Vorstufe von Typ 2-Diabetes

Insulinresistenz: Symptome, Risikofaktoren und Therapie

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Bei einer Insulinresistenz kann das Hormon Insulin nicht mehr richtig wirken. Insulinresistenz gilt als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2. Welche Symptome sind typisch und was tun?

Frau mit gezeichneter Bauchspeicheldrüse auf T-Shirt
Das Hormon Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet, bei einer Insulinresistenz kann das Hormon nicht mehr richtig auf die Zellen wirken.
© iStock.com/Milena Shehovtsova

Die Insulinresistenz ist Teil des Metabolischen Syndroms. Unter dieser Bezeichnung werden verschiedene Störungen zusammengefasst, die das Risiko erhöhen, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Neben der Insulinresistenz gehören Übergewicht, ein erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), Störungen des Fettstoffwechsels und Bluthochdruck (Hypertonie) zum Metabolischen Syndrom.

Im Überblick:

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Insulinresistenz: Symptome der Diabetes-Vorstufe

Da die Insulinresistenz keine oder nur sehr unspezifische Beschwerden hervorruft, entwickelt sie sich häufig unentdeckt über Jahre. Erst, wenn sich aus der Insulinresistenz ein Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt hat, kommen die typischen Diabetes-Symptome auf.

Hinweise auf Diabetes mellitus sind:

  • chronische Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Gewichtsabnahme

Ein krankhaft gesteigerter Durst und damit verbunden erhöhter Harndrang sind ebenfalls Anzeichen für eine Erkrankung.

Insulinresistenz: Welche Ursachen dahinterstecken

Das Hormon Insulin hat eine Vielzahl an Aufgaben. Seine wichtigste ist die Regulation des Zuckerhaushalts. Es bewirkt, dass das Gewebe Glukose aus dem Blut aufnimmt und weiterverarbeitet. Bei einer Insulinresistenz ist diese Wirkung jedoch gestört: Die Zellen reagieren nicht mehr auf Insulin und nehmen keine Glukose mehr auf.

Als Ausgleich produziert die Bauchspeicheldrüse zunächst vermehrt Insulin. Obwohl die Blutzuckerwerte normal sind, ist der Insulinanteil im Blut dann außergewöhnlich hoch. Oftmals besteht dieser Zustand über Jahre, bis die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin produzieren können. Aufgrund der Überlastung werden sie funktionsunfähig. Die Folge sind ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) und somit die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2.

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Risikofaktoren und Auslöser der Insulinresistenz

Was genau die Ursachen für die Entstehung einer Insulinresistenz sind, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Man vermutet jedoch einen Zusammenhang zwischen erblicher Veranlagung und der Entstehung von Insulinresistenz und Diabetes mellitus Typ 2. Zudem können bestimmte Lebensgewohnheiten das Risiko für diese Entwicklung erhöhen. Dazu gehören:

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • unausgewogene, fettreiche Ernährung

Insulinresistenz: So läuft die Diagnose ab

Die Wahrscheinlichkeit einer Insulinresistenz ist besonders hoch, wenn weitere Faktoren des Metabolischen Syndroms vorliegen. Auch Familienmitglieder, die bereits an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind, lassen sich als Risikofaktoren für die Entwicklung einer Insulinresistenz werten.

Mithilfe des Glukose-Toleranztests lässt sich prüfen, ob der Körper in der Lage ist, zugeführten Zucker innerhalb eines bestimmten Zeitraums abzubauen. Dazu wird zunächst eine Blutprobe entnommen, um den Glukosewert bei nüchternem Magen zu bestimmen. Anschließend wird eine glukosehaltige Flüssigkeit getrunken und nach etwa zwei Stunden erneut eine Blutprobe genommen. Sind die Glukosewerte im Vergleich zum Normalwert wesentlich erhöht, liegt eine gestörte Glukosetoleranz vor. Das bedeutet, dass der Zucker im Blut nicht ausreichend abgebaut werden kann.

Ein weiteres Diagnostik-Verfahren bei Insulinresistenz ist der Insulin-Toleranztest. Auch hier nimmt man zunächst eine Blutprobe bei nüchternem Magen. Eine sich nach dem Körpergewicht richtende Menge an Insulin wird in die Vene injiziert. Nach einer halben Stunde wird der Insulinanteil im Blut gemessen. Beträgt der Anteil noch über 80 Prozent der injizierten Menge, liegt eine Insulinresistenz vor.

Therapie der Insulinresistenz: Maßnahmen zur Behandlung

Eine Insulinresistenz lässt sich gut behandeln. Allerdings besteht die Therapie in erster Linie in einer Umstellung der Lebensweise. Zunächst gilt es, Übergewicht abzubauen und sich regelmäßig zu bewegen. Eine gesunde, fettarme Ernährung hilft außerdem, den Fettstoffwechsel zu normalisieren.


Es ist außerdem ratsam, das Rauchen aufzugeben und Alkohol nur mäßig zu konsumieren.

Verlauf: Insulinresistenz ist Vorstufe von Diabetes

Wird die Lebensweise konsequent verändert, kann die Insulinresistenz meist erheblich abgeschwächt werden. Insbesondere zur Vermeidung von Diabetes mellitus Typ 2 ist dies von Bedeutung. Die Insulinresistenz ist eine Vorstufe von Diabetes. Wird ihr nicht entgegengewirkt, ist die Wahrscheinlichkeit einen Diabetes mellitus Typ 2 zu entwickeln, stark erhöht.

Insulinresistenz: Wie kann ich vorbeugen?

Mit einer ausgewogenen Ernährung und körperlicher Bewegung kann man nicht nur Übergewicht, sondern auch Bluthochdruck vorbeugen. Die Einschränkung des Kochsalzgebrauchs wirkt sich ebenfalls positiv aus. Der Verzicht auf das Rauchen beugt zudem einer ganzen Reihe von Krankheiten vor.

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