Übergewicht
Beschwerden
Unter Übergewicht versteht man ein zu hohes Körpergewicht in Bezug auf die Körpergröße, bei Kindern zusätzlich in Bezug auf Lebensalter und Geschlecht. Starkes Übergewicht wird als Fettleibigkeit (Adipositas) bezeichnet und gilt als behandlungsbedürftige Krankheit. Übergewicht und Adipositas begünstigen die Entstehung verschiedener Krankheiten (z.B. Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall) und vermindern die Lebenserwartung.
In Deutschland sind rund 67 Prozent der Männer und 54 Prozent der Frauen ab 18 Jahren übergewichtig; darin enthalten sind 17 Prozent adipöser Männer und 20 Prozent adipöser Frauen.
Wenn es um die gesundheitlichen Risiken von Übergewicht geht, ist nicht nur das Körpergewicht, sondern auch die Fettverteilung von Bedeutung. Denn das Fettgewebe ist nicht nur eine „träge Masse“. Vielmehr produziert es zahlreiche Substanzen mit negativer Wirkung auf Blutzucker, Blutfette und Blutdruck (z. B. entzündungsfördernde Stoffe). Man geht heute davon aus, dass Fettansammlungen im Bereich der Taille („Apfeltyp“) ein größeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen als Fettansammlungen im Hüftbereich („Birnentyp“).
Zur Abschätzung des gesundheitlichen Risikos eines erhöhten Körpergewichts wird daher heute zusätzlich zum BMI häufig der Taillenumfang bestimmt. Ein Taillenumfang von 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern gilt als Grenzwert (siehe Tab.), ab dem das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes deutlich erhöht ist.
| Risiko für Stoffwechsel-Probleme | Taillenumfang in cm | |
| Männer | Frauen | |
| erhöht | >94 | >80 |
| deutlich erhöht | >102 | >88 |
Das Ausmaß des Übergewichts wird mithilfe des Body Mass Index (BMI) bestimmt. Der BMI wird berechnet, indem man das Körpergewicht in Kilogramm durch die zum Quadrat genommene Körpergröße in Metern teilt (kg/m2).
- Normalgewicht: BMI von 19 bis 25
- Übergewicht: BMI ab 25
- Adipositas: BMI ab 30
Wenn es um die gesundheitlichen Risiken von Übergewicht geht, ist nicht nur das Körpergewicht, sondern auch die Fettverteilung von Bedeutung. Denn das Fettgewebe ist nicht nur eine „träge Masse“. Vielmehr produziert es zahlreiche Substanzen mit negativer Wirkung auf Blutzucker, Blutfette und Blutdruck (z. B. entzündungsfördernde Stoffe). Man geht heute davon aus, dass Fettansammlungen im Bereich der Taille („Apfeltyp“) ein größeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen als Fettansammlungen im Hüftbereich („Birnentyp“).Zur Abschätzung des gesundheitlichen Risikos eines erhöhten Körpergewichts wird daher heute zusätzlich zum BMI häufig der Taillenumfang bestimmt. Ein Taillenumfang von 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern gilt als Grenzwert (siehe Tab.), ab dem das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes deutlich erhöht ist.
Folgende Beschwerden sind typisch:
Ein über das Normalmaß erhöhtes Körpergewicht kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
- geringere Belastbarkeit im Alltag (verminderte Beweglichkeit, Kurzatmigkeit, verstärktes Schwitzen)
- Gelenkbeschwerden
- geringes Selbstwertgefühl bis hin zu Depressionen
Zusätzlich sind Übergewicht und Adipositas mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Erkrankungen verbunden, vor allem:
- Diabetes mellitus
- hoher Blutdruck
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Krebs
- Wirbelsäulen-Erkrankungen
- Magen-Darm-Erkrankungen
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