Maligne Gewebsneubildung

Krebs

Karzinom

Krebs ist die Bezeichnung für eine bösartige (maligne) Gewebsneubildung. Bösartig bedeutet, dass sich Zellen unkontrolliert teilen und dabei zunehmend gesundes Gewebe verdrängen und/oder schädigen. Die Geschwulst (Tumor) wächst und breitet sich meist erst in das benachbarte Gewebe und in die Lymphknoten aus.

Mikroskopierte Aufnahme eines Krebsgeschwürs
Krebszellen können sich prinzipiell in sämtlichen Gewebsarten und Organen des Körpers bilden
© Getty Images / iStock.com / luismmolina

Später können einzelne Krebszellen über das Blut oder die Lymphe in andere Organe streuen, wo sie sich ansiedeln und weitere Krebsherde bilden (Metastasen). Bösartige Tumoren sind in der Lage, die Bildung neuer Blutgefäße anzuregen (Angiogenese), um sich so an den Blutkreislauf anzuschließen.

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Krebs ist eine häufige und keine einheitlich verlaufende Erkrankung – Krebs kann prinzipiell in allen Altersklassen und zudem in sämtlichen Gewebsarten und Organen des Körpers vorkommen. In Deutschland sind vor allem Brustkrebs (Mammakarzinom) und Prostatakrebs häufige Krebsarten sowie Darmkrebs, Hautkrebs und Lungenkrebs.

Krebs ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen – mit steigender Tendenz. Die meisten bösartigen Tumoren bilden sich im Alter aus; bestimmte Krebsarten wie Formen von Blutkrebs (Leukämie) betreffen dagegen eher Kinder.

Ursache von Krebs sind Veränderungen von Erbgut und Zellstoffwechsel einzelner Zellen. Solche Veränderungen haben unterschiedlichste Ursachen.

Allgemeine äußere Einflüsse, die zur Auslösung einer Krebserkrankung beitragen können:

  • Giftstoffe im Tabakrauch
  • die Einwirkung der Sonnenstrahlung (UV-Strahlung)
  • Radioaktivität
  • bestimmte Schimmelpilze auf Lebensmitteln
  • Fehlernährung
  • einige Virusinfektionen, welche das Erbgut schädigen
  • manche Chemikalien
  • oft spielt auch eine erbliche Veranlagung eine Rolle, die sich äußert als erhöhte Empfindlichkeit der Zellen gegenüber schädigenden Einflüssen oder geringere Fähigkeit des Körpers, entstandene Schäden am Erbgut im Zellkern zu reparieren.

Bei Krebs können verschiedene Symptome auftreten, abhängig von der Krebsart und dem Stadium. Häufig sind außerdem unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Gewichtsabnahme. Ärzte unterscheiden unterschiedliche Arten von Krebs, je nach betroffenem Organ. Grob eingeteilt kann es sich bei einem bösartigen Tumor um ein Karzinom, ein Sarkom oder eine Hämatoblastose handeln.

  • Karzinom: Krebs von Haut, Schleimhaut und Drüsengewebe
  • Sarkom: Krebs von Bindegewebe, Muskeln, Knochen oder Fettzellen
  • Hämatoblastose: Krebs von Blut und blutbildenden Organen

Krebs lässt sich außerdem in Stadien (T, N, M) zuordnen. Diese beschreiben unter anderem, wie groß der Tumor ist (T), und ob er sich weiter ausbreitet (N und M). Die Diagnose Krebs stellt der Arzt meist mithilfe bildgebender Verfahren und weiteren Untersuchungen. Zur Therapie eignen sich – je nach Art des Tumors und seiner Lage – vor allem Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. Mit einer gesunden Lebensweise kann man Krebs zwar nicht direkt vorbeugen, aber das Krebsrisiko senken.

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