Infektionskrankheiten

Listerien: Symptome und Ursachen der Infektion

Die Listeriose ist eine seltene, aber weltweit verbreitete Infektionskrankheit. Sie wird durch eine bestimmte Bakterienart ausgelöst – Listerien. Für gesunde Menschen ungefährlich kann sie bei Säuglingen und immunschwachen Menschen tödlich verlaufen. Dabei ist es einfach, einer Infektion vorzubeugen.

Petrischalen mit Bakterienkulturen
Labormitarbeiter züchten Listerien in Petrischalen, um sie unter dem Mikroskop zu analysieren.
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Listeriose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die über die Nahrung übertragen wird. Immer wieder melden Nachrichtenportale und Zeitungen Lebensmittelskandale, die durch eine Unterart der Bakteriengattung Listeria, Listeria monocytogenes, verursacht werden. 2016 war es die bayerische Großmetzgerei Sieber, die wegen kontaminierter Wurstwaren Insolvenz anmelden musste. Ein Jahr zuvor erlitten über 150 Kinder und Mitarbeiter von Kindertagesstätten und einer Grundschule in Paderborn eine Lebensmittelvergiftung: Sie bekamen Brechdurchfall, nachdem sie mit Listerien kontaminierten Milchreis gegessen hatten.

Auch wenn derartige Nachrichten immer wieder durch die Medien gehen: Für gesunde Menschen stellt eine Infektion keine Gefahr dar, es kommt entweder erst gar nicht dazu oder sie verläuft harmlos. Menschen infizieren sich verhältnismäßig selten mit Listerien. 608 Fälle waren es dem Robert-Koch-Institut zufolge im Jahr 2014, nur 308 Infektionen im Jahr 2008.

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Die Listeriose ist meldepflichtig: Werden die Bakterien im Blut, Nervenwasser oder Abstrichen von Neugeborenen nachgewiesen, müssen die zuständigen Gesundheitsämter informiert werden. Die Infektion kann lebensbedrohlich verlaufen – sie kann Blutvergiftung oder Gehirnhautentzündung zur Folge haben. Sieben Prozent der Infektionen verlaufen tödlich, wobei vor allem körperlich geschwächte Menschen gefährdet sind. Zur Risikogruppe zählen:

  • Menschen mit schwachem Immunsystem (beispielsweise wegen Vorerkrankungen, Einnahme von Medikamenten, Krankenhausaufenthalt)
  • ältere Menschen ab 60 Jahre
  • Krebspatienten
  • HIV-Infizierte
  • Menschen mit Diabetes mellitus
  • Patienten nach einer Organtransplantation
  • Patienten unter Cortison-Therapie
  • Männer (rund 65 Prozent der Betroffenen sind männlich)
  • Schwangere (rund zehn Prozent der gemeldeten Fälle)
  • Neugeborene

Bakterien der Gattung Listeria kommen überall in der Umwelt vor: in der Erde, auf Pflanzen, in Abwässern, im Kompost, in Tierfutter, das in der Landwirtschaft verwendet wird und sogar im Stuhl von gesunden Menschen. Infizieren kann sich der Mensch aber in erster Linie über besiedelte Lebensmittel wie Salat, Fleisch, Rohwurstprodukte wie Mett- oder Teewurst, Weichkäse, Fisch oder Milch.

Symptome der Listeriose: Fieber bis hin zur Sepsis

Die Symptome einer Listeriose sind vor allem abhängig vom Immunsystem der Betroffenen und der Menge der aufgenommenen Bakterien (Infektionsdosis). Bei einem gesunden Erwachsenen treten meist keine Beschwerden auf, sodass die Lebensmittelinfektion häufig unentdeckt bleibt. In manchen Fällen kommt es zu grippeähnlichen Symptomen, zum Beispiel leichtem Fieber, Kopf- oder Muskelschmerzen. Auch Durchfall und Erbrechen sind möglich. Bei Gesunden klingen die Beschwerden aber von selbst nach wenigen Tagen wieder ab, weil ihr Immunsystem die Bakterien schon im Magen-Darm-Trakt bekämpft.

