Schmerzsyndrom

Fibromyalgie

Fibromyalgie-Syndrom (FMS)

Nackter Rücken mit Wirbelsäule
Fibromyalgie wird oft spät erkannt und ist nicht heilbar. Die Symptome lassen sich aber lindern.
(c) Stockbyte

Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung, gekennzeichnet durch wiederkehrende, starke Schmerzen im gesamten Bewegungsapparat, begleitet von Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und verringerter Leistungsfähigkeit.

Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) wird mitunter auch "Faser-Muskel-Schmerz" genannt, weil die Schmerzen wechselnd in den Muskeln, um die Gelenke, am Rücken oder an bestimmten Druckpunkten (Tender-Points) auftreten. Weltweit sind etwa zwei bis vier Prozent der Bevölkerung von Fibromyalgie betroffen. In Deutschland leiden etwa zwei Millionen unter der chronischen Schmerzerkrankung, davon sind mehr als 70 Prozent Frauen.

Die meisten Fibromyalgie-Erkrankungen beginnen mit Ende 20 bis Mitte 30 und erreichen ihren Höhepunkt mit Beginn oder um die Wechseljahre herum. Fibromyalgie kann aber auch schon bei Kindern und Jugendlichen auftreten.

Fibromyalgie wird oft nicht erkannt

Bis zur Diagnose haben viele Betroffene einen jahrelangen Leidensweg mit verschiedenen Ärzten hinter sich. Oft werden sie von den Mitmenschen und selbst in Arztpraxen nicht ernst genommen. Die Beschwerden der Fibromyalgie ähneln zahlreichen anderen Erkrankungen. Das führt dazu, dass die Fibromyalgie oft nicht erkannt oder mit anderen Krankheiten, etwa rheumatischen Erkrankungen, verwechselt wird. 

Dadurch gelingt es vielen Ärzten nicht sofort, eine Fibromyalgie zu diagnostizieren. Das führt dazu, dass die Betroffenen sich zahlreichen Untersuchungen und Behandlungen unterziehen, die auf andere Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen ausgerichtet sind.

Viele Betroffene tun die immer wiederkehrenden Schmerzen auch als Alltagsbeschwerden ab oder versuchen sie durch Selbstbehandlung in den Griff zu bekommen.

In der internationalen Klassifikation der Erkrankungen wird die Fibromyalgie unter den Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes eingeordnet.

Fibromyalgie ist nicht heilbar, aber auch nicht lebensbedrohlich. Sie kann jedoch die Lebensqualität der Erkrankten stark beeinträchtigen. In der Behandlung der Fibromyalgie wird vor allem auf die Linderung verschiedenster Beschwerdebilder (Symptome) gesetzt.

Autor: Alexandra Heil / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2014
Durch: es
Quellen: Patientenleitlinie und Interdisziplinäre Leitlinie „Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms“ Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie (4/2012) Patientenratgeber "Fibromyalgie - jeden Tag neu beginnen", herausgegeben von der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband e.V. (2012) Online-Informationen Internisten im Netz http://www.internisten-im-netz.de (abgerufen 12/2013) Online-Informationen der Deutschen Fibromyalgie-Vereinigung (DFV) e.V.: www.fibromyalgie-fms.de (Stand: 12/2013) Online-Information der Universität Würzburg: Fibromyalgie - erster Nachweis erbracht http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/fibromyalg/ (Stand 14.3. 2013)

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