Zervizitis oder Entzündung des Gebärmutterhalses

Gebärmutterhalsentzündung

Symptome, Ursachen und Behandlung der Zervizitis

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Bei Frauen mit öfter wechselnden Sexualpartnern tritt eine Zervizitis häufiger auf

Die Zervizitis bezeichnet eine Entzündung des Gebärmutterhalses. Lesen Sie hier, welche Symptome die Erkrankung ankündigen, wie Ärzte sie diagnostizieren und welche Therapien es gibt.

Die Häufigkeit der Zervizitis ist abhängig vom Erreger und davon, wie oft der Sexualpartner gewechselt wird. So sind durchschnittlich sechs bis neun Prozent der Frauen von einer Zervizitis durch Chlamydien betroffen, dem häufigsten Zervitiserreger. Bei Frauen mit häufig wechselnden Sexualpartnern kommt sie sogar in bis zu 25 Prozent der Frauen vor.

Die Gebärmutter zählt zu den inneren Geschlechtsorganen der Frau. Sie ist birnenförmig, etwa faustgroß und reich an Muskulatur. Man teilt sie in drei Abschnitte ein. Unten liegt der Gebärmutterhals, der sich zur Scheide hin mit dem sogenannten äußeren Muttermund öffnet. Der in die Scheide hineinragende Teil wird auch als Portio bezeichnet. Mittig trennt eine kurze Engstelle (Isthmus) den Gebärmutterhals vom oben liegenden Gebärmutterkörper ab.

Der Gebärmutterhals beinhaltet einen Kanal, der mit einer speziellen Schleimhaut ausgekleidet ist. Diese Schleimhaut bildet ein leicht alkalisches Sekret (pH 7-8), das über die Scheide abfließt. Im Bereich des äußeren Muttermunds geht die Schleimhaut in die Scheidenhaut über. Man bezeichnet diese Grenze auch als Übergangszone. Weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) beeinflussen die genaue Lage dieser Zone. Bei geschlechtsreifen Frauen liegt sie auf der Portio (Portioektopie). Bei Östrogenmangel, wie er beispielsweise bei Kleinkindern oder Frauen in der Postmenopause vorliegt, zieht sich die Übergangszone in den Kanal des Gebärmutterhalses zurück.

Der Gebärmutterhals verfügt über Schutzmechanismen, die ein Aufsteigen von Erregern aus dem Scheidenbereich erschweren. So stellen der äußere Muttermund als natürliche Engstelle und das im Gebärmutterhals gebildete zähe Sekret Hindernisse für Erreger dar. Auch die Abflussrichtung des Sekrets in Richtung Scheide wirkt dem Eindringen von Erregern entgegen. Zusätzlich liegen bestimmte Antikörper vor, die Erreger abfangen und neutralisieren können.

Autor: Yvonne Leupold / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 16. September 2011
Quellen: Frauenärzte im Netz: http://www.frauenaerzte-im-netz.de (Stand Juli 2008) Stauber, M., Weyerstahl, T.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme Verlag Stuttgart 2005 Leitlinien der Deutschen STD-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und der Paul-Ehrlich-Gesellschaft: Condylomata acuminata und andere HPV-assoziierte Krankheitsbilder von Genitale, Anus und Harnröhre. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 059/001 (Stand: 11.07.2006) Petzoldt, D. et al: Der Herpes genitalis. Deutsches Ärzteblatt 1999; 96 (38): A-2358 / B-2010 / C-1891

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