Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

LIFELINE Krankheitslexikon: Der Begriff Pankreaskarzinom beschreibt das Auftreten einer bösartigen Geschwulst im Bereich der Bauchspeicheldrüse.

Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle (95 Prozent) so genannte Karzinome. Diese bösartigen Tumoren haben ihren Ursprung in dem Gewebe der Bauchspeicheldrüse, das die Verdauungsenzyme bildet. In der Fachsprache werden sie als Pankreaskarzinome bezeichnet.

Wie alle bösartigen Tumoren zeichnet sich der Bauchspeicheldrüsenkrebs durch eine unkontrollierte Vermehrung von Tumorzellen aus. Sie haben die Tendenz, in angrenzendes gesundes Gewebe hineinzuwachsen und dieses zu zerstören. Einzelne Tumorzellen können mit dem Blut- oder Lymphstrom fortgetragen werden und in entfernten Organen, zum Beispiel in Lunge, Leber oder Skelett, Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

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Lage der Oberbauchorgane Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenblase

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Die Bauchspeicheldrüse, ihre einzelnen Abschnitte und der Ausführungsgang

Ein Pankreaskarzinom entsteht vor allem (60 Prozent) im so genannten Kopfteil der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskopfkarzinom) oder in dem Bereich, an dem der Ausführungsgang der Drüse in den Zwölffingerdarm mündet (Papillenkarzinom). Andere Autoren geben sogar eine Häufigkeit von über 70 Prozent für Bauchspeicheldrüsenkrebs an.

In 30 Prozent der Fälle entwickelt sich der Tumor im Bereich des Bauchspeicheldrüsenkörpers oder -schwanzes. In zehn Prozent der Fälle ist die gesamte Drüse betroffen.

Für die Therapieplanung ist es wichtig, das Stadium der Krebserkrankung genau zu bestimmen. Dazu gehören folgende Kriterien:

  • Die Größe des Tumors und seine Ausdehnung innerhalb der Bauchspeicheldrüse beziehungsweise in das angrenzende Gewebe
  • Der Befall der örtlichen Lymphknoten mit Tumorzellen
  • Das Vorhandensein von Tochtergeschwülsten in anderen Organen

Von einem Stadium I spricht man, wenn die Geschwulst auf die Bauchspeicheldrüse beschränkt ist, die Lymphknoten in der Umgebung nicht befallen sind und keine Tochtergeschwülste in entfernten Organen vorhanden sind. Im Stadium II hat die Geschwulst die Grenzen der Bauchspeicheldrüse durchbrochen und sich auf die Umgebung ausgedehnt. Stadium III liegt vor, wenn Zellen der Geschwulst die örtlichen Lymphknoten befallen haben. Im Stadium IV sind Tochtergeschwülste in anderen Organen (Fernmetastasen) vorhanden.

Quelle: Springer Medizin
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