Borreliose - Ursachen und Symptome

Zeckenstiche können gefährliche Krankheiten wie Borreliose und FSME verursachen. Im Sommer, bei milden Temperaturen aber auch bereits von April und bis in den Spätherbst, ist daher Vorsicht vor Zecken geboten!

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Jeder Zeckenstich birgt die Gefahr einer Ansteckung mit Borreliose. Die Bakterien-Infektion ist schwierig zu diagnostizieren.

Die Zahl der Krankheitsfälle beider wichtiger Zecken-Krankheiten ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Aktuelle Studien belegen ein erhöhtes Risiko der Übertragung mit Borrelien, welche zur Infektionskrankheit Borreliose führt. Laut dem Robert Koch-Institut ist rund ein Drittel aller Zecken von Borrelien befallen. Die Folge: In Deutschland erkranken 40.000 bis 60.000 Menschen pro Jahr an Borreliose. Aufklärung ist deshalb entscheidend – sowohl was den Krankheitsverlauf betrifft als auch die Schutzmaßnahmen.

Mit Borrelien infizierte Zecken leben in ganz Deutschland

Wer im Süden Deutschlands lebt oder dort Urlaub macht, läuft eher Gefahr, von einer Zecke gestochen und mit FSME-Viren infiziert zu werden als anderswo. Besonders die süddeutschen Wälder sind als FSME-Risikogebiete gekennzeichnet, zum Beispiel der Bayerische Wald oder auch der Schwarzwald. Aber die Zecken verbreiten sich zunehmend gen Norden. Mittlerweile sind auch Teile Hessens, Thüringens und der Rheinland-Pfalz betroffen, beispielsweise das Rothaargebirge, der Hunsrück, sowie die Gegend um Jena.

Zecken, die Borreliose übertragen, kommen dagegen in ganz Deutschland vor.

Die besten Tipps gegen Zecken

Typische Symptome bei Borreliose

Wer von einer Zecke gestochen wird, entdeckt unter Umständen erst ein bis zwei Woche später Hautreaktionen. Die sogenannte Wanderröte, in Fachkreisen auch Erythema migrans, ist ringförmig und bildet sich an der Stelle des Einstichs. Diese Wanderröte ist typisch für Borreliose. Wer nach dem Aufenthalt in der Natur oder einem bekannten Zeckenstich diese typische Rötung an sich entdeckt, sollte so bald wie möglich einen Arzt aufsuchen. Je früher mit der sachgemäßen Behandlung begonnen wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Spätfolgen: Gelenkentzündungen bis zu Lähmung

Im zweiten Stadium leiden Betroffene unter Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen und klagen über Müdigkeit. Sollten die Symptome ignoriert werden, kann es in seltenen Fällen zu chronischen Gelenkentzündungen bis hin zur Lähmung kommen. Symptomatisch für eine hinausgezögerte Behandlung ist außerdem eine spezielle Form der Hautentzündung: Die Haut an den Fingern, Zehen, sowie im Gesicht wird hierbei pergamentartig dünn.

Borreliose ist nicht ansteckend. Zudem lässt sich eine Infektion im Frühstadium in der Regel mit Antibiotika gut behandeln. Eine Impfung wie gegen die ebenfalls durch Zecken übertragene FSME gibt es gegen Borreliose-Bakterien aber nicht.

Zecken finden: Sie mögen es warm und feucht am Körper

Gegen die Ansteckung mit Borreliose schützt dagegen nur das Absuchen des Körpers nach der Wanderung. Zecken bevorzugen feucht-warme, stark durchblutete Körperregionen für ihre Blutmahlzeit. Daher sollten Sie insbesondere die Achseln, die Leistenregion, den Genitalbereich, die Pofalte und den Haaransatz einer gründlichen Inspektion unterziehen. Die Tiere können auf dem Körper problemlos größere Strecken zurücklegen und zusätzlich verschleppt werden, etwa wenn ein Arm auf dem Bein abgelegt wird.

Grundsätzlich sollte aber stets die gesamte Haut einschließlich der behaarten Körperregionen sowie Außen- und Innenseite sämtlicher Kleidungsstücke untersucht werden, selbst wenn das Gras einer Wiese nur knöchelhoch gewesen ist. Alle verdächtigen Pünktchen und neuen Leberflecken sollten unbedingt genau angesehen werden. Eine Lupe, eine Taschenlampe oder auch ein Spiegel kann dabei gute Dienste leisten, um Zeckenstiche zu finden. Ist ein Parasit entdeckt, sollte er möglichst mit einer Pinzette hautnah mit Drehbewegungen entfernt werden. Und das möglichst zügig: Denn je länger eine Zecke in der Haut verbleibt, desto höher ist das Infektionsrisiko.

Die besten Tipps gegen Zecken

 

Autor: es / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 22. April 2015
Durch: sw
Quellen: Nach Informationen der DAK und www.zecken.de

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