Sinnesorgan Auge

Aufbau und Funktion des Auges

Nahaufnahme eines weiblichen Auges
Das Auge: Ein komplexes Gebilde
Getty Images/iStockphoto

Menschen sind im Gegensatz zu vielen Tieren visuell ausgerichtete Lebewesen, für die der Lichtsinn und das Auge zur sicheren Orientierung von zentraler Bedeutung sind.

Menschen sind im Gegensatz zu vielen Tieren visuell ausgerichtete Lebewesen, für die der Lichtsinn zur sicheren Orientierung von zentraler Bedeutung ist.

Sehen bedeutet, dass ins Auge fallende Lichtstrahlen über verschiedene Mechanismen in Signale umgewandelt werden, die das Gehirn verarbeiten kann. Treffen Lichtwellen aus dem für uns sichtbaren Wellenlängenbereich (von etwa 380nm bis etwa 780nm) auf die Photorezeptoren des Auges, erregen sie die ableitenden Nervenbahnen. Über die Sehbahn wird dieser Reiz an das Gehirn weitergeleitet. Dort werden die vom Auge stammenden Reize schließlich zur Empfindung von Licht und Farbe verarbeitet.

Äußerste Schicht: Hornhaut und Lederhaut

Die äußerste Schicht des Augapfels bildet die äußere Augenhaut. Im vorderen Augapfelbereich, wo das Licht ins Auge eintritt, besteht die äußere Augenhaut aus der durchsichtigen Hornhaut. Im hinteren Augapfelbereich besteht diese aus der weißen Lederhaut, an der die äußeren Augenmuskeln ansetzen, die das Auge in der Augenhöhle bewegen.

Ziliarmuskeln sorgen für scharfe Sicht

Die mittlere Augenhaut schließt sich der äußeren Augenhaut nach innen an. Sie besteht aus drei Abschnitten: Der Aderhaut, dem Ziliarkörper und der Regenbogenhaut. Im hinteren Bereich des Augapfels liegt die Aderhaut. Sie ist reich an Blutgefäßen, über die die angrenzenden Schichten mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Nach vorn geht die Aderhaut in den Ziliarkörper über, an dem die Augenlinse aufgehängt ist. Durch Zusammenziehen (Kontraktion) oder Erschlaffung des Ziliarmuskels wird die Linse entweder flach gezogen (Fernsicht) oder sie nimmt eine kugelige Form an (Nahsicht). Der vorderste Abschnitt der mittleren Augenhaut ist die farbige Regenbogenhaut (Iris). Ihre Pigmentierung verursacht die Augenfarbe. Eine kreisförmige Öffnung der Iris bildet die Pupille, über deren Eng- oder Weitstellung der Lichteinfall reguliert wird.

Die Makula: Stelle des schärfsten Sehens

Die innere Augenhaut umfasst die Netzhaut mit den Lichtsinneszellen (Photorezeptoren) und den Sehnerv. Bei den Lichtsinneszellen unterscheidet man Stäbchen und Zapfen. Mit diesen spezialisierten Zellen wird ein vom Auge empfangenes Lichtsignal in ein für das Gehirn verwertbares Signal umgewandelt. Dabei sind die Stäbchen hauptsächlich für das Hell-Dunkel-Sehen zuständig und die Zapfen für die Farbwahrnehmung. Im Außenbereich der Netzhaut überwiegt die Zahl der Stäbchen, während in der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens, nahezu nur Zapfen vorkommen. Dadurch können wir bei Dämmerung eine sehr schwache Lichtquelle, z.B. einen nur schwach leuchtenden Stern, in der Peripherie besser erkennen als im Zentrum. Dort, wo der Sehnerv das Auge verlässt, befindet sich der sogenannte blinde Fleck. Hier gibt es keine Photorezeptoren.

Der Innenraum des Augapfels

Der Innenraum des Augapfels enthält den Glaskörper und die Linse. Er wird unterteilt in die vordere und die hintere Augenkammer. Die vordere Augenkammer reicht von der Hornhaut bis zur Iris. Im Randbereich der vorderen Augenkammer, am Übergang von Hornhaut und Regenbogenhaut, liegt der sogenannte Kammerwinkel. Die kleinere hintere Augenkammer liegt zwischen Iris und Linse.

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2010
Quellen: Nach Informationen des "Springer Lexikon Medizin"

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