Woran erkenne ich schwarzen Hautkrebs?

Melanom (schwarzer Hautkrebs): Symptome

Am häufigsten treten maligne Melanome im Bereich von Rücken, Brust beziehungsweise Gliedmaßen auf. Bei Männern ist der Rumpf bevorzugt betroffen, bei Frauen die Unterschenkel.

95 Prozent aller malignen Melanome können einem von vier Typen zugeordnet werden, die bei der körperlichen wie auch bei der feingeweblichen Untersuchung (unter dem Mikroskop) voneinander unterschieden werden können. Zwischen den vier Typen bestehen keine Unterschiede in der Behandlung.

Allgemeines Erscheinungsbild vom malignen Melanom

Das äußere Bild eines Melanoms kann sehr vielfältig sein, es kommen sogar farblose Formen vor.

Ein malignes Melanom kann sich als braun bis blauschwarzer, pigmentierter, flacher oder knotig erhabener Tumor bemerkbar machen. Gelegentlich zeigen zentrale (in der Mitte liegende) Anteile eines malignen Melanoms Rückbildungstendenzen; in diesen Fällen können pigmentfreie Areale auftreten. Auch völlig pigmentfreie Melanome können - wenn auch sehr selten - vorkommen. Man spricht dann von amelanotischen malignen Melanomen. Diese sind im Allgemeinen nicht minder gefährlich als dunkel pigmentierte Melanome; häufig werden sie erst in fortgeschrittenen Krankheitsstadien erkannt.

Superfiziell spreitendes malignes Melanom (SSM)

Das superfiziell spreitende maligne Melanom hat seinen Namen daher erhalten, dass die Tumorzellen sich relativ lange an der Hautoberfläche zur Seite hin ausbreiten (superfiziell spreiten), bevor der Tumor in die Tiefe wächst.

Das superfiziell spreitende maligne Melanom ist in Mitteleuropa mit etwa 60 Prozent der Fälle der häufigste Typ maligner Melanome. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 50 Jahren. Am häufigsten tritt das superfiziell spreitende maligne Melanom an Rücken, Brust beziehungsweise Gliedmaßen auf. An der Haut erkennt man in der Regel einen flachen, nur geringfügig über das Hautniveau erhabenen Tumor, der bei längerem Wachstum auch zusätzlich knotige Anteile entwickeln kann. Superfiziell spreitende maligne Melanome zeigen im Allgemeinen eine scharfe, aber unregelmäßige (zumeist bogige) Begrenzung. Die Farbe dieser Tumoren kann zwischen dunkelbraun und blauschwarz variieren.

Knotiges malignes Melanom (noduläres Melanom, NM)

Unter einem knotigen oder auch primär knotigen malignen Melanom versteht man ein Melanom, das von Anfang an in Form eines deutlich erhabenen Knotens wächst. Dies steht im Gegensatz zum superfiziell spreitenden malignen Melanom, das sich zunächst zu den Seiten hin ausbreitet und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlich knotige Strukturen ausbildet.

Etwa 20 Prozent aller in Mitteleuropa auftretenden malignen Melanome gehören dem Typ des knotigen malignen Melanoms an. Der Tumor tritt zumeist an Rücken, Brust beziehungsweise Gliedmaßen auf. Das durchschnittliche Alter der Betroffenen beträgt 55 Jahre. An der Haut ist zumeist ein dunkelbraun bis blauschwarz pigmentierter Knoten zu erkennen. Die Oberfläche des Knotens kann glatt und von Oberhaut überzogen sein, aber auch nässen oder gar aufbrechen und gelegentlich bluten. Im Anschluss an eine Blutung ist der Knoten mit roten bis schwärzlichen Krusten belegt. Im Vergleich zum superfiziell spreitenden malignen Melanom wächst das noduläre maligne Melanom im Allgemeinen sehr rasch in tiefere Hautschichten ein.

Lentigo-maligna-Melanom (LMM)

Das Lentigo-maligna-Melanom entwickelt sich aus einer bestimmten Krebsvorstufe, welche Lentigo maligna (Lentigo = linsenförmiger Fleck, maligna = bösartig) genannt wird.

Etwa 10 Prozent aller in Deutschland auftretenden malignen Melanome sind Lentigo-maligna-Melanome. Die meisten Patienten mit einem Lentigo-maligna-Melanom sind älter als 60 Jahre. Das Lentigo-maligna-Melanom beziehungsweise die Lentigo-maligna als Melanomvorstufe tritt bevorzugt an Hautstellen auf, die in besonderem Maße der ultravioletten Strahlung der Sonne ausgesetzt sind. Die Lentigo-maligna stellt sich in der Regel als unscharf und unregelmäßig begrenzter, graubrauner bis schwarzer, im Hautniveau liegender Fleck dar.

Akrolentiginöses malignes Melanom (ALM)

Das akrolentiginöse maligne Melanom (Akren = Spitzen, Lentigo = linsenförmiger Fleck) ist eine besondere Form des malignen Melanoms, die an Händen, Füßen beziehungsweise an den Schleimhäuten auftritt.

Betroffen sind vor allem Finger, Zehen (insbesondere im Bereich des Finger- beziehungsweise Zehennagels) sowie Handinnenflächen und Fußsohlen, aber auch Schleimhäute wie Mund-, Genital-, Anal- beziehungsweise Darmschleimhaut. Man sieht in der Regel einen im Niveau der Haut beziehungsweise der Schleimhaut liegenden, gelegentlich unscharf begrenzten Fleck, dessen Farbe von hellbraun bis blauschwarz variieren kann. Im Laufe des weiteren Tumorwachstums können knotige Anteile hinzukommen, die unter Umständen bluten können. Ein akrolentiginöses malignes Melanom im Bereich des Nagelbetts eines Finger- oder Zehennagels kann sich als braune bis schwarze beziehungsweise bläuliche Verfärbung unterhalb der Nagelplatte bemerkbar machen.

Bei Mitteleuropäern macht das akrolentiginöse maligne Melanom nur etwa 5 Prozent aller malignen Melanome aus. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 65 Jahren.

Die häufigsten Krebsarten in Deutschland

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 07. August 2012

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