Vor allem Typ-2-Diabetes auf dem Vormarsch

Diabetesformen: Häufigkeit im Vergleich

Die Zahl der Menschen mit Diabetes mellitus beträgt über sieben Millionen. Allerdings geht man von einer wesentlich höheren Dunkelziffer unerkannter Diabetiker aus.

Diabetes
Die meisten Diabetiker haben Diabetes-Typ-2 und sind über 65 Jahre alt. Übergewicht und Bewegungsmangel spielen dabei eine wichtige Rolle.
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Demnach dürfte die tatsächliche Zahl in Deutschland sieben bis acht Millionen betragen, was bedeutet, dass etwa jeder zehnte Bundesbürger betroffen ist. Die häufigsten Diabetesformen sind dabei Typ 1 und Typ 2 der Zuckerkrankheit.

Typ-1-Diabetes

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    Testen Sie Ihr Risiko für das Auftreten von Typ-2-Diabetes. Diese Krankheit wird häufig erst so spät erkannt, dass Folgeschäden nicht mehr zu vermeiden sind. Daher ist es wichtig, über sein persönliches Risiko Bescheid zu wissen und seinen Lebensstil wenn nötig daran anzupassen.

In Deutschland gibt es etwa 250.000 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 – das sind fünf Prozent aller Diabetiker. Der Typ-1-Diabetes kann sich in jedem Alter erstmals manifestieren, er tritt jedoch meistens vor dem 35. Lebensjahr auf. Am höchsten ist die Neuerkrankungsrate bei Kindern zwischen elf und 13 Jahren. Deshalb wurde der Typ-1-Diabetes früher auch als jugendlicher oder juveniler Diabetes bezeichnet.

Typ-2-Diabetes

Die überwiegende Mehrheit der Betroffenen haben einen Diabetes mellitus Typ 2, davon sind mehr als die Hälfte über 65 Jahre alt. Im Zusammenhang mit dieser Diabetesform bestehen häufig gleichzeitig Fettleibigkeit, Bluthochdruckund Fettstoffwechselstörungen. Man spricht dann vom metabolischen Syndrom.

Der Typ-2-Diabetes macht sich meist nach dem 40. Lebensjahr erstmals bemerkbar und wurde deshalb früher auch als Altersdiabetes oder Alterszucker bezeichnet. Die Anzahl der Typ-2-Diabetiker steigt weltweit an. Ein Grund hierfür ist, dass sich Menschen zunehmend falsch ernähren, übergewichtig sind und sich zu wenig bewegen. Darüber hinaus ist zu beobachten, dass immer mehr Menschen schon im jüngeren Alter erkranken.

Weitere Diabetesformen

Andere Diabetesformen, wie zum Beispiel der Schwangerschaftsdiabetes oder ein Diabetes mellitus infolge einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, sind zahlenmäßig weniger bedeutend. Bei zwei bis fünf Prozent aller Schwangeren kommt es zu einer behandlungsbedürftigen Erhöhung des Blutzuckers. In der Regel verschwindet der Diabetes nach Beendigung der Schwangerschaft. Allerdings besteht für die betroffenen Frauen ein erhöhtes Risiko, später – unabhängig von einer Schwangerschaft – einen Diabetes zu entwickeln: Mindestens 30 Prozent der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes weisen nach zehn Jahren einen Diabetes mellitus auf, vielfach einen Typ-2-Diabetes.Vor allem Typ-2-Diabetes auf dem Vormarsch

Wissenswertes zum Diabetes-Begriff

Der medizinische Begriff "Diabetes" steht für "Durchfluss", weil ein stark erhöhter Blutzucker zu verstärktem Wasserlassen führt. Der Anhang "mellitus" bedeutet "süß", weil der ausgeschiedene Urin reichlich Glukose enthält und daher einen süßlichen Geruch hat.

Diabetes: Diese Lebensmittel regulieren den Blutzucker

Autor:
Letzte Aktualisierung: 01. August 2015
Durch: mp

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