Bildgebende Verfahren

Arthroskopie (Gelenkspiegelung)

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Bei der Arthroskopie, hier eines Kniegelenks, wird ein optisches Gerät durch einen kleinen Schnitt in das Gelenk eingeführt.
PantherMedia / Wolfgang Resmer

Eine Arthroskopie oder Gelenkspiegelung ist ganz allgemein die Betrachtung eines Gelenkes mit einem optischen Gerät von innen, mit dem Ziel, krankhafte Veränderungen im Gelenk aufzuspüren und diese bei Bedarf zu behandeln.

Die Arthroskopie oder Gelenkspiegelung war ursprünglich dazu gedacht, eine Diagnose zu sichern. Sie kam insbesondere dann zum Einsatz, wenn andere bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall nicht ausreichten, um konkrete Aussagen über Art und Schwere einer Gelenkschädigung treffen zu können. Inzwischen sind aber für die häufigsten Fälle Instrumente entwickelt worden, mit denen in der gleicher Sitzung auch meistens ein gefundener Schaden behoben werden kann.

Das Innere des Gelenks sichtbar auf einen Monitor

Es ist heute Standard, durch dieses minimalinvasive Vorgehen das Innere eines Gelenkes auf einen Monitor zu übertragen und mit Spezialinstrumenten, die an die einzelnen Gelenke angepasst sind, krankhaft veränderten Strukturen innerhalb des Gelenks operieren zu können. Dabei wird das Gelenk nicht aufgeschnitten, sondern das Arthroskop und die OP-Instrumente werden durch kleine Schnitte in das Gelenk eingeführt ("Schlüsselloch-Chirurgie").

Dieses Vorgehen ist im Vergleich zu einer Eröffnung des Gelenks sehr schonend und schmerzarm. Arthroskopische Operationen können häufig auch unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt werden, das heißt der Patient kann noch am Operationstag wieder nach Hause. Ein Krankenhausaufenthalt ist - abhängig von der Erkrankung - oft nicht notwendig.

Gelenkgröße spielt eine Rolle

Für arthroskopische Operationen sind vorwiegend große Gelenke geeignet wie

  • Kniegelenk,
  • Sprunggelenk,
  • Schultergelenk und
  • Ellenbogengelenk.

Aber auch andere Gelenke werden schon gespiegelt und operiert, was aber meistens den Zentren überlassen bleibt. Dazu gehören

  • Handgelenk,
  • Fingergelenke,
  • Hüftgelenk,
  • Zehengelenke und
  • Kiefergelenk.

Bei der Arthroskopie handelt es sich um ein schonendes und risikoarmes, wenn auch nicht gänzlich risikofreies Verfahren. So können in seltenen Fällen Verletzungen am Knorpel auftreten. Auch kann es zu Gelenkinfektionen kommen sowie zu Verletzungen an Gefäßen oder Nerven. Insbesondere nach einer Knie-Arthroskopie ist das Thrombose-Risiko erhöht.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2008

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