Wenn es im Hals kratzt & schmerzt

Halsschmerzen: So lindern Sie Halsweh auf natürliche Weise

Zwei bis drei Erkältungen plagen Erwachsene durchschnittlich pro Jahr – Kinder erkranken sogar bis zu 13-mal am grippalen Infekt! Fast immer mit von der Partie: Halsschmerzen. Sie lassen sich zwar nicht einfach ausschalten, aber zum Glück schonend abmildern. Dafür hält auch die Natur einige Helfer bereit.

Arzt behandelt Frau mit Halsschmerzen
Hinter besonders heftigen und plötzlichen Halsschmerzen steckt oft kein harmloser grippaler Infekt, sondern mitunter eine ernste Erkrankungen, die von einem Arzt abgeklärt werden sollte.
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Die dunkle Jahreszeit ist für unsere Abwehrkräfte eine besondere Herausforderung: Nicht nur müssen sie es mit nassem und kaltem Wetter aufnehmen, auch trockene Heizungsluft und zu wenig Bewegung im Freien setzen ihnen zu. Die Ernährung ist im Winter ebenfalls nicht die beste: Saisonale Festivitäten wie Weihnachten und Karneval verleiten zu unausgewogener Lebensweise und erhöhtem Alkoholkonsum. Hinzu kommt der winterliche Vitaminmangel, da viele Obst- und Gemüsesorten jetzt nicht frisch zu haben sind. Wenn das Immunsystem dann kurz in die Knie geht, hat man sich schnell eine Erkältung eingefangen!

Homöopathie gegen Erkältung: 15 wirkungsvolle Arzneien

Eitrige Entzündung, heftiges Halsweh: Wann zum Arzt?

Der grippale Infekt macht sich meist durch ein Kratzen im Hals bemerkbar, das sich schnell zu starken Schmerzen auswachsen kann. Auch eine Grippe, Rachen-, Mandel- oder Kehlkopfentzündung sowie Krankheiten wie Scharlach, Mumps oder Pfeiffersches Drüsenfieber können sich durch Halsweh äußern.

Weil diese Erkrankungen oft auch konventionell-medizinisch behandelt werden müssen, sollten Sie sich nicht davor scheuen, einen Arzt aufzusuchen. Das gilt vor allem dann, wenn

  • es zu sehr starken Schmerzen oder hohem Fieber kommt,
  • die Beschwerden plötzlich und sehr heftig einsetzen,
  • die Mandeln gerötet oder mit weißem Belag überzogen sind,
  • die Lymphknoten am Hals besonders stark anschwellen,
  • neben Halsschmerzen auch Bauchweh und Übelkeit auftreten.

In diesen Fällen kann es dennoch sinnvoll sein, neben einer schulmedizinischen Behandlung unterstützend zu homöopathischen Mitteln zu greifen, um Halsschmerzen zu lindern.

Homöopathische Arzneimittel für kleine Patienten

Und auch einen harmlosen grippalen Infekt können Haus- wie auch Arzneimittel erträglicher machen. Gegen Halsweh eignen sich die Wirkstoffe in Globuli oder homöopathischen Tropfen und Tabletten besonders gut. Sie werden zur Selbstbehandlung meist in den Potenzen D6 bis D12 empfohlen. Lassen Sie sich dabei von einem erfahrenen Homöopathen oder Ihrem Apotheker beraten. Sobald sich die Beschwerden bessern, wird die Dosierung minimiert. Sind die Symptome verschwunden, sollte die Behandlung eingestellt werden.

Mit Belladonna und Thuja gegen Halsschmerzen

Halsschmerzen rückt man seit jeher gerne mit Hausmitteln zuleibe: Viel Tee trinken, Umschläge und Halswickel oder Gurgeln mit Salbeizubereitungen. Darüber hinaus versprechen viele weitere Wirkstoffe aus der Natur Linderung bei Halsweh und kommen daher auch in homöopathischen Arzneien zum Einsatz:

  • Belladonna: Sie wird vor allem bei pochenden Halsschmerzen in Zusammenhang mit stark gerötetem Rachen angewendet. Meist wird das Halsweh von Fieber begleitet. Der Erkrankte ist außerdem matt und reagiert gereizt.

  • Lachesis: Die Halsschmerzen sind nach dem morgendlichen Aufwachen besonders schlimm. Meist befinden sie sich auf der linken Seite. Der Hals-Rachen-Raum färbt sich tiefrot. Durch Wärme und Flüssigkeiten werden die Beschwerden schlimmer, feste Speisen werden besser vertragen.

  • Apis mellifica kommt bei stechenden Halsschmerzen zum Einsatz. Die Schleimhäute wirken aufgedunsen und sind blassrot, während das Zäpfchen stark vergrößert ist. Der Erkrankte fühlt sich nicht durstig.

  • Hepar sulfuris kann unterstützend bei einer eitrigen Rachenentzündung sinnvoll sein. Die Schmerzen sind splitterartig und werden durch Kälte schlimmer. Linderung bringt dagegen Wärme, etwa als Tee oder in Form von Wickeln und Umschlägen.

  • Ammonium bromatum: Bei Kehlkopf- und Rachenentzündung mit Heiserkeit und trockenem Husten. Die Beschwerden werden nachts schlimmer und bessern sich durch Wärme.

  • Argentum nitricum: Der Halsschmerz fühlt sich an, als wäre er von einem Splitter verursacht. Hinzu kommen vermehrte Schleimbildung, Heiserkeit und ständiges Räuspern-Müssen.

  • Mercurius solubilis: Nachts sind die Beschwerden besonders ausgeprägt und lassen sich oft rechts verorten. Die Mandeln und Lymphknoten sind geschwollen. An der Zunge zeigen sich gelbe oder weiße Beläge. Lauwarmes wird am besten vertragen, während sowohl heiße als auch kalte Getränke den Zustand verschlechtern.

  • Arum triphyllum: Wenn der Kehlkopf wund ist und brennt, kann Arum tryphyllum für Linderung sorgen. Wärme verschlechtert die Beschwerden, an der frischen Luft werden sie besser.

  • Phytolacca: Die Mandeln – häufig rechts – sind dunkel und angeschwollen. Der Hals brennt, was warme Getränke weiter verschlimmern. Die Schmerzen können sich auf Nacken, Ohr und Schulter ausweiten.

  • Spongia: Der Hals fühlt sich trocken und wund an. Er kitzelt oder brennt.

  • Lycopodium: Die Schmerzen sind nachmittags am stärksten und befinden sich tendenziell auf der rechten Seite. Sowohl warme als auch kalte Getränke verträgt der Erkrankte schlecht. Häufig kommt es außerdem zu Schmerzen im oberen Bauch und einer verstopften Nase.

Fünf homöopathische Sofort-Helfer bei akuten Beschwerden

Lifeline/Wochit

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