Ursachen

Kopfschmerzen bei Wetterfühligkeit

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Viele Menschen reagieren auf einen Wetterumschwung mit Kopfschmerzen.
(C) 2006 Thinkstock

Wenn die Gewitterfronten kommen und Blitz und Donner ihr Unwesen treiben, leidet der wetterfühlige Mensch: bestehende Beschwerden verschlimmern sich, der Kreislauf geht in den Keller und der Kopf schmerzt. Tatsächlich treten Kopfschmerzen relativ häufig als Folge von Wetterfühligkeit auf.

Kopfschmerzpatienten berichten immer wieder über den Einfluss des Wetters. Bei Umfragen gaben zwischen 30 bis 78 Prozent der Befragten an, dass das Wetter Auslöser ihrer Beschwerden sei. Tatsächlich besteht laut Wissenschaftlern ein gewisser Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und meteorologischen Ereignissen.

Wetterfühligkeit und Wetterempfindlichkeit

Wetterfühligkeit ist ein medizinisches Phänomen, zu dem noch viel Forschungsbedarf besteht. Mehr oder weniger klar scheint, dass bei betroffenen Menschen die Reizschwelle herabgesetzt ist und das vegetative (unbewusste) Nervensystem besonders empfindlich auf Wettereinflüsse reagiert – Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder Kopfschmerzen sind die Folge. Davon zu unterscheiden ist die Wetterempfindlichkeit – unter dieser leiden Menschen mit Erkrankungen wie Rheuma, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Asthma oder Knochenbrüchen. Bei ihnen verstärken sich die bereits bestehenden Beschwerden aufgrund der Wetterlage.

Welche Wetterphänomene stehen unter Verdacht?

Die Quintessenz aus mehreren Studien ist: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und Wetter. Die verantwortlichen Wetterphänomene sind jedoch nicht bewusst wahrnehmbar.

Feine Luftdruckschwankungen und elektromagnetische Wellen, wie sie an Wetterfronten entstehen – die so genannten Spherics – sorgen dafür, dass besonders empfindliche Menschen Kopfschmerzen bekommen. Einer gemeinsamen Studie des Institutes für Umweltmedizin Freiburg und des Deutschen Wetterdienstes zufolge treten die wetterbedingten Beschwerden besonders bei so genannter überstrahlter Hochdrucklage (im Alpenvorland Föhn) und labiler Wetterlage im Bereich eines Höhentiefs, fast ausschließlich in der ersten Tageshälfte und in den Sommermonaten auf.

Alle Wetter – und trotzdem fit

Wer bei Wetterkapriolen empfindlich reagiert, der kann rechtzeitig entgegenwirken: Finden Sie heraus, welches Wetter Sie krank macht. Führen Sie Tagebuch über Ihre Kopfschmerz-Beschwerden und berücksichtigen Sie dabei die jeweilige Wettersituation. Verhalten Sie sich gesundheitsbewusst, wenn eine für Sie heikle Wetterlage angekündigt wird: Trinken Sie viel, essen Sie Obst und Gemüse und vermeiden Sie Stress an diesen Tagen. Ein regelmäßiges leichtes Ausdauertraining im Freien stärkt das Immunsystem und verbessert das Allgemeinbefinden – bei jedem Wetter.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgenden Telefon-Nummern:

Deutscher Wetterdienst

Hotline für Wetterfühlige: 0190/11546171 oder 0190/115460 (kostenpflichtig)

Autor: Claudia Urban, 12.1.2012
Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2012
Quellen: Studie: H. Walach (Hrsg.). Hat das Wetter Einfluss auf Kopfschmerzen? Eine Evaluation der Biowetterklassen. Schmerz (2002);16:1-8, Springer Verlag 2002

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