Liebe im Internet
Cover-Service: Sicherheit beim Blinddate
Seit Tagen, Wochen oder Monaten chattet und mailt man. Erwartungen, Aufregung, Neugier steigen. So nett, liebenswert und interessant erscheint das unbekannte Gegenüber. Bis sie dann kommt, die Frage: "Wann treffen wir uns?" In der virtuellen Welt werden viele Geschichten erzählt, die der Wirklichkeit nicht standhalten. Schutzmaßnahmen beim Blinddate können auf keinen Fall schaden.
Wer im Internet eine Affäre oder den Traumpartner sucht, steht irgendwann einmal an dem Moment, wo er seiner Netzbekanntschaft in die Augen sehen möchte. Doch egal, wie sympathisch das Gegenüber in den E-Mails wirkt: Bei der Preisgabe von persönlichen Daten ist Vorsicht angebracht, beim ersten Date sollten klare Sicherheitsregeln gelten.
Für das erste Treffen eignet sich ein öffentlicher Ort am besten, beispielsweise ein Café oder eine Bar. Keinesfalls sollte es in der eigenen oder einer fremden Wohnung stattfinden. Ebenso wenig sollte man sich nicht im Auto mitnehmen lassen. Im Fall, dass das Treffen nicht am Heimatort stattfindet und man in einem Hotel übernachten muss, sollte auch dieser Ort geheim bleiben. Fühlt man sich während des Dates unwohl oder ist enttäuscht, weil die eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden, gilt es, ehrlich zu sein und sich zu nichts überreden zu lassen.
Schutzengel bieten Sicherheit für Frauen und Schwule
Ein Online-Security-Dienst verspricht Frauen und Schwulen Schutz beim heimlichen Tête-à-tête. Für Sicherheit sorgen eine Wiener Ex-Polizistin, ehrenamtliche Helferinnen und schwule Männer. Steht ein Blinddate ins Haus, füllt man auf der Homepage von blinddate-security.com das Kontaktformular aus und gibt Name, Telefonnummer, Termin, Zeitpunkt und Ort des Dates an. Innerhalb von 48 Stunden nimmt ein Schutzengel telefonischen Kontakt auf.
Die weiblichen und schwulen Schutzengel geben anderen Frauen und Schwulen, die zu einem Blinddate verabredet sind, "Deckung". Wird eine umfassende Betreuung gewünscht, so vereinbart der Schutzengel genaue Anrufzeiten für den Re-Check und legt Codewörter fest. Im Falle, dass der "Gecoverte" den Anruf nicht entgegen nimmt oder per Codewort signalisiert, dass er in Gefahr ist, wird sofort die Polizei eingeschaltet. Der Service ist kostenlos und wird in Österreich, Deutschland und der Schweiz angeboten.
Dieses Angebot erstreckt sich ebenso auf Erotik-Dates, da dort die Gefahren sehr viel größer sind. Die Betreiber von Blinddate Security empfehlen, seinem Blinddate mitzuteilen, dass man gecovert wird. Sie hoffen auf die präventive Wirkung des Coverns. Und selbst wenn man den Dienst nicht in Anspruch nimmt: Zur eigenen Sicherheit empfiehlt es sich immer, Freunde in Kenntnis zu setzen und sich von diesen covern zu lassen.