Anders bei immungeschwächten Menschen oder Säuglingen: Erbrechen, Durchfall, Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen verschwinden nicht von selbst, der Erreger kann sich im gesamten Körper ausbreiten. "Verlässt der Keim den Magen-Darm-Trakt und gelangt ins Blut, kann es zu einer lebensbedrohlichen Sepsis kommen", erklärt Christoph Lübbert, Leiter des Fachbereichs Infektions- und Tropenmedizin an der Universitätsklinik in Leipzig: "Listerien können bei abwehrgeschwächten Menschen auch die Blut-Hirn-Schranke überwinden, so ins Hirnwasser gelangen und eine gefährliche Hirnhautentzündung, eine sogenannte Meningitis, verursachen." Die Betroffenen fühlen sich schwer krank und benommen. Sie leiden an hohem Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und gelegentlich auch an Krampfanfällen. Treten Lähmungen oder Gangstörungen auf, hat sich die Infektion auf Teile des Gehirns ausgebreitet (Enzephalitis). Auch Gelenkentzündungen (Arthritis) oder Herzinnenhautentzündungen (Endokarditis) können die Folge einer Listerieninfektion sein.

Nach Hautkontakt mit listerienhaltiger Erde oder infizierten Tieren können an der Kontaktstelle kleine Pusteln oder Knoten entstehen.

Risiko einer Fehlgeburt bei Schwangeren

Schwangere sind wie immungeschwächte Menschen anfälliger für eine Infektion mit Listerien. Sie äußert sich häufig durch grippeähnliche Symptome oder verläuft symptomfrei. Auch eine Blasenentzündung und vorzeitige Wehen können Anzeichen sein. Geht die Listeriose auf das ungeborene Kind über, kann das katastrophale Folgen haben: Eine Fehl-, Tot- oder Frühgeburt ist möglich. Oder aber das Kind kommt infiziert und in sehr schlechtem Zustand auf die Welt, weil es den Listerien ohne ein funktionsfähiges Immunsystem schutzlos ausgeliefert war. Die Neugeborenen leiden in dem Fall an Atemnot, Erbrechen, Krämpfen sowie Haut- und Schleimhautgeschwüren. In über 50 Prozent der Fälle versterben sie meist noch innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt. Im Überlebensfall kann es zu geistigen Entwicklungsstörungen kommen. Säuglinge können sich aber nicht nur im Bauch der Mutter, sondern auch während der Geburt im Geburtskanal infizieren. Diese Kinder entwickeln häufig eine Meningitis.

Was verursacht Listeriose?

Die Listeriose ist auf eine Infektion mit Listerien zurückzuführen. Unter den sieben unterschiedlichen Listerien-Arten ist hauptsächlich Listeria monocytogenes für den Menschen gefährlich. Es handelt sich um sehr widerstandsfähige Bakterien, die auch Tiefgefrieren und Trocknen überstehen können. Sie vermehren sich bei Temperaturen zwischen -0,4 und +45 Grad Celsius, also auch im Kühlschrank. Besonders wohl fühlen sie sich aber bei 30 bis 37 Grad Celsius.

Listerien können praktisch überall in der Umwelt überleben. Sie kommen im Erdboden, auf Pflanzen und in Abwässern vor. Bis zu zehn Prozent der (gesunden) Menschen sollen Träger von Listeria monocytogenes im Darm sein, das heißt sie scheiden die Erreger im Stuhl aus. Dasselbe gilt für viele Tiere, zum Beispiel Wild- und Haustiere, Vögel oder wechselwarme Tiere wie Reptilien. Tierische und pflanzliche Lebensmittel können daher nicht nur durch Kontakt mit Erde, beim Gewinnen der Lebensmittel durch Melken oder Schlachten, sondern auch über Fäkalien kontaminiert werden.

