Wehen und Geburt

Echte Wehen erkennen

Es ist vor allem bei der ersten Geburt für Frauen nicht immer leicht, echte Wehen von falschen Kontraktionen zu unterscheiden. Im Allgemeinen gilt: Wenn die werdende Mutter selbst noch Zweifel hegt, sind echte Wehen noch nicht da. Es gibt einige einfache Unterscheidungsmerkmale.

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Die echten Wehen sind nicht immer leicht zu erkennen.
Getty Images/iStockphoto

Bei manchen Frauen sind die Wehen nur wenig ausgeprägt und rasch vorüber, bei anderen jedoch eine immense Belastung. Die wichtigste frage, die vor allem Frauen quält, die zum ersten Mal Mutter werden: Ist das Ziehen im Unterleib bereits eine Wehe oder nicht? Dabei gibt es zwei wichtige Unterscheidungen:

  • Falsche Wehen erfolgen nie regelmäßig und lassen kein gleichmäßiges Muster erkennen.
  • Falsche Wehen klingen ab oder werden schwächer, wenn die Schwangere aufsteht und sich bewegt. Echte Wehen nehmen dann an Intensität zu.

Einige Frauen sind vor der Geburt sehr aufgeregt und verspüren ständig Kontraktionen. Sie sollten ihren Arzt oder ihre Hebamme darüber verständigen oder in der Klinik eine Kontrolle vornehmen lassen, um sich zu beruhigen.

Echte Wehen dauern mindestens 30 Sekunden

Echte Wehen sind rhythmischer und schmerzhafter. Sie lassen bei Bewegung nicht nach, sondern nehmen eher zu. Meist dauern sie zunächst 30 bis 60 Sekunden und treten in Intervallen von 5 bis 20 Minuten auf. Dies variiert jedoch auch bei jeder Geburt, sodass manche Frauen die Kontraktionen erst bemerken, wenn Wehen alle fünf Minuten erfolgen. Während der Austreibungsphase dauern die Wehen im Schnitt 60 bis 90 Sekunden und die Pausen betragen zwei bis vier Minuten.

Schmerzen wie bei der Menstruation oder im Rücken

Zunächst fühlt sich der Schmerz einer echten Wehe an wie ein Menstruationskrampf, was durch die mangelnde Durchblutung der Gebärmutterwand in der Wehe hervorgerufen wird. Manche Frauen empfinden ihn auch als lang anhaltenden Rückenschmerz. Gleichzeitig verspürt die Frau ein Hartwerden der Gebärmutter, die dann wieder entspannt. Bei starken Rückenschmerzen kann es helfen, wenn der Partner eine Druck- oder Streichelmassage am Kreuzbein der Gebärenden ausführt. Der Schmerz, der meist durch den kindlichen Druck auf den Rücken der Mutter ausgelöst wird, kann durch den Gegendruck meist gelindert werden.

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Lifeline/Wochit

Die Wehen nehmen nicht kontinuierlich an Intensität und Häufigkeit zu. Es ist normal, wenn auf eine starke Wehe eine schwache folgt, wie es ebenso normal sein kann, dass die Kontraktionen unablässig und in leichter Stärke auftreten.

Oft zwölf Stunden in den Wehen liegen

Die Wehendauer ist bei jeder Frau unterschiedlich und lässt sich nicht voraussagen. Bei Erstgebärenden beträgt sie im Schnitt 12 bis 15 Stunden, bei allen nachfolgenden Geburten etwa sieben Stunden. Dauert die Wehenphase der ersten Geburt länger als zwölf oder die bei weiteren Geburten länger als neun Stunden, wird der Gynäkologe nach dem Grund dafür suchen und den Wehenfortschritt eventuell medikamentös unterstützen.

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Letzte Aktualisierung: 22. Juli 2013

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