ Er warnt jedoch auch, dass dies nicht die einzigen Präventionsmaßnahmen sein können. Es werden effektivere Medikamente für all jene benötigt, die aus medizinischen Gründen oder aufgrund ihres Alters nicht mehr aktiv werden können.

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