Chronik der Lebensmittelskandale

 

Listerien in Wurst und Käse

Mit Listerien kann man sich einerseits über direkten Hautkontakt mit infizierten Tieren oder listerienhaltiger Erde anstecken. Vor allem für Berufsgruppen wie Metzger, Veterinäre und Landwirte ist das Risiko hier groß. Der Mensch nimmt die Bakterien aber vor allem durch den Verzehr verunreinigter pflanzlicher und tierischer Lebensmittel auf. Ob und wie schnell es zu Symptomen kommt, hängt dabei von der Anzahl der aufgenommenen Erreger ab. Da Listerien nicht zum Verderb von Lebensmitteln führen, kann man weder am Aussehen noch am Geruch erkennen, ob sie kontaminiert sind. Zu riskanten Lebensmitteln zählen:

  • rohe (unpasteurisierte) Milch und daraus hergestellte Produkte (zum Beispiel Rohmilchkäse, Butter, Nachspeisen)
  • Rohwurstprodukte wie Mett-, Teewurst und Salami
  • an- und aufgeschnittene Wurst, Wurst- und Fleischpasteten
  • rohes, nicht gekochtes Fleisch (Tartar, Mett, Bratwursthack, Carpaccio)
  • Räucherfisch (Lachs)
  • unverarbeitete Fischerzeugnisse oder Schalentiere (zum Beispiel Sushi und Austern)
  • Frischkäse aus offenen Gefäßen wie Feta oder Mozzarella (auch als Zutat in Salaten in der Gastronomie oder Kantinen)
  • Weichkäse, der mit Oberflächenschmiere hergestellt wird, zum Beispiel Limburger oder Harzer
  • rohe Sprossen
  • ungewaschenes Obst, Gemüse und Kräuter
  • ungewaschener oder vorgeschnittener und abgepackter Salat

Lebensmittelunternehmen in Deutschland und anderen EU-Staaten sind verpflichtet, ihre Produkte regelmäßig auf Listerien der Spezies Listeria monocytogenes zu prüfen. Der Grenzwert bei verzehrfertigen Lebensmitteln liegt während der gesamten Haltbarkeitsdauer bei maximal 100 Keimen pro Gramm. 

Diagnose der Listeriose

  • zum Lexikon

    Im Lifeline-Lexikon sind Diagnosen von A wie Angiographie bis Z wie Zystoskopie ausführlich und auch für medizinische Laien verständlich beschrieben.

In einem ersten Schritt wird der Arzt den Patienten nach seinen Beschwerden befragen. Er sollte auch die Krankheitsgeschichte kennen, um abzuschätzen, ob der Patient zur Risikogruppe gehört. Nach dieser sogenannten Anamnese folgt die körperliche Untersuchung. Da sich hinter den Symptomen einer Listeriose auch zahlreiche andere Infektionskrankheiten verbergen können, ist der Arzt bei der Diagnose auf zusätzliche Laboruntersuchungen angewiesen.

In Körperflüssigkeiten wie Blut, Nervenwasser in Hirn und Rückenmark (Liquor), Eiter, Vaginalsekret, Wochenfluss nach der Geburt, Magensaft, Fruchtwasser, Mekonium (erster Stuhl eines Neugeborenen) und dem Rachenabstrich können Listerien nachgewiesen werden. In manchen Fällen erkennt der Arzt bereits unter dem Mikroskop die kurzen, stäbchenförmigen Bakterien. Sichern lässt sich die Diagnose einer Listeriose allerdings erst, nachdem die Proben in mikrobiologischen Labors auf Nährmedien gezüchtet (Kultur) und analysiert wurden. Nach einer Behandlung des Patienten mit Antibiotika ist ein solcher kultureller Nachweis oftmals nicht mehr eindeutig möglich. Dann kann eine Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um eine Methode, mit der die Erbsubstanz DNA vervielfältigt werden kann. Die PCR wird auch in der Vaterschaftsdiagnostik oder der Diagnose von Erbkrankheiten eingesetzt.

Ein Keimnachweis aus einer Stuhlprobe ist nicht aussagekräftig, da auch gesunde Menschen Listerien im Stuhl haben können.

