Heilendes Mineral

Ferrum phosphoricum

Wie auch bei Belladonna oder Aconitum handelt es sich bei Ferrum phosphoricum um ein homöopathisches Entzündungs- und Erkältungsmittel. Das Mineral kann gegen fiebrige Infekte der Atemwege eingenommen werden, aber auch bei einer Vielzahl weiterer Beschwerden Wirkung zeigen.

Vivianit Ferrum phosphoricum
Eisenphosphat kommt als natürliches Mineral vor und heißt dann Vivianit. Es bildet die Grundlage für das homöopathische Arzneimittel Ferrum phosphoricum.
© iStock.com/VvoeVale

Ferrum phosphoricum, zu deutsch Eisenphosphat, ist eine der meistverwendeten homöopathischen Wirksubstanzen gegen Erkältungsbeschwerden, wiederholte Infekte und Ohrenschmerzen.

Es gibt Ferrum phosphoricum zum einen in der bekanntesten homöopathischen Darreichungsform, den Globuli. Der Wirkstoff ist aber auch als Dilution (Lösung), in Ampullen- und Tablettenform erhältlich. Als homöopathisches Komplexmittel liegt Eisenphosphat in Kombination mit anderen Wirkstoffen vor, etwa Bryonia (Zaunrübe) und Aconitum (Eisenhut).

Ferrum phosphoricum: Potenzen, Anwendung und Dosierung

Zur Selbstmedikation gängige Potenzen bewegen sich im Bereich von D6 bis D12. Eine typische Dosierung im Bereich der Homöopathie sind dreimal täglich fünf Globuli oder eine Tablette Ferrum phosphoricum D12, etwa gegen fiebrige Erkältungskrankheiten. Bei beginnenden Ohrenschmerzen empfehlen sich Mittel in der Potenz D6.

Wie immer gilt bei der Selbstbehandlung: Hält Fieber länger als drei Tag an oder übersteigt es 39 Grad Celsius, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen!

Homöopathie: 15 häufige Beschwerden und welches Mittel hilft!

Darüber hinaus ist Ferrum phosphoricum eines der zwölf Hauptmittel nach der Lehre Schüßlers. Mehr zu seiner Wirkung lesen Sie hier. Das Schüßler-Salz Nummer 3 kann in Salbenform zum Beispiel bei Sonnenbrand und kleineren Hautverletzungen angewendet werden.

Leitsymptome (Hauptbeschwerden) für Ferrum phosphoricum

Der Begriff der Leitsymptoms bezeichnet in der Homöopathie nicht wie sonst gebräuchlich das charakteristische Anzeichen einer Erkrankung. Stattdessen geht es dabei um die individuelle Konstitution und Wesenszüge des Untersuchten.

Die Leitsymptome im Fall von Ferrum phosphoricum sind:

  • Erschöpfung, körperliche Schwäche
  • Engegefühl in der Brust
  • hellrotes Nasenbluten
  • auffälliger Wechsel der Gesichtsfarbe von blass zu gerötet und umgekehrt
  • trockener Husten
  • Schwerhörigkeit und erhöhte Temperatur durch grippalen Infekt
  • Erkältungshäufung, beim akuten Infekt aber kaum Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens
  • beim Kind: Mittelohrentzündung, die mit Fließschnupfen beginnt
  • geschwollene Lymphknoten
  • schneller, schwacher Puls

Verbesserung der Symptome

  • durch Kälte
  • in Ruhe
  • durch leichte Bewegung

Verschlechterung der Symptome

  • durch Wärme
  • bei Berührung
Homöopathische Mittel für die Hausapotheke

Anwendungsgebiete von Ferrum phosphoricum

Entsprechend den genannten Leitsymptomen ergeben sich unter anderem folgende Indikationen, bei denen Ferrum phosphoricum zum Einsatz kommen kann:

  • erhöhte Temperatur bis hin zum Fieber
  • Ohrenschmerzen, zum Beispiel durch Mittelohrentzündung
  • Nasenbluten durch Eisenmangel bei Kindern

Auch bei Durchfall kann Ferrum phosphoricum angewendet werden, sofern ihn nicht weitere Symptome begleiten.

Weitere Anwendungsgebiete kann ein versierter Homöopath nach eingehender Diagnose empfehlen. Er oder sie empfiehlt je nach Patient und Beschwerdebild auch mittlere Potenzen wie C30 und die sogenannten Hochpotenzen.

Homöopathische Mittel mit vergleichbaren Leitsymptomen

  • Aconitum (Eisenhut); im Gegensatz zu Ferrum-phosphoricum-Typen sind Aconitum-Patienten aber unruhiger.
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