"Todesbaum" gegen Magen-Darm-Probleme

Okoubaka: Homöopathisch entgiften

Neben Belladonna und Nux vomica ist Okoubaka ein Klassiker der homöopathischen Hausapotheke. Der Grund: Das Entgiftungsmittel ist vielseitig einsetzbar, hilft zum Beispiel bei Allergien und Reizdarm. Okoubaka wird aus der Rinde eines in Westafrika beheimateten Baums gewonnen. In homöopathischen Zubereitungen ist der Pflanzenstoff besonders bei Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchkrämpfen und Durchfall wirksam.

baumrinde okoubaka
Das homöopathische Mittel Okoubaka hat sich vor allem bei Verdauungsproblemen unterschiedlichen Ursprungs bewährt.
iStock

Die Astrinde des Okoubaka-Baums (Okoubaka aubrevillei) gilt in Westafrika seit vielen Generationen als Heilmittel. "Todesbaum" bedeutet der Ausdruck "okou baka" in einem westafrikanischen Dialekt, weil in einem Umkreis von etwa 25 Meter um die Pflanze kein anderer Baum wächst. Die Medizinmänner traditioneller Stämme in Ghana und der Elfenbeinküste schreiben dem Okoubaka sogar magische Fähigkeiten zu. Vor allem aber kommt seine zu Pulver zerstoßene Rinde als Entgiftungsmittel zum Einsatz.

Diese Wirkung haben auch homöopathische Okoubaka-Arzneien inne. So konnten pharmakologische Analysen zeigen, dass die Gerbstoffe, Catechine und weitere Inhaltsstoffe der Rinde Keime sowie Entzündungen hemmen und zugleich das Immunsystem anregen. Auch den Blutzuckerspiegel sollen entsprechende Mittel regulieren.

Homöopathische Mittel für kleine Patienten

Globuli mit Okoubaka kommen unter anderem zur Regeneration der Darmflora, bei Verdauungsproblemen und allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen zum Einsatz.

D3 bis D12: Typische Potenzen und Dosierung von Okoubaka

Die gängigsten Potenzen von Okoubaka zur Selbstmedikation akuter Beschwerden umfassen den Bereich von D3 bis D12. Diese Niedrigpotenzen enthalten vergleichsweise viel Wirkstoff, weil sie wenige Potenzierungsschritte ("Verdünnungen") durchlaufen. Zur Vorbeugung von Beschwerden setzt man häufig die Potenz D2 ein.

Hochpotenzen wie etwa C200 empfiehlt in der Regel ein erfahrener Homöopath, nachdem er sich eingehend mit einem Patienten und seinem individuellen Beschwerdebild beschäftigt hat. Zu Beginn ihres Einsatzes kommt es häufig zur sogenannten Erstverschlimmerung, die aber kein Anlass zur Sorge ist.

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    Was sind Potenzen und Leitsymptome? Auf welchen Prinzipien homöopathische Mittel basieren und wie sie funktionieren

Leitsymptome (Hauptbeschwerden) für Okoubaka

  • reizbares, zorniges Gemüt
  • Traurigkeit bei gleichzeitiger Unfähigkeit zu weinen
  • Erschöpfung, Müdigkeit, Probleme beim Lernen
  • Neigung zu Hals- und Mandelentzündungen
  • unregelmäßige Stuhlgewohnheiten
  • häufige (allergische) Ekzeme
  • nächtlicher Harndrang

Verbesserung der Symptome

  • nicht bekannt

Verschlechterung der Symptome

  • durch Tabakkonsum

Anwendungsgebiete von Okoubaka

Generell zeigt Okoubaka Wirkung auf die Entgiftungsorgane des Körpers, also Galle und Leber, vor allem aber auf den Verdauungstrakt (Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse).

Fünf homöopathische Sofort-Helfer bei akuten Beschwerden

Lifeline/Wochit

Homöopathische Mittel mit vergleichbaren Leitsymptomen

  • Nux vomica (ebenfalls Verschlechterung durch Genussmittel, aber auch durch Kälte, am Morgen, nach dem Essen und bei Sorgen/Anstrengung; Verbesserung hingegen abends sowie bei Wärme)

  • Arsenicum album (Verschlechterung der Beschwerden nachts; Verbesserung durch Wärme)

Autor:
Letzte Aktualisierung: 09. August 2016
Quellen: Eugene B. Nash: Leitsymptome in der homöopathischen Therapie, Karl F. Haug Verlag, 2015, 3., unveränderte Auflage; Markus Wiesenauer: Maxi-Quickfinder Homöopathie, Gräfe und Unzer, 2015

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