Und warum gehst Du?

Nicht nur wegen der Pille zum Frauenarzt

Viele Mädchen gehen erst dann zum Frauenarzt, wenn sie sich Sorgen wegen der Verhütung machen. Aber es gibt noch viele andere Dinge, die du am besten mit deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin besprichst.

"Warum sollte ich zum Frauenarzt gehen? Bei mir ist doch alles okay und einen festen Freund habe ich auch noch nicht", denkt sich Laura. Sie ist jetzt 13 geworden und hat gerade ihre Periode bekommen. Und Besuche beim Frauenarzt stellt sie sich, wie viele Mädchen in ihrem Alter, ziemlich schrecklich vor. Aber das sind sie gar nicht. Ein Besuch beim Frauenarzt oder der Frauenärztin ist auch nicht peinlicher als ein Besuch beim Zahnarzt. Bei beiden gilt: Nur wer regelmäßig hingeht, kann sicher sein, dass alles in Ordnung ist. Genau so solltest du das sehen.

Frauenärzte verschreiben nicht nur die Pille

Es ist gut, dass es spezielle Ärztinnen und Ärzte für uns Frauen gibt. Nicht nur, weil sie dich beraten können, wenn du einen Freund hast und die Pille verschrieben haben möchtest. Du kannst sie auch sonst alles fragen, was mit Sex und dem weiblichen Körper zu tun hat. Zum Beispiel wenn du etwas zu deiner Periode wissen willst: Ob sie normal stark und regelmäßig ist oder ob du lieber Binden oder Tampons benutzen solltest. Frauenärzte sind auch die richtigen Ansprechpartner, wenn es um das erste Mal geht. Nichts von dem, was du mit deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin besprichst, darf er oder sie weitersagen. Auch nicht deinen Eltern. Du kannst wirklich alles fragen, was dich bewegt, und deine Fragen werden ganz sicher ernst genommen.

Wissen, dass alles okay ist

Gerade wenn die Periode einsetzt, fühlt man sich nicht mehr ganz zuhause in seinem Körper. Plötzlich tun Bereiche weh, die man früher gar nicht wahrgenommen hat und manchmal ist man unsicher, ob das alles so richtig ist. Auch wenn alle deine Freundinnen schon ihre Tage bekommen und du nicht weißt, warum du die einzige bist, die sie noch nicht hat, kann dir deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt weiterhelfen. Bei der Untersuchung werden unter anderem die Gebärmutter und die Eierstöcke abgetastet und nachgesehen, ob alles okay ist. Sicher stellt dir dein Arzt oder deine Ärztin einige Fragen zu deiner Periode und deinem allgemeinen Befinden. Das muss dir alles überhaupt nicht peinlich sein. Die meisten Mädchen sind froh, wenn sie merken, wie völlig normal und locker der Frauenarzt mit den Themen umgeht, die ihnen noch neu und etwas unheimlich erscheinen. Übrigens: Manche Frauenärzte bieten Mädchen-Sprechstunden an, in denen Ihr Euch einfach nur mit der Frauenärztin/ Frauenarzt unterhalten könnt und sie/er Euch die Untersuchungen erklärt.

Vorsorgen macht sicher

Eine weitere wichtige Sache, die du mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt besprechen solltest, ist alles, was mit dem ersten Mal zu tun hat. Vorher solltest du dich beraten lassen, ob eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV), die unter anderem Gebärmutterhalskrebs verursachen können, sinnvoll ist und ob und wann du an Verhütung denken solltest. Für alle anderen Fragen zu deinem Unterleib ist der Frauenarzt oder die Frauenärztin auch der richtige Ansprechpartner. Manche Mädchen bekommen zum Beispiel leicht eine Blasenentzündung, wenn sie mit einem Jungen zusammen waren oder wenn sie Stringtangas tragen. Und auch dagegen kann man etwas tun. Frag deiner Ärztin bzw. deinem Arzt ruhig Löcher in den Bauch. Dafür bist du ja schließlich hingegangen!

Autor: Susanne E. Kaiser
Letzte Aktualisierung: 03. Dezember 2008
Quellen: Nach Informationen der Deutschen Krebshilfe e.V. und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Meistgelesen in dieser Rubrik
Kopf gestoßen? Bei Schwindel ab zum Arzt
Symptome einer Gehirnerschütterung

Symptome von Gehirnerschütterung und Schädel-Hirn-Trauma mehr...

Die Muskel-Diät für alle ab 30
Muskelabbau im Alter bremsen

Bereits ab Mitte 30 werden die Muskeln weniger. Abbremsen lässt sich das nicht nur mit Sonne und Bewegung. Genauso wichtig ist eine gezielte Muskel-Diät, wie ein internationales Forscherteam jetzt festgestellt... mehr...

Elektronzephalografie (EEG)
Bildgebende Verfahren

Bei der Elektro-Enzephalografie messen kleine Metallplättchen, die am Kopf des Patienten angebracht werden, Gehirnströme. Die Untersuchung ist für den Patienten kaum zu spüren. Nebenwirkungen gibt es keine. mehr...

Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Fragen Sie unser Gesundheitsteam

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...


Newsletter-Leser wissen mehr

Mit dem kostenlosen Lifeline-Newsletter sind Sie immer auf dem aktuellen Stand

Hier bestellen...

Zum Seitenanfang