Genaue Messergebnisse - leichtere Bedienbarkeit

Moderne Blutzuckermessgeräte

Blutzuckermessgeräte werden heute in großer Vielfalt angeboten. Fest steht: Moderne Messgeräte sind heute meist genauer denn je und erleichtern den Messvorgang und die Protokollierung der Ergebnisse enorm. Lesen Sie, welche Arten von Messgeräten heute zur Verfügung stehen und worauf man bei der Wahl besonders achten sollte.

Moderne Blutzuckermessgeräte
Bevor man sich für ein Blutzuckermessgerät entscheidet, sollte man sich genau informieren.
Getty Images/BananaStock RF

Die Blutzuckerselbstkontrolle gehört für die meisten Diabetiker zum Alltag – für die einen mehr, für die anderen weniger. So müssen insulinpflichtige Diabetiker – und damit alle Typ-1-Diabetiker – täglich den Blutzuckerspiegel kontrollieren, für viele Typ-2-Diabetiker ist die Blutzuckerkontrolle an ein bis zwei Tagen pro Woche ausreichend.

Für die Blutzuckerselbstmessung stehen heute die unterschiedlichsten Geräte zur Verfügung, die sich grob in zwei Hauptgruppen untergliedern lassen:

Einzelstreifensysteme

Bei einem Einzelstreifensystem werden die Teststreifen in einem vom Messgerät getrennten Behälter aufbewahrt, und der Anwender legt vor jeder Messung einen neuen Teststreifen in das Gerät ein. Daher sind diese Geräte meist kleiner und leichter als die integrierten Systeme. Allerdings müssen alle Zusatzkomponenten wie die Teststreifen und die Stechhilfe separat mitgeführt werden.

Integrierte Messsysteme

Bei integrierten Systemen wird eine Trommel in das Gerät eingelegt, die mehrere Streifen enthält. Natürlich ist das Gerät dadurch zwangsläufig etwas größer und schwerer, es entfällt jedoch die Vorbereitung jeder einzelnen Messung. Eine Neuentwicklung ist ein System ohne Teststreifen, bei dem 50 Tests in einer Testkassette integriert sind.

Zusätzlich unterscheiden sich Geräte in der Notwendigkeit, bei einer neuen Packung die spezifischen Eigenschaften der Teststreifenchargen mithilfe einer Codierung festzustellen. Dabei prüft das Gerät den Streifen auf Normabweichungen durch die Produktion und stellt sich darauf ein, sodass verlässliche Messergebnisse entstehen. Bei den Systemen ohne Codierung werden Teststreifenchargen mit Normabweichung vor der Auslieferung verworfen.

Eine neue Generation der Blutzuckermessgeräte bestimmt über einen Sensor die Glukosewerte aus dem Unterhautgewebe ganz ohne Stechen und Testtreifen.

Was moderne Blutzuckermessgeräte leisten sollten

Egal wie oft und wann genau – die genauen Vorgaben wird der behandelnde Arzt dem Patienten mitteilen – das Blutzuckermessen auf dem Plan steht, die Grundansprüche an moderne Blutzuckermessgeräte sind im Grunde immer dieselben:

  • Genaue Messergebnisse (heute sogar teils Laborqualität)
  • Handliche Größe, ansprechendes Design
  • Leichte Bedienbarkeit
  • Geringe benötigte Blutmenge
  • Gut lesbares Display
  • Kurze Messdauer
  • Großer Datenspeicher
  • Leichte Verständlichkeit und Verwaltung der Ergebnisse

Geräte vergleichen und sich genau informieren

Tatsächlich entsprechen moderne Blutzuckermessgeräte diesen Ansprüchen heute  weitestgehend gut, auch wenn es Unterschiede gibt. So klein, dass das Gerät in die Hostentasche passt – eine direkte Berechnung der Insulindosis – eine USB-Verbindung zum Computer für die direkte Auswertung der Messdaten – Geräte ohne Codierung –  die Möglichkeiten sind vielfältig.  Auch die Art der Messung kann sich unterscheiden , z.B. elektrochemisch oder – seltener – photometrisch.

Es lohnt sich also, genau hinzusehen und sich ausführlich über die Vorteile und Besonderheiten einzelner Geräte – gerade auch für den individuellen Bedarf und abgestimmt auf die eigenen Vorlieben– zu informieren.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 03. Februar 2014
Quellen: IN|FO|DIABETOLOGIE 2009; Vol. 3, Nr. 5: 38-41

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