Melanom (schwarzer Hautkrebs): Vorbeugen

Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme bei einem malignen Melanom ist der umfassende Schutz vor zuviel Sonneneinstrahlung. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei auffälligen Pigmentmalen helfen das Risiko der Melanomentstehung zu verringern.

Um der Entstehung eines malignen Melanoms vorzubeugen, sollte schon in jungen Jahren konsequenter Schutz vor UV-Strahlung betrieben werden. Eltern tragen hierbei eine hohe Verantwortung für ihre Kinder, zumal die Haut von Kindern gegenüber UV-Strahlung besonders empfindlich ist.

Sonnenbrände in der Kindheit gelten als bedeutender Risikofaktor für eine mögliche spätere Erkrankung an einem malignen Melanom. Allgemein ist von ausgiebigem Sonnenbaden abzuraten. Allgemein ist es empfehlenswert, im Badeurlaub und auch Zuhause statt Badehose beziehungsweise Bikini leichte Kleidung zu tragen, die mit langen Ärmeln und Hosenbeinen oder mit einem langen Rock die UV-Strahlung von der Haut abhält.

Die wichtigsten Eigenschaften ultravioletter (UV-)Strahlung

Es gibt drei Formen des UV-Lichtes: UV-A, UV-B und UV-C. Sie kommen in unterschiedlichen Anteilen im Sonnenlicht und in Solarien vor. Wegen der potentiellen Gefährdung für die Haut ist es sinnvoll, ihre Wirkungen zu kennen.

UV-A: energieärmer (langwelliger) als UV-B.

Vorkommen: als Teil der Strahlung der Sonne sowie im Solarium;

Wirkungen:

  • schnelle Bräunung
  • vorzeitige Hautalterung (Falten, Pigmentverschiebungen)
  • erhöht das Risiko, Jahrzehnte später an einem malignen Melanom zu erkranken

UV-B: energiereicher (kurzwelliger) als UV-A.

Vorkommen: als Teil der Strahlung der Sonne

Wirkungen:

  • langsame Bräunung
  • Sonnenbrand
  • erhöht das Risiko, Jahrzehnte später an einem malignen Melanom zu erkranken

UV-C: energiereicher (kurzwelliger) als UV-A und UV-B.

Vorkommen: als Teil der Strahlung der Sonne; gelangt wegen der Filterwirkung der Erdatmosphäre praktisch nicht in die Nähe der Erdoberfläche

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den Hautarzt

Ganz allgemein sollten Muttermale (auch unauffällige Nävuszellnävi) in etwa zwölfmonatigen Abständen vom Hautarzt kontrolliert werden. Damit kann eine mögliche Umwandlung in dysplastische Nävi mit der Gefahr einer späteren Melanom-Entstehung relativ frühzeitig erkannt werden.

Falls der Hauarzt dabei feststellt, dass bei einzelnen Pigmentmalen die Entwicklung zum dysplastischen Nävuszellnävus (Pigmentmal mit auffälliger Struktur) fortschreitet, sollten die betreffenden Hautveränderungen vor der Entstehung eines malignen Melanoms entfernt werden.

Regelmäßige Selbstuntersuchung

Eine vorbeugende Maßnahme, die jeder Mensch durchführen kann, ist die regelmäßige Selbstuntersuchung. Gegebenenfalls können die Eltern (bei Kindern) beziehungsweise der Lebenspartner hierbei helfen. Bei Größenzunahme und Farbveränderung eines vorbestehenden Pigmentmals beziehungweise bei Auftreten von Entzündungszeichen (Rötung, Juckreiz) sollte vorsichtshalber ein Hautarzt aufgesucht werden. Ein besonderes Alarmzeichen ist Nässen und eine Blutung im Bereich des Pigmentmals.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 07. August 2012

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