Ursachen und Behandlung

Amenorrhoe: Wenn die Periode ausbleibt

Viele Zustände, Krankheiten und Störungen können dazu führen, dass eine Frau keine Periode mehr bekommt. Mediziner bezeichnen das als Amenorrhoe.

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Für das Ausbleiben der Periode gibt es eine Reihe von Gründen. Viele davon sind nicht gefährlich.
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Bleibt die Menstruation aus, sprechen Mediziner von Amenorrhoe. Wörtlich aus dem Griechischen übersetzt bedeutet das "ohne Monatsfluss". Dabei unterscheidet man zwischen einer primären Amenorrhoe - wenn eine Frau auch nach dem 16. Geburtstag noch nie eine Regelblutung hatte - und einer sekundären Amenorrhoe. Letztere liegt vor, wenn die Periode mindestens drei Monate lang ausbleibt, die Frau aber vorher schon Blutungen hatte.

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Ursachen für das Fehlen der Regelblutung:

Die Gründe dafür, dass eine Frau ihre Regel nicht bekommt, unterscheiden sich je nach Form der Amenorrhoe. Eine primär ausbleibende Menstruation kann zum Beispiel an einer mangelnden Ausreifung der Geschlechtsorgane, einer Schilddrüsenunterfunktion oder angeborenen Gendefekten liegen. Fehlende Eisprünge, zum Beispiel durch ein PCO-Syndrom, können sowohl eine sekundäre wie eine primäre Amenorrhoe auslösen.

Äußere Gründe für eine sekundäre Amenorrhoe sind großer Stress und andere psychische Belastungen, Untergewicht zum Beispiel durch Magersucht oder exzessiver Sport. Seltener liegt ein Tumor der Eierstöcke oder der Hirnanhangsdrüse vor. Daneben können krankhafte Prozesse der Gebärmutter (zum Beispiel Endometriose) für das Ausbleiben der Regelblutung verantwortlich sein.

Nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille kann die Regel ebenfalls eine Zeit lang ausbleiben. Diese sogenannte Post-Pill-Amenorrhoe dauert ebenfalls drei Monate oder länger. Desweiteren kann eine Amenorrhoe bei gebärfähigen Frauen natürlich Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Auch mit Eintritt in die Wechseljahre (Menopause) haben Frauen keine Regelblutung mehr.

Behandlung der ausbleibenden Periode:

Die Therapie einer mangelnden Menstruation richtet sich nach dem jeweils zugrunde liegenden Krankheitsbild beziehungsweise der hormonellen Störung. Eine Schwangerschaft sowie den Beginn der Wechseljahre muss der behandelnde Gynäkologe zunächst ausschließen. Gelegentlich kann bei der Therapie eine Ausschabung der Gebärmutter nötig werden. Oft bringt aber schon die Behandlung mit hormonellen Ovulationshemmern (Anti-Baby-Pille) oder anderen Präparaten die Periode zurück.

Diagnose der Amenorrhoe:

Liegt keine Schwangerschaft oder Menopause vor, sollte jede ausbleibende Menstruation von mehr als drei Monaten vom Frauenarzt abgeklärt werden. Um eine ausbleibende Periode festzustellen, muss ein Gynäkologe seine Patientin über einen längeren Zeitraum behandeln oder aber auf einen regelmäßig geführten Menstruationskalender zurückgreifen. In ihm sollten Frauen auch Abweichungen vom normalen Zyklusgeschehen notieren.

Was Stress in Frauenkörpern anrichtet

Autor:
Letzte Aktualisierung: 31. Januar 2015
Quellen: S. Gesenhues, R. Ziesché: Praxisleitfaden Allgemeinmedizin. Urban und Fischer

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