Listeriose mit Antibiotika therapieren

Steht die Diagnose Listeriose beispielsweise durch einen positiven Bluttest fest, verschreibt der Arzt Antibiotika. Das Mittel erster Wahl ist hier meist Amoxicillin oder Ampicillin kombiniert mit einem Aminoglykosid (außer in der Schwangerschaft). Bleibt die Heilung aus, erfolgt ein zweiter Versuch mit Cotrimoxazol. "Gegen Listeriose wirken sogar Penicillin-Präparate: Listerien haben bislang zum Glück kaum Antibiotikaresistenzen ausgebildet", entwarnt Infektiologe Christoph Lübbert. Eine ausreichend lange Therapie über mindestens drei Wochen ist allerdings unbedingt nötig, um einen Rückfall zu vermeiden. Bei einem Hirnabszess oder einer Entzündung der Herzinnenhaut empfiehlt das Robert-Koch-Institut sogar eine Antibiotikakur von sechs Wochen.

Da die eindeutige Diagnose einer Listeriose einige Tage in Anspruch nimmt, wird die Therapie häufig erst zeitlich verzögert aufgenommen. Lässt sich ein ernsthafter Verlauf erkennen, kann mit der Therapie auch schon bei dem Verdacht auf eine Listeriose begonnen werden, um die Chancen auf eine Heilung zu verbessern. Trotz gezielter Therapie kann eine voll ausgebildete Listeriose sehr gefährlich verlaufen: Etwa 21 Prozent der durch Listerien hervorgerufenen Blutvergiftungen und 13 Prozent der durch Listerien verursachten Hirnhautentzündungen verliefen in den vergangenen Jahren tödlich.

Verlauf einer Infektion mit Listerien

Zwischen der Aufnahme der Bakterien und dem Auftreten erster Beschwerden (Inkubationszeit) können wenige Stunden bis zu sechs Tage vergehen. Es können sich aber auch erst nach 14 Tagen Symptome zeigen. Bei schwangeren Frauen dauert es in der Regel länger, bis sich die Listeriose bemerkbar macht: 17 bis 67 Tage können verstreichen.

Der Verlauf einer Listeriose ist abhängig vom Immunsystem des Betroffenen. Funktionsfähige Abwehrmechanismen schützen meist vor einer ernsthaften Erkrankung, die Lebensmittelinfektion wird unbemerkt bekämpft. Menschen mit einem deutlich geschwächten Immunsystem hingegen können Krankheiten wie eine Sepsis oder eine Meningitis (mit bleibenden Schäden wie Lähmungen) entwickeln. In fortgeschrittenen Fällen versterben etwa 30 Prozent der Betroffenen, Neugeborene sogar in über 50 Prozent der Fälle. Somit gehört die Listeriose zu den meldepflichtigen Erkrankungen mit der höchsten Letalität in Deutschland.

Der Listeriose vorbeugen

Hygienetipps für die Küche

Da Listerien vor allem körperlich angeschlagenen Menschen gefährlich werden können, sollten sie weiter oben unter den Ursachen genannte Lebensmittel konsequent meiden, außer sie wurden kurz vorher auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt. Wichtige Regel, um sich nicht mit Listerien anzustecken, ist in erster Linie der richtige Umgang mit Lebensmitteln. Der Keim kann beispielsweise von rohem Fleisch auf andere Lebensmittel übergehen oder aber es kommt zur indirekten Übertragung über Hände, Geräte, Arbeitsflächen oder Messer.

Durch Kochen, Braten und Pasteurisieren werden Listerien abgetötet. Pasteurisierte Milch zum Beispiel wird für 20 Sekunden auf über 70 Grad Celsius erhitzt. Wer Lebensmittel kocht oder brät, sollte darauf achten, dass für mindestens zwei Minuten eine Temperatur von über 70 Grad Celsius im Kern des Lebensmittels erreicht wird. Ein Fleischthermometer ist hier hilfreich. Lebensmittel mit einem hohen Salz- und Säuregehalt oder Konservierungsstoffen sind unbedenklich, Listerien siedeln sich auf ihnen sehr selten an. Vorsicht: Listerien überleben das Tiefgefrieren.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfiehlt im Umgang mit Nahrungsmitteln:

