Vor Infektionskrankheit schützen

Gürtelrose-Impfung: Vorsorge ist besser als Nachsorge

Immer noch wird Gürtelrose von vielen unterschätzt. Die Gesundheitswoche Gürtelrose (27. Februar bis 5. März 2023) soll dazu beitragen, dass noch mehr Menschen über die Risiken der Erkrankung aufgeklärt werden. Denn wer an Windpocken erkrankt ist, trägt das Varizella-Zoster-Virus ein Leben lang in sich. Dieses löst auch die Gürtelrose aus. Eine Impfung kann vor dem Ausbruch der Gürtelrose schützen. Warum und für wen ist die Vorsorge so wichtig?

Seniorin erhält Impfung
© GSK_Shutterstock_Yuganov Konstantin

Artikelinhalte im Überblick:

Was ist Gürtelrose?

Die ernst zu nehmende Viruserkrankung Gürtelrose (Herpes Zoster) wird durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Dieses Virus kann zwei verschiedene Erkrankungen verursachen: Viele Menschen erkranken in Kindertagen an Windpocken, im weiteren Verlauf ihres Lebens dann möglicherweise auch an Gürtelrose. Nach der akuten Windpocken-Infektion verbleiben die Viren lebenslang im Körper. Fachleute schätzen, dass mehr als 95 Prozent der über 60-jährigen Menschen das Varizella-Zoster-Virus in sich tragen.

Mit zunehmendem Alter wird das Immunsystem natürlicherweise schwächer. Dann kann es die Varizella-Zoster-Viren oft nicht mehr in Schach halten und sie werden wieder aktiv. Auch Stress sowie Krankheiten (z. B. COVID-19) können einen Gürtelrose-Ausbruch begünstigen. Das Risiko für eine Gürtelrose-Erkrankung steigt ab einem Alter von 60 Jahren.

Symptome von Gürtelrose erkennen

Zu Beginn der Gürtelrose treten häufig unspezifische Beschwerden wie Fieber, Müdigkeit und Abgeschlagenheit auf – viele Erkrankte denken zunächst an eine Grippe. Danach entsteht die für Gürtelrose typische Hautveränderung: Ein bandförmiger Ausschlag, häufig um den Rumpf oder die Beine. Er kann sich auch im Gesicht bilden, eine mögliche schwere Form ist die Gesichtsrose. Diese kann zu Beeinträchtigungen des Seh- oder Hörvermögens bis hin zum Verlust führen. Begleitet wird der Ausschlag meist von starken Schmerzen, die unterschiedlich ausgeprägt sind. Viele Betroffene berichten von brennenden oder stechenden Schmerzen. Hier ist es wichtig, baldmöglichst eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, um eine rechtzeitige Medikation zu ermöglichen.

Bild von Gürtelrose auf der Haut
© GSK_Getty_franciscodiazpagador

Komplikationen der Gürtelrose vorbeugen

Bis zu 30 Prozent der Erkrankten leiden unter Komplikationen oder Folgebeschwerden nach einer Gürtelrose. Besonders häufig treten anhaltende Nervenschmerzen auf. Fachleute sprechen dann von einer Post-Zoster-Neuralgie. Die chronische Schmerzbelastung kann die Lebensqualität und den Alltag stark einschränken und zu psychischen Erkrankungen wie einer Depression führen.

Mit einer Impfung der Gürtelrose vorbeugen

Einer Gürtelrose und möglichen Komplikationen kann vorgebeugt werden. Seit 2018 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Personen über 60 Jahren eine Schutzimpfung. Außerdem können sich Menschen ab 50 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen vorsorglich impfen lassen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Immunschwäche
  • HIV-Infektion
  • rheumatoide Arthritis
  • systemischer Lupus erythematodes
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • Asthma bronchiale
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • chronische Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus

Die Impfung gegen Gürtelrose ist eine Doppelimpfung im Abstand von zwei bis sechs Monaten. Impfungen gegen Grippe oder COVID-19 sind im Übrigen zeitnah zur Gürtelrose-Impfung möglich. Am besten lassen sich Interessierte von ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt beraten.

Schützen Sie sich vor Gürtelrose – lassen Sie von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu Ihren Vorsorgemöglichkeiten beraten. Mehr Infos unter www.impfen.de/guertelrose.

Mit freundlicher Unterstützung von GSK

NP-DE-HZU-ADVR-230020; 02/23

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