  • Fleisch- und Fischgerichte vollständig durchgaren
  • Hackfleisch nie roh essen!
  • Rohmilch abkochen
  • Obst, Gemüse, Blattsalate und frische Kräuter bei der Zubereitung oder vor dem Verzehr gründlich waschen
  • Aufbewahrungszeiten im Kühlschrank kurz halten
  • rohes Gemüse im untersten Fach des Kühlschranks lagern, damit anhaftende Erde nicht auf andere Lebensmittel fällt
  • Lebensmittel möglichst in geschlossenen Gefäßen lagern oder abdecken
  • frisch gekochte Speisen vor dem Kühlen gut abdecken, um nachträgliche Kontamination zu vermeiden
  • vor allem bei leicht verderblichen Lebensmitteln aufs Verbrauchsdatum achten
  • beim Einkaufen auf Frische und Zustand der Ware und Verpackungen achten
  • Hände, Oberflächen und Geräte in der Küche regelmäßig reinigen und desinfizieren
  • gekochte oder erhitzte Speisen nie auf Brettern schneiden, auf denen vorher rohe Lebensmittel geschnitten wurden
  • Küchentücher, Schwämme, Bürsten und Spüllappen regelmäßig wechseln und bei mindestens 60 Grad Celsius waschen

Lebensmittel richtig lagern

Listerien können sich auch bei Kühlschranktemperaturen vermehren. Auch Vakuumverpackung schützt nicht, im Gegenteil: Bei langen Lagerzeiten kann es darin durchaus passieren, dass die Keimzahl bedenklich groß wird. Deshalb empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung:

  • Temperaturempfehlungen auf den Packungen beachten
  • Reste gegarter Speisen und aus geöffneten Verpackungen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen aufbrauchen
  • insbesondere vakuumverpackte Lebensmittel möglichst zügig nach Einkauf und weit vor Ablauf der angegebenen Mindeshaltbarkeit verbrauchen
  • Kühlschranktemperatur auf maximal sieben Grad Celsius einstellen (besser unter fünf Grad Celsius)
  • Kühlschrank nicht zu voll packen, damit die kühle Luft zwischen den Lebensmitteln ausreichend zirkulieren kann
  • Kühlschrank mehrmals im Jahr von innen reinigen
  • verzehrfertige Speisen, die Listerien enthalten können, bis zum Verzehr ausreichend kühlen (zum Beispiel vor Gartenfesten)

Auch außerhalb der Küche können Vorsichtsmaßnahmen einer Listeriose vorbeugen. Bei der Gartenarbeit ist es beispielsweise sinnvoll, Handschuhe zu tragen. Der enge Kontakt zu Nutz- und Haustieren kann ebenfalls ein Übertragunsweg sein. Deshalb am besten die Hände danach gründlich waschen.

Immunschwache Menschen und auch Schwangere sollten vorsorglich auf rohe Fleisch-, Fisch- und Milcherzeugnisse verzichten und bei Käse die Rinde entfernen. Abgepumpte Muttermilch sollte nach den Vorgaben der Nationalen Stillkommission aufbewahrt werden. Belegte Brötchen, Salate und frisch gepresste Säfte und Smoothies am besten unter hygienischen Bedingungen aus frischen Zutaten selbst zubereiten – in Kantine oder am Frühstücksbuffet ist nicht klar, wie lange sie schon stehen. Auch von nicht mehr ganz frischen Backwaren, deren Füllungen wie Sahne, Pudding oder Creme nicht mitgebacken wurde, besser die Finger lassen.

Kann man sich anstecken?

Solange man die Körperflüssigkeiten von infizierten Menschen nicht zu sich nimmt oder sie in eine Wunde gelangen, ist das Risiko sehr gering, sich bei ihnen anzustecken. Infizierte können den Erreger über den Stuhl aber für mehrere Monate ausscheiden. Bei Müttern sind die Erreger im Urin bis etwa sieben bis zehn Tage nach der Entbindung nachweisbar.

Eine Impfung gegen die Listeriose gibt es nicht.

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